Gisela Garnschröder - Weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz

17.5.16

Titel: Weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz
Autorin: Gisela Garnschröder
Genre: Roman
Verlag: Midnight (13.05.2016)
ISBN: 978-3-95819-056-6 (eBook, 250 Seiten)
ASIN: B01EJD8RIK (Kindle Edition)
Preis: 2,99 €
Papierformat: Taschenbuch für 12,50 €
Bezugsquelle: Netgalley
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Christiane ist froh von Zuhause weg zu sein. Endlich Unabhängigkeit und eine eigene Wohnung. Und dann trifft sie die Liebe ihres Lebens. Oder? Nichts ist so perfekt, wie es scheint. Im Wald wird aufgebahrt eine Frauenleiche entdeckt, die Christiane erschreckend ähnlich sieht. Und ihr Verlobter Rudolph benimmt sich plötzlich sehr eigenartig. Die Polizei ermittelt, und Christiane ahnt, dass irgendetwas nicht stimmt... *Quelle*

Zur Autorin:
Gisela Garnschröder ist 1949 in Herzebrock/Ostwestfalen geboren und aufgewachsen auf einem westfälischen Bauernhof. Sie erlangte die Hochschulreife und studierte Betriebswirtschaft. Nach dem Vordiplom entschied sie sich für eine Tätigkeit in einer Justizvollzugsanstalt. Immer war das Schreiben ihre Lieblingsbeschäftigung. Die berufliche Tätigkeit in der Justizvollzugsanstalt brachte den Anstoß zum Kriminalroman. Gisela Garnschröder wohnt in Ostwestfalen, ist verheiratet und hat Kinder und Enkelkinder. Sie ist Mitglied bei der Krimivereinigung Mörderische Schwestern, beim Syndikat und bei DeLiA.

Meinung:
Die 29-jährige Bankangestellte Christiane Steinheim trifft durch einen Zufall nach 10 Jahren den 34-jährigen Rechtsanwalt Rudolph Meier zu Homberg wieder. Damals hatte sie ein verstörendes Erlebnis mit ihm, das sie seitdem getrennte Wege gehen ließ. Doch nun flammt die Liebe zwischen beiden auf, und schon bald können sie sich eine gemeinsame Zukunft miteinander vorstellen, auch wenn Rudolph immer mehr merkwürdige Verhaltensweisen gegenüber Christiane zeigt, die Zweifel zu ihm aufkommen lassen und säen.

Zeitgleich ist ein Mörder unterwegs, der bereits sein erstes Verbrechen 10 Jahre zuvor begangen hat. Er sucht sich gezielt junge Frauen aus, die an die berühmte Märchengestalt Schneewittchen erinnern und ebensolches schwarzes langes Haar tragen. Bald schon gerät auch Christiane in sein Visier...

Weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz von Gisela Garnschröder wird auf der Verlags-Website zwar als Kriminalroman ausgewiesen, doch ist das Buch eher ein Roman mit mäßigen Krimi-Anteilen. Die Kurzbeschreibung hatte mich neugierig gemacht, auch der Prolog verspricht einiges an Spannung, doch konnte der Roman für mich das leider überhaupt nicht halten.

Christiane, die 29-jährige Protagonistin, ist eine mitten im Leben stehende Frau, die gerade ihre erste eigene Wohnung bezieht und zufälligerweise Rudolph wiedertrifft, zu dem sie eine Art Hassliebe verbindet, da sie 10 Jahre zuvor ein nicht ganz so schönes Erlebnis mit ihm hatte. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum sie sich auf einmal dermaßen stark von ihm angezogen fühlt und obwohl er einige merkwürdige Verhaltensweisen an den Tag legt, mit ihm zusammenbleibt.

Rudolph ist ein recht undurchsichtiger Charakter, der mehr und mehr verdächtig wird. Seine Liebe zu Christiane ist von Eifersucht durchdrungen, und er hat sie gerne unter seiner Kontrolle. Somit war er mir durch das ganze Buch hinweg eher unsympathisch.

Die Nebencharaktere wie Maik Schneider (dessen Schwester Melanie 10 Jahre zuvor Opfer des Mörders wurde) und auch der Polizist Bernhard Müller (der seit der Schulzeit ein merkwürdiges Faible für Christiane hegt) sind interessant und tragen ein wenig zum Rätselraten bei.

Ich hatte schon früh einen Verdacht, wer der Mörder sein könnte, der sich dann leider am Ende hin auch bestätigt hat, was dann keine Überraschung mehr war. Auch die Handlung selbst hätte durchaus krimilastiger sein können, doch liest sich der Roman leider doch eher wie eine Beziehungsgeschichte, die mit einigen Krimi-Anteilen ausgeschmückt wurde.

Fazit:
Weiß wie Schnee, schwarz wie Ebenholz konnte leider nicht das halten, was ich mir von der Kurzbeschreibung und des Prologs noch erhofft hatte. Die Handlung ist sehr beziehungslastig, liest sich daher eher wie ein Unterhaltungsroman anstatt eines Krimis, und der Täter war mir auch zu eindeutig erkennbar. Schade!

Wertung: ★★☆☆☆

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