Rezension: Amanda Howells - Der Sommer der silbernen Wellen

29.8.12


Titel: Der Sommer der silbernen Wellen
Autorin: Amanda Howells
Reihe: Summer #1
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Fischer FJB (25.07.2012)
ISBN: 978-3-8414-2138-8
Gebunden, 384 Seiten
Preis: 17,99 €
eBook: Kindle Edition für 15,99 €
Bezugsquelle: Fischer FJB

Die sechzehnjährige Mia fährt mit ihrer Familie in den Sommerurlaub. Weil ihre gleichaltrigen Cousinen Beth und Corinne alles haben was Mia nicht hat - Modelfiguren, Luxusklamotten und coole Freunde -, fühlt sie sich unwohl und fehl am Platz. Doch als sie bei einem nächtlichen Strandspaziergang Simon trifft, ändert sich alles. Die beiden sehen sich immer nachts am Strand, und dort, in der Dunkelheit, kann Mia endlich sie selbst sein und vertraut Simon ihre Gedanken und Ängste an...
Zur Autorin:
Amanda Howells hat schon immer am Meer gelebt. Sie ist in einer kleinen Bucht am Atlantik aufgewachsen und hat die Sommerwochenenden in den Hamptons verbracht, als sie am College in New York Kreatives Schreiben studierte. Heute lebt sie an der nördlichen Pazifikküste.

Rezension:
Die 16-jährige Mia verbringt den Sommer das erste Mal seit drei Jahren wieder in den Hamptons bei ihrer Verwandtschaft. Sie freut sich sehr darauf, ihre Cousine Corinne wiederzusehen, mit der sie in ihrer Kindheit jeden Sommer verbracht hat. Doch kaum angekommen, merkt Mia, wie sehr sich Corinne und ihre Schwester Beth verändert haben - und das nicht zum Vorteil.

Es scheinen für sie nur noch Geld, Mode und das eigene Aussehen zu zählen, und Mia fühlt sich schon bald nicht mehr wohl in der Gesellschaft dieser überaus schönen und arroganten Mädchen. Dann lernt sie Simon kennen, dessen Eltern das Nachbarhaus gemietet haben. Sie treffen sich nachts am Strand und reden über Gott und die Welt. Bald schon empfinden die beiden mehr füreinander...

Mit Der Sommer der silbernen Wellen ist Amanda Howells ein wunderschöner und bittersüßer Sommerroman gelungen, der wunderbar in die jetzige Jahreszeit passt.

Durch ihren Erzähl- und Schreibstil bringt die Autorin dem Leser die Umgebung, die Hamptons außerhalb New Yorks, mit ihrem Strand, der Meeresluft, träger Sommerhitze und -schwüle so sehr nahe, als würde man selbst die Zeit mit Mia am Strand verbringen.

Mia ist ein etwas schüchternes, aber auch sehr realistisch eingestelltes junges Mädchen, das die Veränderung, die mit ihren Cousinen vonstatten gegangen ist, seit sie sich nicht mehr gesehen haben, nur schwer verstehen und nachvollziehen kann. Sie hat eine wunderbare Beobachtungsgabe und lässt so den Leser an ihren Gedanken und Meinungen zu der jungen vermeintlichen High Society teilhaben.

Ihre Freundschaft zu Simon entwickelt sich langsam und hat mit der Oberflächlichkeit ihrer Cousinen gar nichts gemein. Die beiden stehen für das genaue Gegenteil, was diesen Roman ausmacht. Die Beziehung der beiden ist zwar in manchmal recht poetisch anmutenden Sätzen geschildert, doch driftet sie nie in zuviel Klischee ab. Auch das Ende, über das ich verständlicherweise nichts verraten möchte, passt wunderbar zu der ganzen Geschichte.

Ich kann Der Sommer der silbernen Wellen vor allem Leserinnen empfehlen, ob jung oder alt, die sich für sogenannte Coming of Age-Romane interessieren. Denn das Buch handelt vor allem vom Erwachsenwerden, von Liebe, Trauer und vom Loslassen. Amanda Howells ist mit ihrer Geschichte ein glaubwürdiger und authentischer Roman in diesem Genre gelungen!

Fazit: Der Sommer der silbernen Wellen ist eine bittersüße Sommergeschichte vom Erwachsenwerden, die zu berühren vermag.

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