Rezension: Daniel Westland - Schwarze Schwäne

4.5.12


Titel: Schwarze Schwäne
Autor: Daniel Westland
Genre: Jugendbuch/Junge Erwachsene
Verlag: script5 (März 2012)
ISBN: 978-3-8390-0140-0
Klappenbroschur, 368 Seiten
Preis: 12,95 €
Bezugsquelle: Kibulo
Leseprobe

Jennifer betreibt ihre Forschung mit großer Leidenschaft. Doch was mit einer bahnbrechenden Entdeckung im Bereich der Risikoforschung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Kampf auf Leben und Tod. GlobalENJ - ein weltweit agierender Konzern - spielt dabei die entscheidende Rolle. Seine skrupellosen Aktivitäten sind der Katalysator, der das Ende der Menschheit unwiderruflich einläutet. GlobalENJ setzt alles daran, Jennifer an der Veröffentlichung ihrer Daten zu hindern. Und während die Ereignisse sich überschlagen, nimmt Jennifer nicht nur den Kampf mit einem übermächtigen Gegner auf, sondern tritt auch gegen die Krankheit an, die schon dem Leben ihres Vaters ein jähes Ende gesetzt hat.
Zum Autor:
Daniel Westland ist überzeugt, dass zwei Dinge die Welt besser machen: Wissen und Träumen. Das Verfassen von Sachbüchern und Romanen verbindet diese beiden Faktoren. Und so schrieb er bereits zahlreiche erfolgreiche Bücher zusammen mit Ralph Caspers, Marietta Slomka, Shary Reeves, Jan Hofer, Prof. Dr. Dieter Kronzucker und Christine Henning, aber auch im Alleingang. Daniel Westland lebt in Hamburg und den USA, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Rezension:
Die 22-jährige Jennifer Meyer ist Studentin und arbeitet nebenbei bei RISK, einem Institut zur Risikoerforschung. Bei ihren Recherchen macht sie den Konzern GlobalENJ auf sich aufmerksam, der Jennifer daraufhin lückenlos überwachen lässt. Denn sie hat eine Entdeckung gemacht, die sich katastrophal auf die gesamte Menschheit auswirken wird.

Bald weiß Jennifer nicht mehr, wem sie überhaupt noch vertrauen kann: Ihre Wohnung wird verwüstet, sie bekommt einschüchternde Warnungen und Drohungen und befindet sich alsbald mit ihrem Bruder Jonas auf der Flucht. Doch was genau steckt dahinter, dass Jennifer so interessant für einen weltweit agierenden Konzern ist? Sie recherchiert immer weiter und bald schon wird ihr klar, dass ihre Entdeckung der Schlüssel zu allem ist...

Mit seinem neuen Roman "Schwarze Schwäne" konnte mich Daniel Westland definitiv begeistern. Eine gekonnte Mischung aus Wirtschafts- und Ökothriller erwartet den Leser und das von ihm gewählte Thema könnte sich in der Zukunft leider wirklich so ereignen. Es wird viel aus dem Bereich der Biomathematik berichtet, doch so, dass man auch als Laie die Vorgänge gut versteht und nachvollziehen kann.

Es wird von skrupellosen Konzernen berichtet, die nur ihren eigenen Profit im Auge haben und somit auch über Leichen gehen. Die Protagonistin Jennifer möchte diesem Vorgehen nicht einfach zusehen und etwas dagegen tun, zumal sie selbst todkrank ist und ihr nur noch wenige Monate zum Leben bleiben, was schon am Anfang der Geschichte thematisiert wird. Sie ist auf jeden Fall der stärkste der Charaktere.

Ihr Bruder Jonas, ihr Freund David und auch ihr Mentor Prof. Koch bleiben ihr weit zurück, wirkten blass und in ihrem Verhalten nicht unbedingt immer nachvollziehbar. Sehr gefallen hat mir hingegen ihr Gegenpart Young-Sun, der ihr auf den Fersen bleibt, sie einschüchtert und alles dafür tut, sie mundtot zu machen.

"Schwarze Schwäne" ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und vor Augen führt, was der Menschheit passieren kann, wenn sie weiterhin so nachlässig mit der Natur und Umwelt umgeht. Ein Umdenken ist vonnöten und das nicht nur in einzelnen Ländern, sondern auf allen Kontinenten.

Fazit: "Schwarze Schwäne" ist ein gelungener Mix aus Wirtschafts- und Ökothriller, und dass nicht nur für junge Leser. Daniel Westland führt gekonnt vors Auge, was passieren kann, wenn die Menschen ihre Umwelt und Natur in weiterem Maße vernachlässigt und mächtige Konzerne außer ihrem Profit nichts im Sinn haben.

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