Rezension: Maria V. Snyder - Yelena und die Magierin des Südens

14.6.11

Titel: Yelena und die Magierin des Südens
Autorin: Maria V. Snyder
Reihe: Study # 1
Genre: Fantasy
Verlag: Mira (März 2011)
ISBN: 978-3-89941-824-8
Broschiert, 464 Seiten
Preis: 7,95 €
Bezugsquelle: Mira
Leseprobe

Kurz vor ihrer Hinrichtung wird Yelena ein außergewöhnliches Angebot gemacht: Sie bekommt das beste Essen, eigene Gemächer im Schloss - und riskiert ihr Leben, falls jemand versucht, den Kommandanten von Ixia zu töten. Und so entscheidet sich Yelena, unter Anleitung des Sicherheitschefs Valek Vorkosterin des Kommandanten zu werden. Aber Valek überlässt nichts dem Zufall: Damit sie nicht flieht, gibt er ihr regelmäßig Schmetterlingsstaub ins Essen. Und nur, wenn sie täglich das Antiserum von ihm erhält, kann sie ihren langsamen und qualvollen Tod verhindern. Als Rebellen planen, Ixia in ihre Gewalt zu bringen, entwickelt Yelena magische Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann. Doch Magie ist in Ixia unter Todesstrafe verboten. Einzig Irys, die Magierin des Südens, kann ihr jetzt noch helfen. Doch wenn Yelena versucht zu fliehen, wird der Schmetterlingsstaub sie langsam, aber sicher vergiften.
Zur Autorin:
Maria V. Snyder wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und ihrem Hund in Pennsylvania. Nach ihrem Studium der Meteorologie an der Penn State University stellte sie fest, dass präzise Wettervorhersagen nicht zu ihren Fähigkeiten gehören. Schreiben dafür umso mehr, wie die vielen Artikel in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften beweisen. "Yelena und die Magierin des Südens" ist Maria V. Snyders erster Roman.

Rezension:
Die 19-jährige Yelena wartet im Kerker des Commanders Ambrose von Ixia auf ihre Hinrichtung, nachdem sie Reyad, den Sohn ihres "Ziehvaters" Brazell ermordet hat. Doch kurz bevor es dazu kommen kann, macht ihr Valek, der persönliche Sicherheitsberater des Commanders, ein ungewöhnliches Angebot: Sie soll Vorkosterin von Ambrose werden und somit ihrer Hinrichtung entgehen. Yelena nimmt das Angebot an, kann sie doch so an ihrer Flucht arbeiten. Doch Valek macht ihr einen gehörigen Strich durch die Rechnung, indem er sie mit Butterfly Dust vergiftet und das kann sie nur überleben, wenn sie jeden Tag von ihm ein Gegengift bekommt.

Nachdem Yelena merkt, dass sie magische Kräfte entwickelt, ist sie sich ihres Lebens nicht mehr sicher. Brazell, der seinen Sohn rächen will, trachtet ihr genauso danach wie Yris, eine Magierin aus dem Süden, die Yelena für ihre eigenen Zwecke einsetzen will. So muss Yelena lernen, wem sie wirklich vertrauen kann und verliebt sich auch noch nach und nach in Valek...

Maria V. Snyder weiß mit ihrem Debütroman "Yelena und die Magierin des Südens", der zugleich Auftakt der "Study"-Trilogie ist, von Beginn an zu fesseln. Wie ein Puzzle lässt sie den Leser Yelenas Vergangenheit entdecken, denn gleich zu Beginn befindet sie sich bereits im Kerker und so meint man anfangs, dass die Geschichte irgendwo mittendrin beginnt. Doch nach und nach wird die ganze grausame Vergangenheit von Yelena von der Autorin enthüllt, was die Handlung sehr spannend macht.

Yelena ist ein toller Charakter: Sie ist stark, weiß was sie will und setzt alles daran, ihre Ziele auch zu erreichen. Sie lässt sich nichts gefallen und nicht bevormunden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie sich nach und nach in Valek, den sie anfangs gar nicht leiden kann, verliebt, denn beide sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. Gut gefallen hat mir, dass die sich anbahnende Liebesgeschichte nicht zu sehr ausschweift, sondern teilweise nur angedeutet wird.

Auch die Spannung kommt nicht zu kurz, denn man fiebert mit Yelena mit, ob sie sich entscheiden wird, mit der Magierin Yris in den Süden zu gehen, obgleich das Risiko besteht, zu sterben, da sie täglich auf ihr Gegengift angewiesen ist.

Ich bin sehr begeistert von diesem vielversprechenden Auftaktband, der von der Handlung her auch noch eine Menge Potenzial hergibt und schon sehr gespannt auf die beiden folgenden Teile, "Yelena und der Mörder von Sitia" und "Yelena und die verlorenen Seelen", die bereits im März bzw. April 2011 erschienen sind. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis möchte ich hier einmal lobend erwähnen!

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover stellt das Thema des Romans sehr passend dar. Man sieht eine junge Frau, die einen Streitkolben in der Hand hält, im Hintergrund eine Burg und im Vordergrund ein altes Buch und mehrere geheimnisvolle Fläschchen. Der Buchtitel in Gelb und der Autorenname in Violett sind in Spotlackoptik hervorgehoben.

Fazit: Mit "Yelena und die Magierin des Südens" ist Maria V. Snyder ein fabelhafter Debütroman gelungen, der keinen Wunsch offenlässt und sehr viel Spannung und Potenzial für die nächsten Bände verspricht, die ich definitiv lesen möchte!

2 Kommentare

  1. Ich habe die Trilogie vor Jahren schon einmal gelesen, durch die Neuauflage nun aber komplett noch einmal. Sie hat mir immer noch so gut gefallen wie damals!
    Yelena hat es mir besonders angetan, aber besonders auch der Umstand, dass sie es mit einem wirklich gefährlichen Feind zu tun bekommt und nicht sicher ist, dass sie auf jeden Fall gewinnen wird. Sie wirkt wie eine Überheldin, ist es aber nicht.
    Welches war denn Deine Lieblingsfigur und warum? Gabs etwas, das Du gar nicht mochtest?

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  2. @Soleil: Ich hatte die Bücher schonmal auf englischen Blogs besprochen gesehen und das hat mich neugierig auf die Reihe gemacht. Auf jeden Fall ist/war Yelena meine Lieblingsfigur, dicht gefolgt von Valek, weil er im Laufe der Geschichte ein ganz anderes Ich von sich preisgibt. Was ich nicht mochte? Hm...vielleicht, dass ich das Buch so schnell beendet hatte ;) Sonst fällt mir eigentlich nichts ein :)

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