Rezension: Eva Lirot - Rendezvous mit dem kleinen Tod

29.6.10

Titel: Rendezvous mit dem kleinen Tod
Reihe: Jim Devcon Fall #1
Autorin: Eva Lirot
Genre: Krimi
Verlag: Prolibris (November 2007)
ISBN:
9783935263511
Broschiert, 175 Seiten
Preis: 9,90 €

Autorenwebsite
(vielen Dank für die Bereitstellung an Eva Lirot)

Andere Titel dieser Serie:
Seelenbruch (Jim Devcon Fall #2)

Kurzbeschreibung:
"Paradise" steht auf dem Sprayfläschchen, das dieFrankfurter Kripo neben der Leiche einer jungen Frau findet. Es war das Geschenk einer Freundin - und die bleibt spurlos verschwunden. Die KTU kann nicht alle Inhaltsstoffe bestimmen, aber es scheint sich um eine neue Sexdroge zu handeln. Und schon findet man einen weiteren Toten mit einem Fläschchen "Paradise". Die Kripo durchsucht seinen Computer und findet E-Mails, in denen er um die Nachlieferung des Sprays geradezu fleht.
Eine fieberhafte Suche nach dem Dealer dieser offensichtlich hochgefährlichen Lifestyledroge beginnt. Doch dann erfährt das Team des unkonventionellen Kommissars Jim Devcon durch einen anonymen Hinweis, dass ein internationales Pharmakonsortium das Spray auf den Markt bringen will. Die Tests an Menschen haben bereits begonnen. Ist ihr Leben in Gefahr? Viel Geld steht auf dem Spiel um ein Präparat, das höchste sexuelle Erregung auslöst und zuverlässig zum Orgasmus führt...

Zur Autorin:
Eva Lirot wurde 1966 in Diez an der Lahn geboren und ist vergleichsweise wohlbehütet in der Umgebung von Limburg aufgewachsen. Nach berufsbedingter Wanderschaft durch den Großraum Hessen, die USA und Kanada lebt sie seit einigen Jahren mit ihrem Mann wieder in Limburg. 2002 begann sie ein Studium in den Fächern Literaturwissenschaft und Psychologie. Heraus kam ein Magister - und ihr erster Kriminalroman "Rendezvous mit dem kleinen Tod".

Es würde seine letzte Auslieferung werden, das hatte er sich geschworen. Noch heute Nacht würde er die wichtigsten Sachen zusammenpacken und dann für immer von hier verschwinden. (Seite 120)

Rezension:
Eva Lirot entführt den Leser in ein beängstigendes Szenario, das sehr zum Nachdenken anregt: Lustbefriedigung per Nasenspray. Auch wenn sich das zuallererst recht lächerlich anhört, kommt man während des Lesens doch immer mehr ins Grübeln, da recht anschaulich geschildert wird, inwieweit skrupellose Pharmakonsortien Menschen manipulieren und durch die Entwicklung dieses Nasensprays in die Abhängigkeit versetzen können.

Das Buch legt ein rasantes Tempo vor, denn gleich zu Beginn wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, die nach Gebrauch von dem Nasenspray "Paradise" verstorben ist. Und dies wird nicht die letzte Tote bleiben.

In knapp 175 Seiten schildert die Autorin detailreich und gut recherchiert die Ermittlungsarbeiten der Frankfurter Kripo, geführt von Kommissar Jim Devcon, einem gebürtigen Texaner, und versteht es in ihrem Debütroman den Leser bis zum Ende hin zu fesseln.

Zum Schluß bleibt der Leser mit einem unangenehmen Gefühl zurück. Denn was wäre, wenn es wirklich solch ein Präparat gäbe und was würde das für die Menschheit bedeuten? Ich bin gespannt, mit welchem Fall es Jim Devcon und seine Kollegen demnächst zu tun bekommen und freue mich darauf, mehr von Eva Lirot zu lesen.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist größtenteils in Schwarz gehalten. Am oberen Rand sieht man ein Frauengesicht, das mit geschlossenen Augen angedeutete Dämpfe einatmet, die das Nasenspray "Paradise" andeuten sollen.

Fazit: Ein solider Krimi, der sich mit dem Thema Lustbefriedigung durch Medikamente auseinandersetzt und den Leser gleichzeitig auch nachdenklich zurückläßt.

Wertung: 4 von 5 Punkten

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