Rezension: P.C. Cast und Kristin Cast - Gezeichnet. House of Night 1

25.2.10

Titel: Gezeichnet
Originaltitel: Marked
Originalreihe: House of Night #1
Autorinnen: P.C. Cast & Kristin Cast
Genre: Jugendbuch
Verlag: Fischer FJB (Dezember 2009)
ISBN: 9783596860036
Gebunden, 464 Seiten
Preis: 16,95 €
Autorenwebsite: http://www.pccast.net
Website zum Buch: http://www.houseofnightseries.com
(vielen Dank an den Fischer-Verlag)

Geplante Reihenfolge:
Gezeichnet (House of Night #1): bereits erschienen
Betrogen (House of Night #2): März 2010
Erwählt (House of Night #3): August 2010
Ungezähmt (House of Night #4): November 2010
Gejagt (House of Night #5): Februar 2011
Versucht (House of Night #6): Mai 2011
Verbrannt (House of Night #7): August 2011

Kurzbeschreibung:
Die 16-jährige Zoey hasst ihr so genanntes Leben: Ihre Patchwork-Familie ist der absolute Horror, und an der Highschool sitzt sie zwischen allen Stühlen. Sie braucht verdammt viel Intelligenz, Humor und Selbstbewusstsein, um sich nicht unterkriegen zu lassen.

Aber dann passiert etwas total Verrücktes: Ein Vampyr-Späher erkennt ausgerechnet in Zoey eine Auserwählte. Jetzt ist Zoey Gezeichnet und unwiderruflich auf dem Weg, ein Vampyr zu werden. Aber überleben kann sie diese Wandlung, wenn überhaupt, nur an einem Ort: im House of Night, dem Internat für Vampyre.

Schnell wird klar, dass es dort neben dem ganz normalen Wahnsinn auch um Macht und Magie, um Leben und Tod, geht. Wie sich nach und nach herausstellt, ist Zoey kein gewöhnlicher Vampyr, sondern eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und die hat Großes mit ihr vor…

Zu den Autorinnen:
P.C. Cast und Kristin Cast sind das erfolgreichste Mutter-Tochter-Autorengespann weltweit. Sie leben beide in Oklahoma, USA. House of Night hat bereits über 8 Millionen Fans in den USA und erscheint in über 40 Ländern. Die Verfilmung ist in Vorbereitung.

„Von heute an würde mein Leben nie mehr dasselbe sein. Und einen Augenblick lang – nur einen winzigen Augenblick lang – vergaß ich, wie grausam es war, nicht mehr dazuzugehören, und fühlte fast erschrocken eine Woge freudiger Erregung, während tief in mir das Blut des Volks meiner Großmutter frohlockte.“ (Seite 23)

Rezension:
Die 16jährige Zoey ist ein ganz normaler Teenager, bis sie eines Tages in ihrer Highschool einem Vampyr-Späher gegenübersteht, der sie Zeichnet. Zoey ist nun ein Jungvampyr, Gezeichnet mit einer blauen Mondsichel auf der Stirn. Sie muß nun auf schnellstem Wege ins „House of Night“ umziehen, ein Internat für Vampyre.

Hier trifft sie auf Neferet, eine Hohepriesterin, die ihre Mentorin wird. Ferner lernt sie neue Freunde kennen, ihre Zimmergenossin Stevie Rae, Erin, Shaunee und Damien. Schnell merkt Zoey, dass sie etwas Besonderes ist, denn die Vampyrgöttin Nyx hat sie auserwählt: Dies macht sich besonders an ihrem Mal auf der Stirn bemerkbar, dass bei Jungvampyren normalerweise nur angedeutet ist, bei Zoey ist es aber komplett ausgefüllt.

Das bemerkt auch Aphrodite, eine sehr unsympathische Schülerin des Internats, die selbsternannte Anführerin der „Töchter der Dunkelheit“. Sie lädt Zoey in ihren Kreis ein, um sie loszuwerden. Denn Erik, Aphrodites Ex-Freund, hat bereits ein Auge auf Zoey geworfen.

Kann Zoey sich in ihrer neuen Umgebung behaupten und kommt sie mit der kompletten Umstellung ihres bisherigen Lebens zurecht?

Der Roman ist der 1. Teil der House of Night-Reihe, der 2. Teil soll bereits im März 2010 mit dem Titel „Betrogen“ erscheinen. Die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen, da es ein Jugendbuch ist. Auch die Kapiteleinteilung ist sehr übersichtlich und nicht zu lange geraten.

Interessant waren die Einblicke in die Rituale der Cherokee-Indianer, die Zoey dank ihrer Großmutter bekommt. Leider bleiben die Freunde von Zoey etwas blass und der Leser erfährt nicht allzu viel über sie, auch in Zoey selbst konnte ich mich nicht richtig hineinversetzen, da ihre Gedankengänge recht simpel gestrickt sind und man sich nicht allzu sehr mit ihr identifizieren kann. Ich hoffe, dass der nächste Band etwas mehr an Tiefe gewinnt.

Was allerdings einen großen Abzugspunkt verdient, ist die doch manchmal sehr vulgäre Sprache, die sehr überzogen wirkt und mich doch überrascht hat, da die Autorinnen aus den USA stammen und mit solchen Themen dort doch etwas „prüder“ umgegangen wird. Dies passt nicht unbedingt in einen Jugendroman und ist meiner Meinung nach unnötig, denn welcher Leser möchte schon auf fast jeder Seite das Wort „geil“ lesen?

Zur Gestaltung des Buches: Das Cover ist sehr hübsch gestaltet, in schwarz gehalten mit pinkfarbenem Schriftzug, der sofort heraussticht. Auch die eingearbeiteten Symbole im Schutzumschlag sehen sehr edel aus. Ein Lesebändchen fehlt allerdings.

Fazit: Ein Jugendroman mit einer Mischung aus „Harry Potter“ (Internat) und „Twilight“ (Erik und Zoey) mit an manchen Stellen sehr aufgesetzter und oberflächlicher Sprache, der sich definitiv an die Zielgruppe ab 14-15 Jahren richtet.

Wertung: 3 von 5 Punkten

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