Lesemonat Juni 2017

30.6.17

Tschüss Juni! Da mir einfach die Zeit und auch Lust für ausführliche Rezensionen fehlen, wird es zukünftig nur noch die monatliche Statistik mit einigen Sätzen zu den einzelnen gelesenen Büchern geben. So ganz ohne Bloggen geht es halt auch nicht ;)

Folgende Bücher wurden von mir im Juni 2017 gelesen:

Gelesene Bücher: 6
Gelesene Seiten: 2.704
Gelesene Seiten/Tag: 90,1
Durchschnittliche Seiten/Buch: 450,6
Durchschnittliche Wertung: 3,67
Seitenstärkstes Buch: Ariel Lawhon - Flug der Träume (512 Seiten)
Seitenärmstes Buch: Andreas Franz - Tod eines Lehrers (400 Seiten)

Michael Tsokos - Zersetzt (Fred Abel #2) (★★★★☆):
Auch vom 2. Fall für Fred Abel war ich nicht enttäuscht, da die drei Fälle, mit denen er es hier zu tun bekommt, unterschiedlicher nicht sein könnten. Waterboarding, Leichen, die in Kalk aufgelöst wurden und ein Sexualpsychopath, der mir am meisten Angst einjagte, sind hier vertreten. Allerdings hat mir Abels Ausflug nach Transnistrien nicht so gut gefallen, denn hier wird er teils zum Übermensch ohne Fehl und Tadel. Trotzdem ein guter 2. Band, der zwar zeitlich vor dem 1. Teil spielt, was ich aber nicht als störend empfunden habe.

Nele Neuhaus - Böser Wolf (Bodenstein & Kirchhoff #6) (★★★★★):
Mit dem 6. Fall für die Hofheimer Ermittler konnte mich Nele Neuhaus wieder vollends überzeugen. Man bekommt es mit zahlreichen Charakteren zu tun, die allesamt mit dem neuen Fall in irgendeiner Form und Weise in Verbindung stehen und auch eine ältere Ungereimtheit wird aufgeklärt.
Das Thema allerdings ist brisant und wird für viele Leser nichts sein, denn es geht um Kindesmissbrauch, der in großem Umfang betrieben wird und sich durch alle Gesellschaftsschichten zieht. Im Nachwort erklärt Nele Neuhaus, dass sie für ihre Recherchen u.a. das Buch "Vater unser in der Hölle" von Ulla Fröhling gelesen hat, welches ich auch empfehlen kann, wenn man sich näher mit dem Thema Persönlichkeitsspaltung befassen möchte. Allerdings ist das Buch aufgrund seiner sehr traumatischen Erlebnisse, die das Opfer erleiden musste, nichts für zartbesaitete Leser.

Ariel Lawhon - Flug der Träume (★★★★☆):
Die Autorin Ariel Lawhon schildert in "Flug der Träume" den letzten Flug des Zeppelin "Hindenburg" im Mai 1937, der in Lakehurst/New Jersey in Flammen aufging, zahlreiche Tote und Verletzte hinterließ und dessen Ursache bis heute nicht restlos aufgeklärt wurde. Alle vorkommenden Charaktere sind historisch belegt, sie gehörten zu den Passagieren und der Crew. Allein die Handlung ist fiktiv und erzählt, wie es an Bord zugegangen sein könnte. Diese wird dann auch zusehends spannender, denn es wird nicht nur vom alltäglichen Bordleben berichtet, die Autorin wartet auch mit Intrigen auf, die sich zwischen den agierenden Personen spinnen und gibt ebenso Einblick über ein wenig technische Details des Luftschiffes.
Wer sich über das Thema noch weiter informieren möchte, dem sei der englischsprachige Blog von Patrick Russell, Faces of the Hindenburg, empfohlen, auf dem er minutiös und reich bebildert die Schicksale der einzelnen Passagiere und Crew-Mitglieder aufzeichnet.

Veit Etzold - Final Cut (Clara Vidalis #1) (★★★★☆):
Mit dem 1. Teil der Clara-Vidalis-Reihe hat Veit Etzold nicht nur einen sehr blutigen, sondern auch gesellschaftskritischen Thriller erdacht. Die Themen reichen von unverhüllter Selbstdarstellung auf Social-Media-Plattformen bis hin zu erniedrigenden Castingshows. Die Taten des Killers sind keine leichte Kost, denn hier geht Veit Etzold sehr ins Detail und hat sich einige ekelhafte Szenen ausgedacht, die nichts für zartbesaitete Leser sind. Einzig das Finale hat mir nicht so gut gefallen, denn, ohne spoilern zu wollen, entspricht dies einem Klischee, das man hätte besser lösen können. Trotzdem hat Veit Etzold nach den zwei Büchern, die ich nun von ihm gelesen habe, einen Fan mehr, und die Reihe werde ich definitiv weiterverfolgen.

Andreas Franz - Tod eines Lehrers (Peter Brandt #1) (★★★☆☆):
Leider sind Motiv und teilweise auch Täter im 1. Band der Peter-Brandt-Reihe schnell ausgemacht, sodass die Spannung doch sehr auf der Strecke bleibt. Auch der Ermittler war nicht unbedingt sympathisch, in manchen Szenen kommt er sehr brüsk und teilweise auch von seiner Art her recht primitiv daher. Trotzdem ist das Grundthema durchaus brisant, und ich wollte wissen, wie es letztendlich ausgeht. Mal sehen, ob Teil 2 demnächst mehr zu bieten hat!

Jo Nesbø - Der Fledermausmann (Harry Hole #1) (★★☆☆☆):
Vor einigen Jahren bin ich in die Reihe quer eingestiegen und war richtig begeistert. Der Vollständigkeit halber wollte ich das Ganze jetzt mal von vorne aufrollen, doch leider konnte mich Band 1 überhaupt nicht von sich überzeugen. Ich empfand pure Langeweile bis auf einige Abschnitte und wüsste ich es definitiv nicht besser, würde ich die Reihe auf keinen Fall weiterlesen. Darum freue ich mich auf die zukünftigen Bände, weil sie einfach nicht schlechter als dieser sein können!

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