Lesemonat März 2017

4.4.17

Tschüss März! Trotz Blogpause habe ich mich entschlossen, wenigstens kontinuierlich den Lesemonat und ein paar Worte zu den gelesenen Büchern zu posten. Ein bisschen Statistik muss nun mal sein :)

Folgende Bücher wurden von mir im März 2017 gelesen:

Gelesene Bücher: 10
Gelesene Seiten: 4.012
Gelesene Seiten/Tag: 129,4
Durchschnittliche Seiten/Buch: 401,2
Durchschnittliche Wertung: 4,2
Seitenstärkstes Buch: Stephen King - Shining (624 Seiten)
Seitenärmstes Buch: Tibor Rode - The Message (209 Seiten)

  1. Chris Carter - Der Kruzifix-Killer (★★★★★)
  2. Tibor Rode - The Message (★★☆☆☆)
  3. Max Rhode - Die Blutschule (★★★★☆)
  4. Sebastian Fitzek - Das Joshua-Profil (★★★★☆)
  5. Michael Tsokos - Zerschunden (★★★★★)
  6. Terry Pratchett - Alles Sense (★★★★★)
  7. Kathrin Lange - Ohne Ausweg (★★★★☆)
  8. Stephen King - Shining (★★★★★)
  9. Sebastian Fitzek - Das Paket (★★★★★)
  10. Amy Ewing - Das Juwel. Die Gabe (★★★☆☆)

Kurz zu den Büchern:
Chris Carter - Der Kruzifix-Killer
(Robert Hunter #1)
Ich weiß mal wieder gar nicht, warum diese Reihe schon so lange gesubbt hat, aber egal...Chris Carter hat hier einen wirklich zur Sache gehenden Thriller geschrieben, der nichts für schwache Nerven und Mägen ist, denn die Morde und die davor begangenen Misshandlungen werden sehr detailreich geschildert.
Das Detective-Gespann Hunter und Garcia war mir durchweg sympathisch, auch wenn sie manchmal ein wenig derb und machohaft daherkommen. Und auch der Kriminalfall war spannend mit einem Täter, der skrupellos und kalt vorgeht und den ich nicht unbedingt auf dem Schirm hatte.
Die Folgebände werden definitiv gelesen!

Tibor Rode - The Message:
Diesen kurzen Thriller habe ich gestern noch zu Dreiviertel gelesen. Das ging so schnell, da der komplette Roman in Messenger-Nachrichten (vergleichbar mit WhatsApp) verfasst ist.
Allerdings entwickeln die mitwirkenden Charaktere dadurch keine Tiefe, man erfährt nichts von ihrem Hintergrund, was wohl aber auch nicht beabsichtigt wurde.
Auch der eigentliche Aspekt, auf den die Geschichte letztendlich hinausläuft, konnte mich nicht packen oder begeistern. Für mich war das Buch leider nichts. Es gibt 2 Sterne fürs Nicht-Abbrechen und den wie ich finde ansprechenden Aufbau in Form von Textnachrichten.

Max Rhode - Die Blutschule:
Mittlerweile weiß ja jeder, was der Zweck dieses Buches sein sollte. Da ich keine großen Erwartungen hatte und es eher als begleitende Schrift für "Das Joshua-Profil" ansehe, hat es mir gut gefallen.
Spannende Horrorelemente, die zum Teil sehr überspitzt waren und mich an Richard Laymons Werke erinnerten.
Jetzt bin ich natürlich auf das Hauptwerk gespannt!

Sebastian Fitzek - Das Joshua-Profil:
"Das Joshua-Profil" konnte mich gut unterhalten, von dem Thema Predictive Policing, das hier ganz erschreckend dargestellt wird, wird man sicherlich zukünftig noch viel hören. Es mag in manchen Fällen sicher hilfreich sein, aber kann sich, wie hier dargestellt, natürlich auch ins deutlich Negative wandeln. Das hat Sebastian Fitzek anschaulich und nachvollziehbar dargestellt, auch wenn mir die Action am Ende dann doch etwas zu überzogen war. Trotzdem ein Thema, bei dem es einen durchaus gruseln kann und das auch zum Nachdenken anregt.

Michael Tsokos - Zerschunden:
(Fred Abel #1)
Mal wieder ein Fall von "Warum lag das so lange auf meinem SuB?". Michael Tsokos kennt man als Rechtsmediziner und auch Co-Autor von "Abgeschnitten" (zusammen mit Sebastian Fitzek). Da bereits der 3. Band in der Reihe um Fred Abel erschienen ist, habe ich endlich mal Teil 1 gelesen und bin begeistert.
Zwar geht es in der Handlung sehr blutig zu, Details werden nicht ausgespart, aber wiederum auch sehr authentisch. Der Täter ist von soviel Hass zerfressen, dass es einem angst und bange beim Lesen wird, wieviel Brutalität und Gefühlskälte sich in dieser Person vereinen.
Allerdings ist der am Ende stehende Cliffhanger auch sehr brutal, da man hier völlig im Unklaren gelassen wird, und dies wohl im 2. Band "Zersetzt" (der zeitlich vor "Zerschunden" spielt) auch noch nicht aufgelöst wird. Daher heißt es für mich, bei der Reihe weiter am Ball zu bleiben!

Terry Pratchett - Alles Sense:
(Discworld #11)
Der 11. Band der Scheibenwelt-Reihe ist zugleich auch der 2. Band, in dem Tod die Hauptrolle spielt. Dieser wird in Rente geschickt, da die Revisoren mit seiner Arbeit nicht mehr zufrieden sind und somit wird er ein Sterblicher. Da er immer noch aehr gut mit der Sense umgehen kann, nimmt er einen Aushilfsjob auf der Farm von Renata Flinkwert an.
Doch sein Nachfolger kommt mit der Arbeit nicht hinterher und in Ankh-Morpork stapeln sich nun die Untoten. Unter ihnen auch Windle Poons, ein alter Zauberer. Was es mit den dann noch plötzlich in Massen auftauchenden Schneekugeln und Einkaufswagen auf sich hat, muss man natürlich selbst nachlesen.
Ich war wieder sehr begeistert von diesem Band, da Tod zu meinen Lieblingscharakteren gehört. Wunderbar skurrile Ideen und Charaktere treten hier auf, die das Lesen der Geschichte zu einem reinen Spaß machen. Unbedingter Lesetipp für Fans der witzigen Fantasy!

Kathrin Lange - Ohne Ausweg:
(Faris Iskander #3)
Der nunmehr 3. Teil der Faris-Iskander-Reihe konnte wieder gut unterhalten. Leider war er mir etwas zu actionlastig, aber das ist ja Geschmackssache. Einige Fragen aus dem 2. Teil, "Gotteslüge", wurden geklärt, aber es deutet sich an, dass hier noch nicht das Ende vorliegt.
Faris Iskander als Protagonist geht wie gewohnt seinen eigenen Weg, der zwar nicht immer nachvollziehbar ist, ihn aber zum gewünschten Ziel bringt. Spannend ist es auf jeden Fall zu lesen, zumal ein leider aktuelles Thema von Kathrin Lange authentisch und wie ich finde gut recherchiert angesprochen wird.
Ich hoffe auf einen 4. Teil und bleibe gespannt!

Stephen King - Shining:
(The Shining #1)
Bisher kannte ich nur den auf dem Buch basierenden Film mit dem grandiosen Jack Nicholson in der Hauptrolle, der meiner Meinung nach mit seinem sardonischen Grinsen wie gemacht für die Rolle des Jack Torrance war (die Besetzung der Wendy durch Shelley Duvall fand ich einfach nur albern).
Aber wie es oft so ist, ist das Buch doch um Längen besser und vor allem ausführlicher! Doch es gibt natürlich auch Differenzen zum Film: z.B. die Heckentiere, die im Film durch ein Sträucherlabyrinth ersetzt wurden, können einem schon eine gehörige Gänsehaut bereiten.
Was mir auch gut gefallen hat, ist, dass der Aspekt, wie böse ein Gebäude, hier das Overlook Hotel, sein kann, richtig schön herausgearbeitet wurde.
Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch vom Meister, auch und besonders, wenn man den Film schon kennt. Denn hier wird noch viel mehr auf die Familie Torrance eingegangen, was ihre Vergangenheit betrifft. Und Wendy wird hier nicht so albern dargestellt wie im Film.

Sebastian Fitzek - Das Paket:
Mit "Das Paket" kehrt Sebastian Fitzek meiner Meinung nach wieder zu seinen Wurzeln zurück, es erinnerte mich sehr stark an sein Debüt "Die Therapie", denn auch hier weiß der Leser lange Zeit nicht, was nun real oder nur Fantasie ist.
Kurze Kapitel laden zum Immer-Weiterlesen ein, zumal diese auch oftmals mit einem Mini-Cliffhanger ausgestattet sind. Ebenso gibt es zahlreiche Wendungen, die die bis dahin erstellte Theorie, wie es nun ausgehen könnte, immer wieder über den Haufen wirft. Emma ist ein unzuverlässiger Charakter, der man Opfer- aber im Verlauf auch Täterrolle zutraut. Auf jeden Fall war ich sehr begeistert, mal wieder einen Fitzek alter Manier zu lesen (wobei ich bisher all seine Bücher mochte) und kann hier nur eine Leseempfehlung aussprechen.

Amy Ewing - Das Juwel. Die Gabe:
(The Lone City #1)
Der Auftaktband zu dieser Trilogie war für mich eher durchwachsen. Zwar ist der Weltenentwurf sehr interessant angelegt, nur empfand ich ihn als eher oberflächlich und zu kurz behandelt. Mich hätte da sehr interessiert, wie es zu dieser Welt, in der das Juwel den zentralen Mittelpunkt bildet, gekommen ist. Dies wird hier leider (noch?) nicht beantwortet.
Außerdem waren mir die Beschreibungen, wie Violet für jeden Empfang zurechtgemacht wird (welches Kleid, welche Frisur, welchen Schmuck sie trägt) zuviel des Guten und auch die Liebesgeschichte hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Aber ohne die geht es wohl momentan in Jugendbüchern und -dystopien nicht.
Trotzdem hat mich der Cliffhanger am Ende noch neugierig gemacht und ich werde die Reihe weiterlesen. Für nette Unterhaltung zwischendurch ist sie auf jeden Fall geeignet.

Absolutes Monatshighlight:

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