Ursula Poznanski - Stimmen

23.3.15

Titel: Stimmen
Autorin: Ursula Poznanski
Reihe: Beatrice Kaspary #3
Genre: Thriller
Verlag: Rowohlt E-Book (06.03.2015)
ISBN: 978-3-644-21311-1 (eBook)
ASIN: B00OPFCTVO (Kindle Edition)
Preis: 9,99 €
Papierformat: Taschenbuch für 9,99 €
Bezugsquelle: Kauf
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Er hatte die Zeichen gesehen. Er sah sie seit Jahren schon, und hatte immer wieder versucht, die Menschen zu warnen, doch nie wollte jemand ihm glauben.
Sie hatten ein Opfer dargebracht.
Auf keinen Fall durften sie ihn hören.
Sie wissen, wer du bist.
Menschen, die wirr vor sich hinmurmeln. Die sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum gefunden wird, muss die Ermittlerin Beatrice Kaspary versuchen, Informationen aus den Patienten herauszulocken. Aus traumatisierten Seelen, die in ihrer eigenen Welt leben. Und nach eigenen Regeln spielen... *Quelle*

Zur Autorin:
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren. Sie war als Journalistin für medizinische Zeitschriften tätig. Nach dem fulminanten Erfolg ihrer Jugendbücher Erebos, Saeculum und der Eleria-Trilogie Die Verratenen, Die Verschworenen und Die Vernichteten landete sie bereits mit ihrem ersten Thriller Fünf auf den Bestsellerlisten. Bei Wunderlich folgten Blinde Vögel und Stimmen. Inzwischen widmet sich Ursula Poznanski ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Meinung:
In der Psychiatrieabteilung des Klinikums Salzburg-Nord wird der junge Arzt Dr. Max Schlager ermordet aufgefunden. Auf seinem Körper wurden mehrere Gegenstände arrangiert, auf die man sich noch keinen Reim machen kann. Die Ermittlungen führen Beatrice Kaspary und ihr Kollege Florin Wenninger, doch dies soll nicht der einzige Todesfall in der Klinik bleiben.

Für Beatrice und Florin wird dieser Fall recht kompliziert, da sie es mit traumatisierten Menschen zu tun bekommen: Walter Trimmel hört merkwürdige Stimmen, die ihm Befehle geben, Maja Brem leidet am Borderline-Syndrom und Jasmin Matheis wurde jahrelang in einem Kellerverließ vom eigenen Vater gefangen gehalten und spricht kein Wort. Aber auch Beatrices Privatleben kommt wieder nicht zu kurz: Sie muss sich immer noch mit ihrem Ex-Mann Achim herumschlagen, der ihr das Sorgerecht für die beiden Kinder Mina und Jakob entziehen will. Aber Beatrice findet in ihrem Kollegen Florin mehr als eine Stütze, die ihr beruflich wie privat weiterhilft.

Mit Stimmen legt Ursula Poznanski nun den bereits 3. Fall für die Kriminalbeamten Beatrice Kaspary und Florin Wenninger vor. Band 1 und 2, in denen es um die Themen Geocaching und Soziale Netzwerke ging, folgt nun das Thema psychisch kranke Menschen, das ich ungemein spannend finde.

Beatrice Kaspary bleibt weiterhin eine sympathische Hauptfigur, die ihr Leben als Kriminalbeamtin und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen versucht. Ihr Ex-Mann Achim legt ihr immer noch Steine in den Weg und versucht das Sorgerecht für Mina und Jakob zu bekommen. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist ihre Beziehung zu Kollege Florin Wenninger. Dass sich zwischen den beiden etwas anbahnt, war bereits im letzten Band klar, doch mir ist Florin einfach zu glatt. Er trägt Bea auf Händen, steht stets für sie ein und würde sie am liebsten in Watte packen. Das macht ihn für meine Begriffe unheimlich langweilig und zu gut für diese Welt.

Der Fall selbst kann durchaus Spannung erzeugen, doch für einen Thriller, wie es das Cover verspricht, fehlte mir hier etwas mehr davon. Außerdem handelt Beatrice diesmal zu impulsiv, sodass sie am Ende ein wenig in die Bredouille gerät, was einer Kriminalbeamtin meines Erachtens nicht passieren dürfte. Ebenso lässt sie sich zu sehr in den Fall ein, vor allem was die Patientin Jasmin Matheis angeht, hier verschwimmen berufliche und private Interessen.

Trotzdem bleibt Stimmen ein durchweg unterhaltsamer Roman, der mit einem Täter aufwartet, den ich nicht unbedingt auf der Liste hatte. Das Motiv ist ein klein wenig fadenscheinig, doch das tut der Unterhaltung keineswegs Abbruch. Mich konnte Stimmen bis zum Ende dank Ursula Poznanskis angenehmem Schreibstil und der kurz gehaltenen Kapitel gut unterhalten und ich werde sicherlich auch beim 4. Band wieder mit von der Partie sein.

Fazit:
Stimmen konnte mich nicht ganz so sehr begeistern wie seine beiden Vorgänger Fünf und Blinde Vögel, doch das interessante Setting in der psychiatrischen Klinik und die ebenso interessanten Charaktere können durchweg unterhalten. Für einen Thriller allerdings fehlten mir hier mehr Spannungsmomente.

Wertung: ★★★★☆

Reihenfolge:
1. Fünf
2. Blinde Vögel
3. Stimmen

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