Lesemonat Juni 2014

17.6.14


Gelesene Bücher: 11
Gelesene Seiten: 4.128


Buchhighlight des Monats:
Beatrix Gurian - Stigmata. Nichts bleibt verborgen


Mein Fazit:
Ein Jugendthriller voller Spannung und Geheimnisse, die weit in die Vergangenheit hineinreichen. Durchweg überzeugend!



5 Sterne:


Kurzfazit zu Brandon Sanderson - Steelheart:
Reihe: Reckoners #1
Grundidee: Böse Superhelden, die die Welt unterjochen und terrorisieren, statt sie zu retten – das ist doch mal was völlig Neues!
Charaktere: Hauptfigur ist der 18-jährige David Charleston, dessen Vater 10 Jahre zuvor von dem Superhelden Steelheart getötet wurde. David sammelt seitdem alles, was er über die sogenannten Epics finden kann und sinnt seit diesem Zeitpunkt auf Rache. Er schließt sich den Rächern an, einer Gruppe, die im Untergrund gegen die Epics kämpft. Doch Steelheart scheint immer einen Schritt voraus und unbesiegbar zu sein. Die Rächer werden neue Freunde für David. Cody, Megan, Tia, Abraham und der Prof sind allesamt interessante Charaktere mit jeweiligen Eigenheiten und können durchweg überzeugen.
Handlungsschauplatz: Newcago in den Zerbrochenen Staaten (das frühere Chicago).
Handlung: Die Handlung gestaltet sich von Beginn an spannend, denn schon am Anfang wird man Zeuge, wie Davids Vater vom Superhelden Steelheart, den viele anfangs als Heilsbringer betrachten, kaltblütig ermordet wird. Durch geschickte Wendungen innerhalb der Handlung ist allerdings nicht alles, wie es zu sein scheint. Trotzdem sind die meisten Superhelden böse und grausam und es scheint keine Rettung für die Menschen zu geben. Action wird in diesem Roman ganz groß geschrieben, es vergeht kaum eine Seite, in der es nicht spannend zugeht.
Ende & Auflösung: Das Ende könnte man als in sich abgeschlossen betrachten, doch ist genug Raum für eine Fortsetzung. Da es sich um eine Trilogie handelt, kann man gespannt sein, was sich Brandon Sanderson für seine Romanhelden noch einfallen lassen wird.

Kurzfazit zu Beatrix Gurian - Stigmata. Nichts bleibt verborgen:
Grundidee: Die 18-jährige Emma sucht die Mörder ihrer Mutter – eine spannende Schnitzeljagd vom Feinsten!
Charaktere: Hauptfigur ist die 18-jährige Emma Bergmann. Als Nebenfiguren agieren Dr. Becker, Sebastian, Nicoletta, Tom, Philipp, Sophia und Emmas Mutter Agnes.
Handlungsschauplatz: Ein Schloss in Bayern, wo sich das Jugendcamp befindet.
Handlung: Emmas Mutter starb bei einem tragischen Autounfall, dessen Ursache unklar ist. Emma kapselt sich in ihren eigenen vier Wänden ab, doch schon bald erreicht sie ein ominöses Päckchen mit einem Fotoalbum darin. Eine Nachricht fordert sie dazu auf, sich in einem Jugendcamp anzumelden, wo sie die Mörder ihrer Mutter finden wird. Dort angekommen, trifft sie auf die weiteren Teilnehmer Sophia, Philipp und Tom und auf die Ausrichter des Camps, Dr. Becker, Nicoletta und Sebastian. Jeder von ihnen scheint Geheimnisse zu haben und Emma erhält im Schloss Hinweise auf ihre Mutter, die scheinbar eine Vergangenheit mit diesem Ort zu haben scheint. Ihre Suche nach Antworten bringt Emma immer mehr in Gefahr.
Ende & Auflösung: Das Ende kann durchaus überraschen und löst sich zufriedenstellend. Mich konnte die Geschichte um Emma und Agnes durchwegs überzeugen, es herrscht Spannung von Anfang an und auch ein gewisser Nervenkitzel stellt sich ein, sobald Emma das Schloss/Jugendcamp erreicht. Seltsame Vorfälle tun ihr übriges und auch die wechselnden Perspektiven aus Emmas Sicht und die eingestreuten Erlebnisse ihrer Mutter in der Vergangenheit halten das Interesse bis zum Ende hin auf hoher Stufe. Ich kann Stigmata. Nichts bleibt verborgen uneingeschränkt an Fans des Jugendthriller-Genres empfehlen.


4 Sterne:


Kurzfazit zu John Niven - Das Gebot der Rache:
Grundidee: Ein Thriller, der sich mit einem erbarmungslosen Rachefeldzug beschäftigt und dessen Täter vor nichts zurückschreckt. Brutal und blutig, nicht für schwache Nerven geeignet!
Charaktere: Protagonist Donald Miller ist glücklich mit der wohlhabenden Sammy verheiratet und hat einen 8-jährigen Sohn namens Walt. Sein Leben verläuft in geregelten Bahnen, bis er eines Tages seinen Hund Herby tot auffindet, der regelrecht abgeschlachtet wurde. Seitdem wird für Donald nie mehr alles so sein, wie es war. Er wird zum Opfer eines grausamen Rachefeldzugs, die stark mit seiner Vergangenheit verbunden ist.
Handlungsschauplatz: Coldwater/Florida in der Gegenwart, aber zumeist Saskatchewan/Kanada vor zwei Jahren und auch Schottland gut 30 Jahre zuvor.
Handlung: Gleich zu Beginn wird es schon spannend, denn Donald findet seinen Hund Herby tot auf. Er wurde regelrecht ausgeweidet und es kommt eine bedrohliche Atmosphäre auf. Leider wird diese dann aber durch eine kleine Durststrecke zunichte gemacht, da John Niven erst einmal den Alltag von Donald und seiner kleinen Familie ausführlich schildert. Doch als seine Frau Sammy verschwindet, nimmt die Spannung rasant an Fahrt auf und bleibt bis zum Schluss erhalten und kann sich sogar noch steigern.
Ende & Auflösung: Dass es sich bei dem Motiv und dem Täter um einen Rachefeldzug aus Donalds frühen Jahren in Schottland handelt, ist dem geübten Thriller-Leser schnell bewusst, denn es werden bereits von frühem Beginn des Romans an Rückblenden in Donalds Kindheit eingestreut. Die Tragweite der Geschehnisse allerdings werden erst nach und nach enthüllt, und man kann sogar etwas Mitleid mit dem Täter empfinden, nachdem man die ganze Geschichte kennt. „Das Gebot der Rache“ ist ein lesenswerter Thriller, der allerdings nicht an Brutalität und Blut spart, daher kann ich ihn für Leser mit schwachem Magen nur beschränkt weiterempfehlen. Mich konnte die Geschichte trotz der anfänglichen kleinen Durststrecke, die sich etwas in die Länge zog, begeistern.

Kurzfazit zu Richard Laymon - Das Inferno:
Grundidee: Ein Erdbeben erschüttert Los Angeles und Richard Laymon erzählt die Geschichte verschiedener Personen, die sich durch Chaos und Wahnsinn nach diesem verheerenden Unglück kämpfen.
Charaktere: Wer Richard Laymon kennt, weiß, dass seine Charaktere nicht unbedingt durch Tiefe und Intelligenz glänzen. Die Hauptpersonen in Das Inferno bestehen aus der Familie Banner. Sheila Banner wurde während des Erdbebens in ihrer Badewanne eingeklemmt und kann sich alleine nicht befreien. Sie bekommt es mit Stanley, ihrem psychopathischen Nachbarn zu tun. Ihr Mann, Clint, versucht zusammen mit Mary und Em, die er unterwegs kennenlernt, nach Hause zu gelangen. Außerdem ist da noch Barbara, die Tochter der beiden, die gerade eine Fahrstunde hatte und sich zusammen mit ihren Mitschülern Heather, Earl und Pete auf den weiten und gefährlichen Weg nach Hause macht.
Handlungsschauplatz: Los Angeles in der Gegenwart.
Handlung: Die Handlung ist absolut nichts für schwache Nerven (aber das ist wohl kein Buch von Richard Laymon)! Nach der Katastrophe verwandeln sich die Menschen in mordende und plündernde Kreaturen, die auch vor Kannibalismus und perversen Spielchen nicht zurückschrecken.
Ende & Auflösung: Ein zufriedenstellendes Ende, das zur Geschichte passt, erwartet den Leser nach über 600 Seiten. Für eingefleischte Richard Laymon-Fans sicherlich ein Must-read. Mich konnte das Buch gut unterhalten. Wer Richard Laymon noch nicht kennt und diesen Autor mal ausprobieren möchte, dem sei gesagt, dass sich hinter seinen Büchern natürlich keine hochtrabende Literatur verbirgt und man nicht zuviel über die Handlungsweisen der Charaktere nachdenken sollte, da diese nicht immer nachvollziehbar und meist gnadenlos überzogen skurril dargestellt werden. Auch sollte einem bewusst sein, dass es meist nicht ohne irgendwelche perverse sexuelle Praktiken vonstatten geht.

Kurzfazit zu Rick Yancey - Die 5. Welle:
Reihe: The 5th Wave #1
Grundidee: Aliens, die die gesamte Menschheit ausrotten wollen – klingt spannend und ist es auch!
Charaktere: Die 16-jährige Cassie Sullivan ist eine der letzten Menschen auf der Welt, nachdem sie ihre Eltern und ihren kleinen Bruder Sammy verloren hat. Ihr Überlebenswille ist stark ausgeprägt. Als sie auf Evan Walker trifft, begegnet sie ihm erst misstrauisch, doch schon bald lässt sie ihn näher an sich heran, als ihr vielleicht gut tut. Ben Parish wird als Soldat ausgebildet, um die „Anderen“ auszulöschen. Von ihm handelt der 2. Erzählstrang des Buches.
Handlungsschauplatz: USA in der nahen Zukunft (genaueres wird nicht deutlich).
Handlung: Science-Fiction meets Postapokalypse, so könnte man die Welt, in der Cassie nun lebt, beschreiben. Da einige Perspektivwechsel während der Kapitel stattfinden und diese nicht mit dem Namen desjenigen ausgestattet sind, aus dessen Sicht gerade berichtet wird, wurde beim Lesen nicht gleich klar, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Dies hat mich etwas gestört. Der Mittelteil, in dem Cassie auf Evan trifft und er sich um sie kümmert, konnte mich leider auch nicht so recht begeistern, da dies etwas ins Seichte abdriftet und Cassie (natürlich) bald schon mehr für ihn empfindet, als ihr gut tut. Die Perspektive aus der Sicht von Ben Parish konnte mich am meisten begeistern, denn hier strotzt die Handlung nur so von Actionszenen, die auf jeden Fall mitreißen können.
Ende & Auflösung: Ein stimmiges Ende, das auch für sich allein stehen könnte. Trotzdem möchte ich gerne wissen, wie es mit Cassie & Co. weitergeht und werde die Reihe definitiv im Auge behalten. Allerdings hätte man meiner Meinung nach auf die Liebesgeschichte durchaus verzichten können.

Kurzfazit zu Deborah Abela - Grimsdon. Die Stadt der verlorenen Kinder:
Grundidee: Die Grundidee ist spannend - Kinder, die durch eine Jahrhundertflut bedingt, allein in einer überfluteten Stadt leben und sich ohne Eltern zurechtfinden müssen.
Charaktere: Bei den Charakteren handelt es sich fast durchweg um Sympathieträger. Die Kinderclique bestehend aus Griffin, Isabella, Raffy, Bea und der stummen Lili lebt seit einigen Jahren allein in der überfluteten Stadt Grimsdon. Verstärkt werden sie durch Quentin, der eines Tages mit einem fliegenden Fahrrad vor ihrer Tür steht und sich ihnen anschließen möchte. Merkwürdige Piraten und ein etwas vergesslicher Wissenschaftler runden die abwechslungsreichen Charaktere der Handlung ab.
Handlungsschauplatz: Das überflutete Grimsdon in der Gegenwart.
Handlung: Die Stadt Grimsdon wurde nach einer verheerenden Flutkatastrophe vor 3 Jahren überflutet, von den Häusern sind nur noch hochgelegene Stockwerke und Dächer sichtbar. Dort lebt die Kinderclique rund um Griffin und Isabella ganz auf sich allein gestellt, da sie entweder von ihren Eltern getrennt wurden oder diese die Flut nicht überlebt haben. Sie bekommen es nicht nur mit sogenannten Schleicher-Wellen zu tun, sondern auch mit Kapitän Sneddon und seinen Piraten und merkwürdigen, gefährlichen Wasserbewohnern.
Ende & Auflösung: Das Ende des Romans kann man in sich abgeschlossen ansehen, wobei hier aber durchaus noch Platz für eine weitere Geschichte um Isabella & Co. wäre. Die Story punktet vor allem durch ihren Genre-Mix, denn hier ist für jeden jugendlichen und junggebliebenen Leser etwas dabei: Abenteuer, Spannung, Dystopie, Fantasy bis hin zu Science-Fiction - Grimsdon. Die Stadt der verlorenen Kinder bietet definitiv alles, was ein junges Leserherz begehrt und ist damit perfekt für die angepeilte Zielgruppe zugeschnitten.

Kurzfazit zu Danielle Paige - No Place like Oz:
Reihe: Dorothy Must Die #0.5
Grundidee: Eine Neuadaption von The Wizard of Oz, in der Dorothy Gale, die sympathische Heldin, ihre uns unbekannte dunkle Seite zu zeigen beginnt.
Charaktere: Die Charaktere sind weitestgehend bekannt: Die 16-jährige Dorothy Gale, die einst von einem Tornado nach Oz katapultiert wurde, ist die Hauptfigur in dieser Novelle. Nebenfiguren sind alte Bekannte wie ihre Tante Em, Onkel Henry, Hund Toto, die Vogelscheuche, der Blechmann und der Löwe. Als neue Figur tritt Prinzessin Ozma auf.
Handlungsschauplatz: Das zauberhafte Oz zehn Jahre nach Dorothys erstem Besuch.
Handlung: 2 Jahre sind vergangen, seit Dorothy wieder zurück von Oz ist. In Kansas wurde sie nach ihrer Rückkehr als kleine Berühmtheit gefeiert, womit nun aber auch langsam Schluss ist. Dorothy ist mittlerweile 16 Jahre alt und ihr fehlt die Aufmerksamkeit, die sie in Oz auf sich zog, nachdem sie die dortigen Bewohner von der bösen Hexe des Westens befreit hat. Sie möchte unbedingt wieder nach Oz zurückkehren und dieser Wunsch wird ihr in Form von roten Schuhen gewährt, die sie von der guten Fee Glinda an ihrem Geburtstag geschenkt bekommt. Zusammen mit ihrer Tante Em, Onkel Henry und Hund Toto kehrt sie nach Oz zurück und muss feststellen, dass sich dort einiges verändert hat. Prinzessin Ozma regiert nun im Zauberland und diese scheint auf den ersten Blick nichts Gutes im Schilde zu führen. Doch sollte man nicht alles glauben, was man auf den ersten Blick liest!
Ende & Auflösung: Diese Novelle bietet einen perfekten Einstieg in die neue Dorothy Must Die-Trilogie von Danielle Paige. Hier erfährt man, wie es Dorothy nach ihrer Rückkehr aus Oz ergeht, wie unwohl sie sich in Kansas fühlt und wie sehr sie sich wünscht, wieder zurück ins Zauberland zu kommen. Kaum dort angelangt, wird man Zeuge, wie sich Dorothy nach und nach ins Negative verändert und zu einer despotischen jungen Dame wird. Das Ende macht dem Leser den 1. Band der Reihe, Dorothy Must Die, sehr schmackhaft, da man gespannt ist, wie es mit Dorothy weitergehen wird. Mich konnte diese Neuinterpretation überzeugen, daher werde ich bald mit dem 1. Teil der Trilogie starten, worauf ich mich schon sehr freue.

Kurzfazit zu Stephanie Carle - Für Samantha:
Grundidee: Ein psychopathischer Ehemann bestraft seine Frau auf übelste Art und Weise, sobald sie einschläft.
Charaktere: Alle Charaktere sind gut gezeichnet, keiner wird hier sträflich vernachlässigt. Samantha Carrington ist die Hauptperson, die von ihrem Ehemann gleich nach der Hochzeichtsnacht in einen Safe-Room gesperrt wird. Sobald sie einschläft, bestraft er sie aufs Härteste. Ihr gelingt zwar die Flucht, aber nicht für lange. Leichen pflastern den Weg ihres Mannes John Dexter, der bereits nach der Hochzeit sein wahres Gesicht zeigt. Die ermittelnden Beamten Marc Williams und Adrian Glover sind ein eingespieltes Team, das sich oftmals wie ein altes Ehepaar zankt, was sie beide sehr sympathisch macht.
Handlungsschauplatz: Shreveport/Louisiana.
Handlung: Samantha wird schon nach der Hochzeitszeremonie mit der dunklen Seite ihres Ehemannes John Dexter konfrontiert. Er sperrt sie noch am selben Tag in einen abgeschotteten Raum und verlangt von ihr, zu keiner Zeit mehr zu schlafen sonst drohen ihr Konsequenzen. Natürlich schläft Samantha irgendwann ein und John geht mit äußerster Brutalität gegen sie vor. Zwar kann Samantha nach einiger Zeit fliehen, doch ihre Vergangenheit holt sie nach und nach wieder ein.
Ende & Auflösung: Das Ende läuft auf einen thrillermäßigen Showdown hinaus, nur leider war es mir etwas zu schnell und abrupt abgehandelt.

Kurzfazit zu Robison Wells - Du kannst keinem trauen:
Reihe: Variant #1
Grundidee: Eine Schule im Niemandsland ohne Lehrer, wo die Schüler eine Art Gefangenendasein fristen und sich in Gruppen organisieren, die Rivalen sind.
Charaktere: Hauptfigur ist der 18-jährige Benson Fisher, der ein Stipendium für die Maxfield Academy erhält. Bisher hatte er nur Pech im Leben und wurde von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht. Daher sieht er in der neuen Schule einen Neuanfang für sein Leben. Doch das wird nicht erfüllt. Als Nebenfiguren agieren z.B. Jane, mit der sich Benson recht schnell gut versteht, über die er aber bald etwas Schockierendes herausfindet. Ferner sind da noch Isaiah, der Anführer der Gruppe Society; Oakland, der Anführer der Havocs; Becky, die Benson die Regeln der Schule erklärt und einige mehr.
Handlungsschauplatz: Die Maxfield Academy irgendwo in den USA.
Handlung: Benson Fisher bekommt ein Stipendium an der Maxfield Academy, die abgelegen und umringt von Wäldern liegt. Erst freut sich Benson auf diese neue Chance, doch schon kurz nach seiner Ankunft wird er stutzig. Die Schule hat keine Lehrer, die Schüler unterrichten sich selbst und nehmen auch Tätigkeiten außerhalb des Unterrichts wahr, wie z.B. die Sicherheit des Geländes, Hausmeisterarbeiten und Kantinendienst. Außerdem sind sie in Gruppen organisiert, die die einzelnen Verträge für o.g. Tätigkeiten aushandeln. Benson schließt sich den Variants an, einer eher neutralen Gruppe. Außer diesen gibt es noch die Havocs, eine eher schlagkräftige und aggressive Gruppe und die Society, die völlig konform mit den Regeln der Schule geht und nichts infrage stellen. In Jane findet Benson eine Freundin, über die er aber bald etwas Entsetzliches herausfindet.
Ende & Auflösung: Der Wendepunkt der Geschichte, der eintritt, als Benson mehr über Jane herausfindet, konnte mich definitiv überraschen. Mit solch einem Verlauf hätte ich nicht gerechnet und auch das Ende ist äußerst fies, denn es schließt mit einem solchen Cliffhanger, dass man sofort weiterlesen möchte. Auf Brutalität wird im Buch nicht verzichtet und es wimmelt nur so von actionreichen Szenen, die den Leser konstant bei der Stange halten. Einzig die etwas detailreich geschilderten Paintball-Spielszenen haben mir nicht so gut gefallen, da ich mit diesem „Sport“ leider so gar nichts anfangen kann und mir diese Abschnitte ein wenig wie Füllmaterial vorkamen.

Kurzfazit zu Robison Wells - Feedback:
Reihe: Variant #2 (letzter Band der Dilogie)
Deutscher Titel: Ihr seid nicht allein (erscheint am 21.08.2014)
Grundidee: Nach Teil 1, Du kannst keinem trauen, immer noch spannend, denn nun wird das Geheimnis, was sich hinter der Maxfield Academy wirklich verbirgt, gelüftet.
Charaktere: Hauptfigur ist immer noch der 18-jährige Benson Fisher, der zusammen mit Becky aus der Maxfield Academy fliehen konnte. Er bleibt sympathisch und versucht weiterhin alles, die Schüler vor dem gefährlichen Iceman und Ms. Vaughn zu retten.
Handlungsschauplatz: Ein Dorf hinter den Mauern von der Maxfield Academy und auch diese am Schluss selbst, irgendwo in New Mexico.
Handlung: Benson und Becky konnten der Maxfield Academy entfliehen, nachdem sie herausgefunden haben, dass etliche Schüler eigentlich Roboter sind. Auf ihrer Flucht wurden sie von den Maschinenmenschen angegriffen und viele Schüler mussten sterben. Genau dort setzt die Handlung nun im Abschlussband ein. Benson gelangt in ein Dorf, in dem er auf Jane trifft. Die richtige Jane, nicht der Roboter! Becky ist schwer verletzt und muss umgehend behandelt werden. So beschließt Benson erst einmal in dem Dorf zu bleiben, in dem alle realen Schüler ihr Dasein fristen, die in der Maxfield Academy als Roboter eingesetzt werden. Alle haben ein Implantat im Gehirn, dass sie mit ihren Duplikaten emotionell verbindet und sie an der Flucht aus dem Dorf hindert. Benson steht nun vor der großen Aufgabe, die Schüler aus den Klauen der Academy zu befreien und dem eigentlichen Motiv der Academy auf den Grund zu gehen.
Ende & Auflösung: Feedback ist ein gelungener Abschluss der Variant-Dilogie, der vollgepackt mit Action ist, sodass man als Leser kaum zum Luftholen kommt. Trotzdem kommen einige Längen im Buch vor, als Benson und Becky sich in dem Dorf befinden, aber diese sind kaum der Rede wert. Im Ganzen ist die Dilogie auf jeden Fall eine lesens- und empfehlenswerte Science-Fiction-Jugendbuchreihe, die mich manchmal an den Film Futureworld mit Peter Fonda, Yul Brynner und Blythe Danner erinnert hat, da die Thematik ähnlich ist, auch wenn diese hier natürlich zielgruppen- und jugendgerecht aufbereitet wurde.


3 Sterne:


Kurzfazit zu Jack Ketchum - Lebendig:
Grundidee: Eine Frau, die auf dem Weg in eine Abtreibungsklinik ist, wird entführt und aufs heftigste gequält. Klingt vielversprechend, konnte aber leider nicht das halten, was es verspricht.
Charaktere: Sara Foster ist Anfang 40 und ungewollt schwanger von ihrem verheirateten Liebhaber Greg. Da Greg seine Familie nicht verlassen und Sara keine Kinder mehr möchte (ihr erster Sohn Daniel ist im Alter von 6 Jahren vor Saras Augen ertrunken), begibt sie sich in eine Abtreibungsklinik zum Schwangerschaftsabbruch. Auf dem Weg dorthin allerdings wird sie von dem Paar Stephen und Kath entführt, radikalen Abtreibungsgegnern, die für eine ominöse Organisation arbeiten. Leider bleiben alle Charaktere sehr blass und ich konnte noch nicht mal mit dem Opfer eine großartige Verbindung aufbauen, was schade ist.
Handlungsschauplatz: New York im Jahr 1998.
Handlung: Wer Jack Ketchum kennt, weiß, dass in seinen Büchern Gewalt eine große Rolle spielt – meist sinnlos und äußerst brutal bis pervers. Dies sollte dem Leser vor dieser Lektüre bewusst sein, denn auch in Lebendig geht es nicht gerade zimperlich zu. Doch leider wird die Geschichte in einer Art Zeitraffer erzählt, wobei es mir so vorkam, als ob sie nicht schnell genug enden könnte. Das kann Jack Ketchum defnitiv besser, wie er z.B. in Evil eindrucksvoll bewiesen hat. Viel Potenzial wurde hier leider verschenkt und Lebendig gleicht eher einer Kurzgeschichte für Zwischendurch (wie auch die beiden anderen folgenden sehr kurzen Geschichten Tapferes Mädchen und Rückkehr, die auch nur guter Durchschnitt waren).
Ende & Auflösung: Ein 08/15-Ende, wie man es schon oft gelesen hat und das nicht zu überraschen vermag. Für Ketchum-Neulinge eventuell ein guter Einstieg, aber auch hier würde ich definitiv Evil als Erstlektüre empfehlen.

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