Kristian Schlüter - Die Prüfung

4.2.14

Titel: Die Prüfung
Autor: Kristian Schlüter
Reihe: Christoph Schönlieb #1
Genre: Krimi
Verlag: Piper ebooks (10.12.2013)
ASIN: B00CXTY3BI (eBook)
Preis: 9,99 €
Papierformat: Taschenbuch für 9,99 €
Bezugsquelle: Kauf
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Ein eiskalter Fall zwischen hehrer Wissenschaft und menschlicher Niedertracht...
Der erst 26-jährige Hamburger Kriminalkommissar Christoph Schönlieb wird an einem eisigen Winterabend zu einem Tatort gerufen: Ein Jurastudent liegt tot vor dem Audimax der Universität Hamburg. Zunächst scheint es, als sei dem Toten das Dealen mit leistungssteigernden »Neuro-Enhancern« zum Verhängnis geworden. Als kurz darauf aber ein zweiter Mord verübt wird, erkennt Schönlieb, dass die Verstrickungen, in die beide Tote geraten waren, viel tiefer reichen... *Quelle*

Zum Autor:
Kristian Schlüter (geb. 1983) arbeitet als Grafiker und hat mehrere Jahre lang Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg studiert. Er ist Preisträger des Literaturpreises Hamburg / Literatur (2010). Kristian Schlüter lebt in Hamburg.

Meinung:
Der junge Kriminalkommissar Christoph Schönlieb arbeitet bei der Kripo Hamburg. Dort bekommen er und sein Kollege Wallner, mit dem ihn ein angespanntes Arbeitsverhältnis aufgrund seiner Jugend und vermeintlichen Unerfahrenheit verbindet, es mit einem Mord zu tun: Der vietnamesischstämmige Jurastudent Huynh Nguyen wird tot auf dem Universitätsgelände aufgefunden. Wie sich herausstellt, hatte er mit sogenannten Neuro-Enhancern, Ritalin-Tabletten, die die Leistungsfähigkeit erhöhen sollen, gedealt.

Auf der Suche nach Nguyens Mörder schleust sich Schönlieb als vermeintlicher Student in die Vorlesungen ein und macht dort die Bekanntschaft von Huynhs Clique, die allesamt verdächtig erscheinen. Als dann noch ein Dozent zu Tode kommt, setzt Schönlieb alles daran, die Verbindung zwischen den beiden Toten herauszufinden und findet sich in einem Strudel von Erpressung wieder...

Die Prüfung ist der Debüt-Krimi des jungen Autors Kristian Schlüter. Mit Christoph Schönlieb hat er einen sehr jungen Kommissar erdacht, der mir leider nicht richtig sympathisch wurde. Er hat manchmal recht merkwürdige Ansichten für sein Alter, agiert manches Mal naiv, andererseits wieder sehr eigenbrötlerisch und altmodisch. Gerade was den Umgang und seine Gedankengänge mit und über die Ritalin-Tabletten betrifft, konnte ich sein Tun überhaupt nicht nachvollziehen. Der junge Mann hat meiner Meinung nach noch einiges zu lernen, was seinen Beruf angeht. Auch sein Privatleben ist eher chaotisch, vor allem was seine Frauenbekanntschaften angeht.

Sein Kollege Wallner, mit dem er zusammen ermittelt, ist das krasse Gegenteil. Ein schon älterer, erfahrener Kollege, der allerdings ein Alkoholproblem zu haben scheint und verbiestert, verbittert und nörglerisch daherkommt. Allerdings wurde er mir am Ende hin sympathischer, da er mit seinem tragischen Privatleben zu kämpfen hat, was man erst ziemlich am Schluss erfährt.

Der Fall selbst war mir leider auch etwas zu unspannend. Zwar handelt es sich hierbei um einen Kriminalroman, in dem natürlich das Hauptaugenmerk auf die Ermittlungen gerichtet wird, doch ein klein wenig mehr Spannung und Action hätte ich mir dann doch gewünscht. Die Auflösung allerdings konnte mich dann doch wieder ansprechen und ich bin nicht abgeneigt, auch den nächsten Fall von Christoph Schönlieb zu lesen. Allerdings hoffe ich, dass dieser sich charakterlich noch weiterentwickelt, denn er kam mir in mancher Situation dann doch eher wie ein jugendlicher Charakter vor und nicht wie ein 26-jähriger Mann.

Fazit:
Solider Krimi, wenn auch die Handlung etwas fesselnder hätte sein können und der Protagonist Christoph Schönlieb erwachsener hätte agieren können.

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