Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder

7.1.13

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Originaltitel: Birthmarked
Autorin: Caragh O'Brien
Übersetzung: Oliver Plaschka
Reihe: Birthmarked #1
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Heyne fliegt (24.01.2011)
ISBN: 978-3-453-52800-0
Gebunden, 464 Seiten
Preis: 16,99 €
eBook: Kindle Edition für 7,99 €
Bezugsquelle: Kauf
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird.

Zur Autorin:
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. Die Stadt der verschwundenen Kinder ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.

Meine Meinung kurz & knapp:
Mit Die Stadt der verschwundenen Kinder beginnt Caragh O'Brien den Auftakt ihrer Birthmarked-Trilogie, die zwar als Dystopie angesehen werden kann, da die Geschichte in ferner Zukunft spielt, aber manches Mal fast schon historische Züge annimmt.

Denn ist sonst oder oftmals in Dystopien von zukunftsträchtigen Technologien die Rede, hat dieser Auftaktband gar nichts mit diesem Umstand überein. Vielmehr leben die Bewohner rund um die Enklave eher wie im Mittelalter, wobei auch hier zwischen Arm und Reich sehr unterschieden wird.

Gaia, die 16-jährige Hauptperson, wirkt anfangs noch naiv und blauäugig. Erst nachdem sie sich in die Enklave schmuggelt, um dort ihre Eltern zu finden, erkennt sie, welch perfides System die Enklave seit Jahren doch ist. Ab diesem Zeitpunkt, als sie beginnt, das System infrage zu stellen, gefiel sie mir immer besser.

Auch Leon, der Sohn des Protektors der Enklave, erweist sich später als Freund, was anfangs nicht so sicher war. Durch ihn erhält Gaia Hilfe und Unterstützung auf der Suche nach ihrer Mutter.

Der Schreibstil von Caragh O'Brien liest sich ungemein angenehm, wirkt bildhaft und auch detailliert. Auch vor teilweise grausamen Szenen wird nicht haltgemacht, was sich aber in Grenzen hält und zur Authentizität beiträgt.

Die Handlung an sich konnte mich von Beginn an fesseln, denn Gaia hat in der Enklave keine ruhige Minute und muss immer auf der Hut vor Entdeckung sein. Das Ende birgt einen Cliffhanger, den ich allerdings nicht zu extrem empfand. Trotzdem möchte ich natürlich sehr gerne wissen, wie es mit Gaia und Leon weitergeht und somit liegt der nächste Band schon zum Lesen bereit!

Reihenfolge:
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder (Birthmarked)
1.5 Tortured
2. Das Land der verlorenen Träume (Prized)
2.5 Ruled
3. Der Weg der gefallenen Sterne (Promised)
(dt. Veröffentlichung am 01.04.2013)

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