Caragh O'Brien - Das Land der verlorenen Träume

9.1.13

Titel: Das Land der verlorenen Träume
Originaltitel: Prized
Autorin: Caragh O'Brien
Übersetzung: Oliver Plaschka
Reihe: Birthmarked #2
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Heyne fliegt (20.02.2012)
ISBN: 978-3-453-26728-2
Gebunden, 464 Seiten
Preis: 16,99 €
eBook: Kindle Edition für 7,99 €
Bezugsquelle: Kauf
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe...

Zur Autorin:
Caragh O'Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. Die Stadt der verschwundenen Kinder ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O'Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.

Meine Meinung kurz & knapp:
Leider konnte der 2. Band der Birthmarked-Trilogie nicht das halten, was ich mir davon versprach, und ich war nach Beendung des Buches etwas enttäuscht.

Gaia ist im Toten Wald, in der Stadt Sylum, angekommen, um dort ihre Großmutter zu finden. Doch diese ist bereits seit 10 Jahren tot. Die Stadt selbst wird im Gegensatz zur Enklave von den Frauen regiert, genauer gesagt von der Matrarch Lady Olivia. Die Männer sind nur schmückendes Beiwerk, sind zwar wichtig für die Fortpflanzung, aber ansonsten haben sie keine großen Mitspracherechte. Somit findet sich Gaia vom Regen in der Traufe wieder. Sie arrangiert sich so gut es geht mit den für sie neuen Gesetzen in Sylum und das meiner Meinung nach zu glatt. Die rebellische Gaia vom ersten Band verschwindet fast gänzlich, sie biedert sich nahezu an.

Erst als Leon in Sylum ankommt, und zwar als Gefangener, wird sie langsam wach und findet zusehends zu ihrer alten Form zurück. Was mich ebenso gestört hat war, dass nicht nur Leon Gaias Herz erobert, was im ersten Band ja bereits abzusehen war, sondern sich nun auch noch zwei andere Männer für sie interessieren. Das war mir dann doch etwas zuviel des Guten, denn aus diesem Grund geriet das interessante Grundthema der Geschichte doch zusehends ins Hintertreffen.

Alles in Allem ist Das Land der verlorenen Träume für mich eine durchschnittliche Fortsetzung, die leider mit dem ersten Band der Reihe Die Stadt der verschwundenen Kinder nicht mithalten kann. Die Charaktere entwickeln sich nicht großartig weiter, und die Stadt Sylum unterscheidet sich auch nicht so sehr von der Enklave, außer, dass hier die Frauen das Sagen haben.

Dennoch bin ich gespannt, wie die Geschichte um Gaia und Leon im Abschlussband Der Weg der gefallenen Sterne abgeschlossen wird und hoffe auf einen Tick mehr Spannung. Diesen 2. Band empfand ich daher nur als mittelmäßig, obwohl Caragh O'Brien wirklich anschaulich und bildhaft erzählen kann, was man an den Beschreibungen der Stadt Sylum, seiner Bewohner und der Umgebung gut erkennt.

Reihenfolge:
1. Die Stadt der verschwundenen Kinder (Birthmarked)
1.5 Tortured
2. Das Land der verlorenen Träume (Prized)
2.5 Ruled
3. Der Weg der gefallenen Sterne (Promised)
(dt. Veröffentlichung am 01.04.2013)

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