Rezension: Meg Rosoff - Oh.Mein.Gott.

3.12.12

Titel: Oh.Mein.Gott.
Originaltitel: There Is No Dog
Autorin: Meg Rosoff
Übersetzung: Brigitte Jakobeit
Genre: Jugendbuch
Verlag: S. Fischer (23.08.2012)
ISBN: 978-3-10-066070-1
Gebunden, 240 Seiten
Preis: 14,99 €
eBook: Kindle Edition für 7,99 €
Bezugsquelle: S. Fischer

Kurzbeschreibung:
Stellen Sie sich vor, Gott heißt Bob, ist ein 19-jähriger Schnösel, der ein paar Straßen weiter wohnt und den halben Tag verschläft. Vor einigen Jahrmillionen hatte er seine kreativen sechs Tage, aber seitdem hat er am Schicksal der Menschheit das Interesse verloren. Vielmehr interessiert er sich für die hübsche Lucy. Mit ihr will er zusammensein, koste es, was es wolle. Doch wenn Bob sich verliebt, versinkt die Welt im wahrsten Sinne des Wortes im Chaos.

Zur Autorin:
Bevor sie anfing zu schreiben, arbeitete Meg Rosoff in vielen verschiedenen Jobs, unter anderem im Verlagswesen und in der Werbung. 1989 zog sie von New York nach London, wo sie heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis. In Großbritannien stand sie mit So lebe ich jetzt lange auf der Bestsellerliste.

Rezension:
Erzählt wird die Geschichte von Bob, einem jungen Rotzlöffel, der außerdem auch noch Gott ist, der Schöpfer der Welt. Diesen Job hat er von seiner Mutter geschenkt bekommen, die ihn beim Pokerspiel gewonnen hat. Bob selbst zeigt nicht viel Interesse an seinem Beruf und so hat Mr. B., sein Assistent, alle Hände voll zu tun, um den Anforderungen nachzukommen und überlegt sich, zu kündigen.

Als Bob sich dann mal wieder in ein irdisches Mädchen verliebt, schwant Mr. B. und auch Bobs Mutter Mona Schlimmes. Denn immer wenn Bob mit einem Mädchen anbandelt, spielt das Wetter verrückt und es hagelt Katastrophen. Doch mit Lucy, die in einem Zoo als Tierpflegerin arbeitet, scheint alles anders zu sein: Bob meint es zum ersten Mal in seinem Leben ernst mit einer Frau und hat plötzlich nichts anderes mehr im Kopf als Lucy...

Mit Oh.Mein.Gott. legt Meg Rosoff eine wahrlich haarsträubende Geschichte vor. Denn wie wäre es, wenn Gott wirklich ein junger pubertierender Tunichtgut wäre, der nichts anderes als Mädchen im Kopf hat und sich nicht um seine eigentliche Aufgabe, die Welt im Einklang zu halten, kümmert? Nicht auszudenken...

Protagonist Bob ist ein wirklich überheblich und unsympathisch agierender Charakter, für den ich keine Zuneigung empfinden konnte. Für seine 19 Jahre benimmt er sich mehr als kindisch und ignorant vor allem seinem Assistenten Mr. B. gegenüber, der alles tut, um Bobs Versagen in seinen Aufgaben zu kaschieren und auszubügeln.

Auch erhält der Leser Einblick in das Leben von Bobs Mutter Mona, die in Casinos beim Poker ihr Geld verspielt und gerne mal einen über den Durst trinkt. Dann wäre da noch Lucy, in die sich Bob verliebt, was auf Gegenseitigkeit beruht. Doch in ihr werden immer mehr Zweifel wach, ob Bob mit offenen Karten spielt. Denn er verrät ihr natürlich nicht, dass er Gott ist und somit verstrickt er sich immer mehr in Ausreden und Ausflüchte, wenn sie Näheres über sein Leben wissen möchte.

Zwar ist die Idee, die hinter Oh.Mein.Gott. steckt, zweifellos innovativ und originell, dennoch konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen, da Meg Rosoff einfach zuviele haarsträubende Begebenheiten aneinanderreiht, die für mich oftmals zuviel des Guten waren. Auch die zahlreichen humorigen Szenen kamen mir zu sehr gewollt daher. Aber da sollte sich jeder interessierte Leser selbst eine Meinung dazu bilden!

Fazit: Oh.Mein.Gott enthält zwar eine originelle Grundidee, doch konnte mich das Buch wegen seiner manchmal zu gewollten witzigen Szenen und Aneinanderreihungen nicht ganz überzeugen. Die Charakterzeichnung von Meg Rosoff allerdings empfand ich als gelungen.

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