Rezension: Libba Bray - Der geheime Zirkel. Gemmas Visionen

21.12.12

Titel: Der geheime Zirkel. Gemmas Visionen
Originaltitel: A Great and Terrible Beauty
Autorin: Libba Bray
Übersetzung: Ingrid Weixelbaumer
Reihe: Gemma Doyle #1
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: dtv extra (01.05.2007)
ISBN: 978-3-423-71228-6
Klappenbroschur, 480 Seiten
Preis: 12,95 €
Bezugsquelle: Kauf

Kurzbeschreibung:
England, 1895: Gemma und ihre Freundinnen besuchen ein Internat für höhere Töchter. Den strengen Regeln zum Trotz treffen sie sich nachts in einer Höhle zu spiritistischen Séancen. Dabei lesen sie in einem mysteriösen Tagebuch, das von einem magischen Reich berichtet. Eigentlich glauben die Mädchen nicht an so einen Unsinn, aber Gemma hat in Visionen ganz Ähnliches gesehen...

Zur Autorin:
Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. Der geheime Zirkel. Gemmas Visionen ist ihr erster Roman, der es auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York Times schaffte. Auch die Fortsetzung ist in den USA äußerst erfolgreich. Heute lebt die in Texas aufgewachsene Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.

Rezension:
Die 16-jährige Gemma lebt zusammen mit ihrer Mutter in Indien, wo es ihr überhaupt nicht gefällt, denn sie möchte gerne eine Mädchenschule in London besuchen. Als ihre Mutter ums Leben kommt, erfüllt sich Gemmas Traum: Ihre Großmutter meldet sie in der Mädchenschule Spence an. Dort freundet sich Gemma mit Ann, Felicity und Pippa an, und sie gründen gemeinsam einen geheimen Zirkel.

Sie treffen sich regelmäßig bei Nacht in einer Höhle und lesen gemeinsam das mysteriöse Tagebuch von Mary Dowd, einer ehemaligen Schülerin von Spence, das Gemma gefunden hat. Gemma indes bekommt immer öfter Visionen, die sie verschiedene Dinge voraussehen lassen. So auch eines Tages ein Tor aus Licht, durch das sie und ihre Freundinnen in das Magische Reich gelangen, in dem Gemma ihre Mutter wiedertrifft. Zwar können sich die Mädchen dort alles wünschen, was sie möchten, doch lauert auch eine Gefahr auf sie in Gestalt von Circe, die es vor allem auf Gemma abgesehen hat...

Mit Gemmas Visionen ist Libba Bray ein atmosphärisch dichtes und spannendes Debüt ihrer Trilogie gelungen.

Erzählt wird die Geschichte aus Gemmas Sicht in der Gegenwartsform, was dem Leser den interessantesten Charakter des Buches sehr nahebringt und ihn mit ihr mitfiebern lässt.

Auch die Freundinnen von Gemma können durchweg überzeugen. Allen voran Felicity, die es anfangs auf Gemma abgesehen hat, sich über sie lustig macht, sich dann aber doch mit ihr anfreundet. Jedes Mädchen hat seine eigenen kleinen Geheimnisse, die die Charakter so interessant machen. Felicity z.B. hat eine heimliche Affäre mit einem Zigeuner, was für das 19. Jahrhundert undenkbar ist. Pippa hat Epilepsie, was ihre Eltern unter den Tisch kehren, damit ihr Verlobter, ein älterer Herr namens Bartleby Bumble, sie auch ja heiratet (ganz zum Unwillen Pippas).

Der Schreibstil von Libba Bray war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da sie ihren Ausdruck sehr an die damalige Zeit anpasst, doch ist man erst einmal mittendrin in der Geschichte, gewöhnt man sich sehr schnell daran. Außerdem wirkt dies zugleich authentischer.

Da Gemmas Visionen der Auftakt einer Trilogie ist, werden natürlich noch nicht alle Geheimnisse und Fragen gelüftet bzw. beantwortet. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es mit Gemma und ihren Freundinnen weitergehen wird und ebenso auf die Konfrontation mit Circe. Mich konnte der Roman definitiv überzeugen und ich kann ihn nur weiterempfehlen!

Fazit: Libba Bray ist mit Gemmas Visionen ein fulminanter Auftakt ihrer Trilogie gelungen, der Jugendbuch, Mystery und auch Historisches spannend und unterhaltsam in sich vereint.

Reihenfolge:
1. Der geheime Zirkel. Gemmas Visionen (A Great and Terrible Beauty)
2. Der geheime Zirkel. Circes Rückkehr (Rebel Angels)
3. Der geheime Zirkel. Kartiks Schicksal (The Sweet Far Thing

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