Rezension: James Mylet - Love is on Air

11.12.12

Titel: Love is on Air
Originaltitel: Lex
Autor: James Mylet
Übersetzung: T.A. Wegberg
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: Fischer FJB (09.10.2012)
ISBN: 978-3-8414-2113-5
Gebunden, 352 Seiten
Preis: 17,99 €
Bezugsquelle: Fischer FJB

Kurzbeschreibung:
Lex will nach London gehen, um seinen Traum zu verwirklichen und ein professioneller Radio-DJ zu werden. Zu Hause in Clifden, einem kleinen irischen Küstenort, betreibt er einen Piratensender und für seine letzte Saison hat er große Pläne. Ein Rockfestival soll das Abschiedsgeschenk an seinen Heimatort werden. Außerdem möchte er endlich mal Sex haben und eine Menge Geld verdienen. Leider ist er von Chaoten umgeben, die all seine Vorhaben ins Wanken bringen.

Zum Autor:
James Mylet ist 36 Jahre alt. Nach seinem Studium hatte er eine Reihe von Jobs, bei denen man regelmäßig versuchte, ihm seinen letzten Nerv zu rauben. An manchen Tagen ist dies gelungen, an manchen nicht. Love is on Air ist sein erster Roman.

Rezension:
Lex lebt in dem kleinen irischen Ort Clifden und betreibt dort seit einiger Zeit neben der Schule einen Piratensender. Er steht kurz vor seinen Abschlussprüfungen und möchte danach nach London gehen, um die renommierte London School of Economics zu besuchen und seinem kleinen Dorf zu entfliehen, wo jeder jeden kennt.

Bevor er sich jedoch nach London aufmacht, hat Lex noch einiges zu erledigen: Einerseits ist er seit Jahren in Michelle verliebt, die ein Jahr älter als er ist, und der er endlich näher kommen möchte, obwohl sie seit längerem mit Liam befreundet ist, den Lex nicht ausstehen kann. Andererseits organisiert Lex ein Musikfestival in Clifden, zu dem er auch seine von ihm angebetete Lieblingsband Toots & the Maytals verpflichten konnte. Ob ihm das alles gelingen wird?

Mich konnte Love is on Air leider wenig begeistern. Die Geschichte um den jungen Lex war mir in vielen Stellen einfach zu langweilig, es passiert bis zur Hälfte des Buches so gut wie gar nichts aufregendes. Man erfährt stattdessen, wie Lex' Alltag verläuft und welche Träume er hat, doch tritt Lex einfach nur auf der Stelle.

Erst zur Mitte hin wird es etwas interessanter, als das Musikfestival immer näher rückt und Lex sich sogar mit Michelle trifft. Trotz allem konnte mich der Roman dennoch nicht überzeugen, da er sich wie eine Alltagsgeschichte liest, in der einfach nicht viel passiert und der Protagonist irgendwie nie so richtig zu Potte kommt.

Ein bisschen aufgelockert wird die Erzählung durch die Einstreuung verschiedener Perspektiven, aus der Lex' Schwester und Bruder oder auch mal ein Freund von ihm berichten. Lex selbst blieb mir zu ungreifbar und uninteressant. Von seinen Träumen für die Zukunft zu erfahren, mag ja in Ordnung sein, aber diese wurden ständig alle paar Seiten wiederholt, ohne dass sich Lex in eine bestimmte Richtung fortbewegt.

Love is on Air kann ich als nettes Zwischendurch-Buch betiteln, leider nicht mehr. Einen 18-jährigen, der denn Sinn des Lebens und seine Zukunft noch sucht, hätte man durchaus spannender schildern können und somit kann ich James Mylets Buch leider nicht so richtig weiterempfehlen.

Fazit: Love is on Air ist leider nur ein Roman für zwischendurch, der mir auch nicht länger im Gedächtnis bleiben wird. Dafür war die Geschichte um Lex einfach zu uninteressant.

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