Rezension: Robin Jarvis - Dancing Jax. Auftakt

17.10.12

Titel: Dancing Jax. Auftakt
Originaltitel: Dancing Jax
Autor: Robin Jarvis
Übersetzung: Nadine Mannchen
Reihe: Dancing Jax #1
Genre: Fantasy, Urban Fantasy
Verlag: script5 (10.09.2012)
ISBN: 978-3-8390-0134-9
Klappenbroschur, 544 Seiten
Preis: 14,95 €
Bezugsquelle: script5
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Einige Bücher sind schädlich, sogar gefährlich. Sie verdrehen einem den Kopf und geben den dunkelsten Seiten der menschlichen Seele Nahrung. Sie sollten verbannt oder vernichtet werden. Diese Geschichte handelt von solch einem Buch. Ich hoffe, es gibt noch genug von euch da draußen, die das hier lesen und mir glauben und sich zur Wehr setzen können - bevor es zu spät ist. Ein altertümlich wirkendes und zunächst harmlos erscheinendes Buch taucht in einer englischen Kleinstadt auf und ergreift Besitz von seinen Lesern. Immer mehr Menschen werden von dem Buch befallen und zu willenlosen Charakteren der Geschichte. Der diabolische Plan des Autors scheint aufzugehen...

Zum Autor:
Mit dem Schreiben und Illustrieren begann Robin Jarvis 1988. Seine Bücher wurden in Großbritannien mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und haben sich bereits mehr als eine Million Mal verkauft. Was der Autor, der in London lebt, überhaupt nicht mag, sind Geschichten, in denen er niemanden umbringen kann.

Rezension:
Der junge Jezza hat es sich in den Kopf gesetzt, zusammen mit seinen Freunden Shiela, Tommo und Miller ein verlassenes Haus im kleinen englischen Ort Felixstowe nach noch zu verwertbaren Sachen zu durchstöbern. Dort angekommen, merkt Shiela als Erste, das es in dem Haus nicht mit rechten Dingen zugeht. Im Keller finden sie mehrere Kisten mit ein und demselben Buch, "Dancing Jacks". Und dieses Buch ist böse, wie die vier und nicht nur sie bald am eigenen Leib erfahren müssen...

Mit Dancing Jax legt Robin Jarvis den Auftakt einer Trilogie vor, die es in sich hat. Anfangs begleitet man die vier Jugendlichen Jezza, Shiela, Tommo und Miller beim Eindringen in ein altes verfallenes Herrenhaus, in dem sie die Kisten mit den Ausgaben von "Dancing Jacks", einem vermeindlichen Märchenbuch, finden.

Dann beginnt ein zweiter Erzählstrang, der sich der Schule von Felixstowe widmet, in der man einige der Schüler näher kennenlernt, hier ist das Augenmerk vor allem auf Paul Thornbury und den Freund seiner Mutter, den Lehrer Martin Baxter, gerichtet. Danach zieht der Spannungsbogen ungeheuer an. Nach einem verheerenden Unfall werden über 40 Schüler getötet und "Dancing Jacks" hält Einzug in die Kinderzimmer.

Denn Jezza wurde nach dem Lesen vom Buch "infiziert" und lebt nun die Rolle des Ismus, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, den Prinzen der Dämmerung wieder zum Leben zu erwecken, indem er den Hof von Mooncaster neu besetzt und zwar mit Schülern und auch Erwachsenen aus Felixstowe. Jeder, der "Dancing Jacks" liest, wird von seiner Geschichte infiziert. Und die ist nicht nur schön, sondern auch grausam.

Es kommt so weit, dass bereits Infizierte andere dazu zwingen, das Buch zu lesen und somit fast niemand aus dem kleinen Ort verschont bleibt. Ob eine Möglichkeit besteht, die Einwohner zu retten, bleibt am Ende offen, da es sich um den Auftakt einer Trilogie handelt.

Mich konnte die Geschichte durchaus überzeugen, denn Robin Jarvis hat den gewissen Erzählstil, der fesselt. Außerdem lässt er auch einige Passagen aus "Dancing Jacks" mit in die Geschichte einfließen, sodass der Leser auch davon einen Einblick bekommt, von dem ich mir aber ruhig etwas mehr gewünscht hätte.

Spannung ist nach Entdeckung von "Dancing Jacks" bis zum Ende hin gegeben, allerdings schließt das Buch mit einem sehr ärgerlichen Cliffhanger ab. Ich wünschte, es würden momentan nicht so viele Trilogien den Markt überschwemmen! Hier kann man also nur darauf warten, dass der Nachfolgeband, der im Englischen bereits im Februar 2012 unter dem Titel Freakx and Rejex erschienen ist, auch den Weg in die deutsche Übersetzung findet.

Fazit: Mit Dancing Jax ist Robin Jarvis ein äußerst spannender und ungewöhnlicher Trilogie-Auftakt gelungen, der absolut Lust auf mehr macht.

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