Rezension: Eva Reichl - Cyberworld. Thomas und Online in der Verbotenen Zone

12.10.12

Titel: Cyberworld. Thomas und Online in der Verbotenen Zone
Autorin: Eva Reichl
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: Papierfresserchens MTM-Verlag (25.04.2012)
ISBN: 978-3-86196-133-8
Taschenbuch, 306 Seiten
Preis: 12,90 €
Bezugsquelle: Eva Reichl
Bonus: Leseprobe

Kurzbeschreibung:
Thomas, ein schüchterner, zwölfjähriger Junge, zieht nach dem Tod seines Vaters mit der Mutter aufs Land, wo er keine Freunde hat. Deshalb verbringt er viel Zeit mit seinem Computer. Eines Tages geschieht etwas Seltsames. Im Inneren des Computers sitzt ein virtuelles Mädchen Online fest, weil Thomas die Verbindung zum Internet getrennt hat. Er freundet sich mit Online an, und sie zeigt ihm, wie er zu ihr ins weltweite Netz gelangen kann. Doch dann breitet sich plötzlich ein Virus aus, der Onlines Welt in Gefahr bringt. Thomas und seine Freundin machen sich auf, diesen Virus zu bekämpfen. Dabei geraten sie in viele gefährliche Situationen, in denen sie von Würmern gejagt, von Viren bedroht und Trojanern ausspioniert werden...

Zur Autorin:
Eva Reichl lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern am Rande von Ried in der Riedmark, einem kleinen Ort in Oberösterreich. Sie arbeitet als Controllerin in einem mittelständischen Unternehmen. Erst im Karenzurlaub wagte sie den Schritt, sich schriftstellerisch zu betätigen. Die Liebe zum Erzählen von Geschichten wurde so manifest, dass sie sie bis heute in ihrem Bann hält.

Rezension:
Der 12-jährige Thomas ist vor einem halben Jahr nach dem Unfalltod seines Vaters mit seiner Mutter in eine neue Stadt gezogen. In der Schule wird er als Außenseiter behandelt, findet nur schwer Anschluss und wird von dem gemeinen Georg gemobbt. Nachmittags flüchtet er sich in die Welt seines neuen Computers und staunt nicht schlecht, als er daraus auf einmal eine Stimme hört. Bald darauf gibt sich diese Stimme zu erkennen: Es ist Online, ein Mädchen, das in den Weiten des Internets lebt und durch das abrupte Ausschalten von Thomas' Computer nun feststeckt.

Thomas freundet sich mit Online an, sie nimmt ihn mit in die fabelhaften Welten des World Wide Web. Zusammen erleben sie viele abenteuerliche Momente und müssen zudem noch gegen gefährliche trojanische Pferde, Würmer und einen grauenvollen Virus kämpfen, der die ganze Internet-Welt und somit Onlines Zuhause bedroht...

Mit Cyberworld. Thomas und Online in der Verbotenen Zone legt die Autorin Eva Reichl ihr erstes Kinder- bzw. Jugendbuch vor und beschäftigt sich spielerisch mit dem Thema Internet. In der Handlung werden Viren, Würmer und trojanische Pferde lebendig und bedrohen das Zuhause von Online.

Thomas ist anfangs ein schüchterner, in sich gekehrter Junge, der seinen Vater, der bei einem Autounfall ums Leben kam, schmerzlich vermisst. Auch der Umzug mit seiner Mutter in eine andere Stadt kann ihn nicht vergessen lassen, zumal er in der Schule Probleme hat, neue Freunde zu finden und auch gemobbt wird. Nur sein Computer, den ihm seine Mutter geschenkt hat, lässt ihn seine alltäglichen Probleme vergessen.

Als Online in sein Leben tritt, wird dieses vollkommen auf den Kopf gestellt: Denn mit ihr hat er jede Menge Spaß, liefert sich spannende Autorennen und lernt das Internet hautnah kennen. Als Onlines Welt durch einen grauenvollen Virus bedroht wird, der überall eine schwarze Schleimspur hinterlässt, die alles zunichte macht, hilft Thomas ihr und ihrer Familie im Kampf gegen dieses Ungeheuer.

Als Leser merkt man schnell, wie Thomas durch die Freundschaft und abenteuerlichen Erlebnisse mit seiner neuen Freundin an Selbstachtung und -bewusstsein gewinnt. Er wandelt sich von der grauen Maus zu einem Jugendlichen, der sich sogar gegen seinen Mitschüler Georg durchsetzt, der ihn seit Schulbeginn mobbt und auch neue Freunde gewinnen kann.

Mir hat Cyberworld gut gefallen, für die angesprochene Zielgruppe ist durchweg Spannung vorhanden und die Abenteuer, die Thomas und seine neuen virtuellen Freunde zu bestehen haben, haben es allesamt in sich, so dass nie Langeweile aufkommt. Der Schreibstil von Eva Reichl ist flüssig und sehr angenehm zu lesen und es macht Spaß, zusammen mit Thomas die zahlreichen Ausflüge ins Internet zu unternehmen und die lauernden Gefahren zu bestehen.

Fazit: Mit Cyberworld hat Eva Reichl ein unterhaltsames Kinder- und Jugendbuch erschaffen, dass die Gefahren des Internets wie Trojaner, Würmer und Viren kind- und jugendgerecht Gestalt annehmen lässt, das durch Spannung und Abenteuer glänzt und den Protagonisten positiv heranreifen lässt, was sein Selbstbewusstsein angeht.

0 Kommentare

Beliebte Beiträge

Instagram