Rezension: Jay Asher & Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann

10.7.12


Titel: Wir beide, irgendwann
Autoren: Jay Asher & Carolyn Mackler
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: cbt (27.08.2012)
ISBN: 978-3-570-16151-7
Gebunden, 400 Seiten
Preis: 17,99 €
eBook: Kindle Edition für 13,99 €
Bezugsquelle: cbt
Bonus: Facebookseite, Videotrailer

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang...
Zu den Autoren:
Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers Tote Mädchen lügen nicht, der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde.
Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde.
Wir beide, irgendwann ist der erste Roman, den die beiden gemeinsam verfasst haben.

Rezension:
1996: Die 16-jährige Emma bekommt von ihrem Vater einen neuen PC geschenkt und loggt sich das erste Mal ins Internet ein. Daraufhin landet sie auf einer merkwürdigen Seite, die Facebook heißt und auf der sie sich mit 31 Jahren, also 15 Jahre später, wiederfindet. Anhand ihrer zukünftigen Einträge ist Emma dann sehr unglücklich in ihrer Beziehung und arbeitslos.

Zusammen mit Josh, ihrem gleichaltrigen Nachbarn und Sandkastenfreund, will Emma ihre Zukunft ändern. Denn im Gegensatz zu ihr wird Josh einmal wohlhabend und mit Sydney Mills, dem begehrtesten Mädchen der Schule, verheiratet sein. Doch noch so kleine Veränderungen, die Emma in der Gegenwart vornimmt, haben großen Einfluss auf die Zukunft und auch die langjährige Freundschaft zu Josh scheint immer mehr in Gefahr zu sein. Wird Emma rechtzeitig den Absprung aus der Facebook-Spirale schaffen, bevor noch Schlimmeres passiert?

Mit "Wir beide, irgendwann" hat sich das Autorenduo Asher & Mackler ein aktuelles Thema vorgenommen, das durch seine originelle Umsetzung begeistert: Soziale Netzwerke, besser gesagt Facebook, bevor es überhaupt existierte. Mich konnte der interessante Umstand begeistern, dass Emily und Josh mittels diesem Netzwerk Zugang zu ihrer Zukunft in 15 Jahren haben, doch hätte ich mir hier noch etwas mehr Details gewünscht, sprich gerne mehr Facebook-Einträge gelesen, die sich doch in Grenzen halten.

Was anfangs für die beiden noch spannend und neu ist, entwickelt sich aber immer mehr zu einem gewaltigen Druck, der auf beiden lastet, um genau diese Zukunft zu verändern bzw. zu bewirken. Denn Emily ist mit ihrem späteren Leben so gar nicht einverstanden, während Josh sich nichts Schöneres vorstellen kann. Aus diesem Grund driften die beiden immer mehr auseinander und haben sich schon bald nicht mehr viel zu sagen.

Doch besteht der Roman nicht nur aus der Entdeckung von Facebook, sondern er widmet sich auch dem typischen Teenagerleben mit obligatorischen Problemen wie der Schule, Freundschaft und auch Liebe. Das Ende ist zwar vorhersehbar, was der unterhaltsamen Geschichte aber keinen Abbruch tut. Man kann aus den Geschehnissen um Emily und Josh durchaus mitnehmen, dass man die Zukunft im Hier und Jetzt nicht beeinflussen kann, denn es kommt doch immer anders als man denkt.

Fazit: "Wir beide, irgendwann" kann durch seine originelle Idee, seine Zukunft anhand einer Facebook-Seite zu verfolgen, punkten. Die Charaktere sind sympathisch und altersentsprechend authentisch, die Geschichte ist durchweg unterhaltsam und bietet ein kurzweiliges Lesevergnügen.

1 Kommentare

  1. Hallo Kerstin,

    ich denke, ich war schon einmal auf deinem Blog, aber bevor ich mich als Leserin eintragen konnte, hab ich dich weggeklickt und dann irgendwie nicht wiedergefunden.

    Aber jetzt... :-)
    Hab dich jetzt abonniert und würde mich über einen Gegenbesuch sehr freuen!
    Ich lese nicht nur, ich schreibe auch!

    LG
    Roxann

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