Rezension: Robert Preis - Trost und Spiele

15.5.12


Titel: Trost und Spiele
Autor: Robert Preis
Genre: Krimi
Verlag: Federfrei (März 2012)
ISBN: 978-3-902784-13-1
Taschenbuch, 222 Seiten
Preis: 11,90 €
Bezugsquelle: Robert Preis
Leseprobe

Als Chefinspektor Armin Trost eines Tages vor die Tür geht, weiß er, was er will. Aus, Schluss und vorbei. Er wird seinen Schreibtisch räumen, sich von seinen Kollegen verabschieden und seinen Job an den Nagel hängen. Da entdeckt er ein Messer, dessen Klinge etwa halb so lang ist wie sein Unterarm, in seinem Gartenzaun. Der Auftakt für eine Mordserie. Der Grazer Chefinspektor Armin Trost wird in einen Strudel unheimlicher Ereignisse gezogen. Und schließlich kommen die Mörder ihm und seiner Familie sehr nahe. Robert Preis zieht den Leser mit Trost und Spiele in die Welt der Masken und Rollenspieler. Was ist noch real, wer spielt welche Rolle? Und: Wer geht daran zu Grunde?
Zum Autor:
Robert Preis, 1972 in Graz geboren, lebt mit seiner Familie in Judendorf Strassengel. Robert Preis ist Journalist und Autor der Bücher "Schatten über Anderswo", "Dunkle Tage, raue Nächte", "Das Gerücht vom Tod".

Rezension:
Armin Trost ist Chefinspektor bei der Grazer Kriminalpolizei und möchte an diesem Morgen seinen Dienst quittieren, da er genug von seiner alltäglichen Arbeit hat und diese ihn persönlich auch nicht mehr befriedigen kann. Doch genau an diesem Morgen findet er ein Messer, das mit auffallenden Verzierungen versehen ist, mit einer Nachricht in seinem Gartenzaun, die ihm Rätsel aufgibt.

Als dann auch noch eine fürchterlich zugerichtete Leiche im nahegelegenen Waldstück gefunden wird, muss Trost doch wieder ermitteln. Seine Recherchen führen ihn zu einem alten Freund, der eine Art Einsiedlerleben führt und sich mit der Herstellung getreuer Ritterwaffen über Wasser hält. Schnell stößt Trost daraufhin auf die Armee des Pan, der Gottheit, halb Mensch, halb Ziegenbock. Doch was führt diese Armee im Schilde? Und wie passt Armin Trost in ihr Spiel? Bald ist auch seine Familie nicht mehr sicher...

Robert Preis ist mit "Trost und Spiele" ein wunderbarer österreichischer Regionalkrimi gelungen, der gleichzeitig zu unterhalten weiß und auch ordentlich Spannung enthält. Armin Trost als Protagonist ist ungemein sympathisch, seine manchmal recht sarkastische Art und Weise lässt ihn plastisch erscheinen, und er lässt sich bei allem Druck, dem er während der Ermittlungen von höchster Stelle ausgesetzt ist, nicht beirren.

Sehr erheiternd empfand ich seine Ehefrau Charlotte, die ein Faible für Gewinnspiele hat, an keinem vorübergehen kann, ohne eine entsprechende Karte auszufüllen und die Preise dann wiederum gewinnbringend im Internet oder auf Flohmärkten verhökert.

Der Kriminalfall um die Armee des Pan ist spannend und mit einigen Wendungen gespickt. Auch die Lösung, sprich der Täter, blieben bis zum Ende geschickt verborgen, denn es gibt einige Verdächtige, die sich dann aber schlussendlich als Sackgasse entpuppen.

Ich fühlte mich mit "Trost und Spiele" sehr gut unterhalten, und die 222 Seiten lasen sich im Fluge weg. Zu hoffen ist, dass es eventuell weitere Fälle für Armin Trost zu bearbeiten gibt und dass er seinen Beruf nicht so schnell an den Nagel hängen wird!

Fazit: "Trost und Spiele" ist ein spannender und kurzweiliger Regionalkrimi mit einem sympathischen Ermittler, in dem aber auch ein liebenswerter Sarkasmus und Humor nicht zu kurz kommt.

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