Rezension: Heike Eva Schmidt - Purpurmond

27.4.12

Titel: Purpurmond
Autorin: Heike Eva Schmidt
Genre: Kinder-/Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: PAN (01.03.2012)
ISBN: 978-3-426-28366-0
Gebunden, 352 Seiten
Preis: 14,99 €
eBook: Kindle Edition für 12,99 €
Bezugsquelle: PAN
Leseprobe

Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuterkundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht...
Zur Autorin:
Heike Eva Schmidt wurde in Bamberg geboren und lebt heute im Süden Münchens. Sie studierte Schulpsychologie, wechselte aber direkt nach ihrem Abschluss zum Journalismus. Nach Stationen bei Radio, Fernsehen und Zeitschriften arbeitet sie seit mehreren Jahren unter anderem als Drehbuchautorin für eine Serie des Bayerischen Fernsehens. 2010 verwirklichte sie schließlich ihren Kindheitstraum: Romane zu schreiben. Purpurmond ist Heike Eva Schmidts erster Fantasyroman.

Rezension:
Die 17-jährige Caitlin, genannt Cat, ist mit ihren Eltern vor Kurzem nach Bamberg gezogen. In der neuen Heimat Freunde zu finden ist schwer für Cat, zumal sie von ihrer Mitschülerin Sina und deren Gefolge gern gemobbt wird. Als diese sie zu einer vermeintlichen Party in das alte Malefizhaus der Stadt einlädt, kann das natürlich nicht gut ausgehen. Cat wird von Sina dort eingeschlossen und findet zwischen den Mauersteinen einen alten kupfernen Halsreif und ein Stück Leder, auf dem Worte eingeritzt sind.

Aus Neugier legt sich Sina den Halsreif um und spricht die Worte laut aus und schon findet sie sich im Bamberg des Jahres 1632 wieder, zur Zeit der Hexenverfolgung. Doch es kommt noch schlimmer: Der Halsreif zieht sich magisch immer weiter zu, Cat droht langsam zu ersticken. Mit Hilfe von Dorothea und Jakob, einem Geschwisterpaar aus dem Bamberg der Vergangenheit, versucht Cat, den Fluch, der auf dem Halsreif lastet, aufzuheben...

Heike Eva Schmidt konnte mich mit "Purpurmond" definitiv überzeugen. Die Geschichte um Cat wurde von der Autorin so spritzig, witzig aber auch spannend erzählt, dass die Seiten beim Lesen nur so dahinflogen und ich die ganze Zeit gespannt war, wie es weitergeht.

Die Geschichte selbst wird von Cat aus der Ich-Perspektive erzählt, was den Leser sehr an die Protagonistin fesselt, die vor allem durch locker-flockige Sprüche auffällt. Diese sorgen zweifellos für einige große Lacher, wenn Cat sie im Bamberg des 17. Jahrhunderts anbringt und die Leute sie dafür stirnrunzelnd und mit offenem Mund anschauen.

Positiv fand ich, dass Cat sich nach ihrer ersten Zeitreise nicht dauerhaft im alten Bamberg aufhält, sondern auch immer wieder ins Hier und Jetzt zurückkatapultiert wird, ohne darauf Einfluss nehmen zu können. Das macht die Handlung noch einen Tick spannender und unterhaltsamer.

Cat als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. Sie ist selbstbewusst, zielstrebig und versucht alles, um den Fluch, der auf dem Halsreif liegt, aufzudecken und auch verschiedenen Personen, die sie im 17. Jahrhundert kennenlernt, zu helfen. Auch die Nebenfiguren können durchweg überzeugen.

Ich kann "Purpurmond" definitiv weiterempfehlen, denn hiermit hat Heike Eva Schmidt ein Jugendbuch erdacht, dass dem Leser auf unterhaltsame und spannende Art und Weise die Zeit der Hexenverfolgung und -verbrennung nahebringt und auch eine durchweg interessante Rahmenhandlung bietet, und das nicht nur für jugendliche Leser.

Fazit: "Purpurmond" bietet alles, was ein heutiges gutes Jugendbuch braucht: Spannung, etwas geschichtliches Wissen, das aber in keinster Weise trocken vermittelt wird, viel Humor und einen Schuss Romantik - wirklich empfehlenswert!

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