Rezension: J.C. Grimwood - Silberklinge

27.3.12

Titel: Silberklinge
Autor: J.C. Grimwood
Reihe: Assassini Trilogy #1
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur TB (03.02.2012)
ISBN: 978-3-426-50959-3
Klappenbroschur, 512 Seiten
Preis: 14,99 €
eBook: ePub für 12,99 €
Bezugsquelle: Knaur TB
Leseprobe

Venedig 1407: Der junge Tycho verfügt über ungeahnte und furchteinflößende Kräfte. Seine Fähigkeiten will sich auch der Doge zunutze machen und lässt ihn zum besten Assassinen der Stadt ausbilden. Aber nicht nur Menschen stehen auf seiner Todesliste, sondern auch die zahlreichen Hexen und Werwölfe, die die Stadt bevölkern. Tychos Weg als willenloses Instrument des Fürsten ist beendet, als er eines Nachts die hübsche Giulietta trifft. Für sie widersetzt er sich dem allmächtigen Herrscher...
Zum Autor:
Jon Courtenay Grimwood wurde auf Malta geboren und wuchs in Großbritannien und Skandinavien auf. Neben seiner Tätigkeit als Romanautor arbeitet er auch für zahlreiche Magazine und Zeitschriften. Wenn er nicht gerade auf Reisen ist, lebt er mit seiner Frau in London und Winchester.

Rezension:
Der junge Tycho wacht im Venedig des 15. Jahrhunderts auf, ohne jegliche Erinnerung an seine Vergangenheit. Da er über ungewöhnliche Kräfte und Fähigkeiten verfügt, wird er zum besten Assassinen der Stadt ausgebildet, denn Venedig hat viele Feinde, die nicht nur menschlicher Natur sind.

Als er den Auftrag bekommt, Prinzessin Giulietta zu finden, die aus dem Dogenpalast verschwunden ist und mit dem Prinzen von Zypern verheiratet werden soll, um Venedig einen starken Verbündeten an die Seite zu stellen, werden in Tycho Gefühle geweckt, die sein wahres Naturell zutage treten lassen, das nicht von dieser Welt zu sein scheint...

Leider konnte mich "Silberklinge", der Auftaktband zur Assassini Trilogy, überhaupt nicht überzeugen. Den Ausschlag, das Buch zu lesen, bildete, dass der Roman in Venedig spielt und mir die Stadt durch zwei Besuche nicht unbekannt ist und ich sie sehr interessant finde. Doch die Kulisse konnte die Geschichte für mich leider nicht herausreißen.

Mag das Thema Assassinen und der Handlungsort auf den ersten Blick interessant und spannend wirken, haben mir die Fantasyelemente leider gar nicht zugesagt. Diese kamen mir etwas nachlässig eingeflochten vor und auch die Charaktere waren mir alles andere als sympathisch.

Tycho, der Protagonist, ist kalt wie ein Fisch, ich konnte mir selbst in einigen seiner Notlagen kein Mitleid mit ihm abringen und auch die anderen zahlreichen Figuren, die vorteilhafterweise am Anfang des Buches durch einen Stammbaum und einer kurzen Dramatis Personae vorgestellt werden, blieben distanziert.

Einzig Giulietta war ein Lichtblick, mit ihr musste man unweigerlich mitleiden. Trotz ihrer Erlebnisse ist sie ein recht starker Charakter, der mir das Lesen von "Silberklinge" durchaus erleichterte.

Die Handlung selbst zieht sich, ausgenommen von einigen actionreichen Passagen, zähflüssig über die 512 Seiten, viele Nichtigkeiten und Überflüssiges wird im Vorhinein zur Sprache gebracht, was die eigentliche Handlung beeinträchtigt und unnötig aufbauscht. Erst zum Schluss hin war die von mir erwartete Spannung gegeben, doch das konnte mich leider auch nicht mehr aussöhnen.

Fazit: "Silberklinge" konnte mich leider nicht überzeugen. Hier verspricht der Klappentext leider mehr, als im Endeffekt gegeben ist, daher werde ich die Fortsetzung nicht weiter verfolgen.

1 Kommentare

  1. Manchmal sind Rezensionen wirklich hilfreich - hatte nämlich auch gedacht, dass sich das Buch sehr interessant anhört. Aber da ich noch sooo viel anderes auf meiner Liste habe, werd ich mich wohl doch dagegen entscheiden. Man lässt sich eben beeinflussen ;-)

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