Rezension: Eva Lirot - Eiskalte Ekstase

15.3.12

Titel: Eiskalte Ekstase
Autorin: Eva Lirot
Reihe: Jim Devcon #3
Genre: Thriller
Verlag: Sutton (09.02.2012)
ISBN: 978-3-86680-956-7
Broschiert, 240 Seiten
Preis: 12,00 €
eBook: ePub für 9,49 €
Bezugsquelle: Eva Lirot
Leseprobe
andere Titel dieser Reihe: Rendezvous mit dem kleinen Tod, Seelenbruch!

Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die Sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kalt lassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet. Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt...
Zur Autorin:
Eva Lirot feierte 2007 mit "Rendezvous mit dem kleinen Tod", dem ersten Fall für Jim Devcon, ihren Durchbruch als Thrillerautorin. Meisterhaft und kühl seziert sie die Abgründe der menschlichen Psyche. Sie hat Literaturwissenschaft und Psychologie studiert und pflegt im "Syndikat" und bei den Mörderischen Schwestern den Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen. 2010 gehörte sie zur Jury des renommierten Friedrich-Glauser-Preises.

Rezension:
In seinem nunmehr 3. und auch härtesten Fall sieht sich Jim Devcon grausam verstümmelten Leichen gegenüber, die vormals allesamt an einem angeblichen wissenschaftlichen Experiment teilgenommen hatten und dabei von ihrem Mörder gefilmt wurden, wie dieser sie bestialisch umbringt.

Die Ermittlungen treten auf der Stelle und es werden immer neue Opfer gefunden, sodass Jim Devcon und seine Kollegen sehr unter Zugzwang stehen und die Stimmung untereinander hochkocht. Als ihn jedoch eine mysteriöse Postkarte erreicht, schwant Jim, dass der Mörder ein Altbekannter sein muss, der ihm in der Vergangenheit sein Liebstes genommen hat. Wird Jim den Killer stellen können?

Mit "Eiskalte Ekstase" legt Eva Lirot ihren nunmehr 3. Thriller um Jim Devcon und seine Kollegen vor, den ich für den bislang härtesten der Reihe ansehe. Auf gerade mal 240 Seiten versteht es die Autorin gekonnt, einen sehr hohen Spannungsbogen aufzubauen, der den Leser bis zum Ende hin fesselt.

In kurzen, knackigen Kapiteln, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden, erhält man tiefen Einblick in die kranke und abgründige Seele des Mörders, der allerdings sehr intelligent handelt und somit der Kripo eine harte Nuss zu knacken gibt. Auch schreckt die Autorin nicht vor hartgesottenen Details zurück, denn sie schildert drastisch und prägnant, wie der Killer seine vermeintlichen Probanden anwirbt, sie manipuliert und letzten Endes auf grausame Art und Weise tötet.

Erst zum Ende hin wird das Motiv des Täters klar und gipfelt in einem wirklich spannenden Showdown. Ich kann "Eiskalte Ekstase" uneingeschränkt für die etwas hartgesottenere Leserschaft empfehlen, zumal auch keine Vorkenntnisse der beiden anderen Fälle von Jim Devcon vorausgesetzt werden, wobei ich aber trotzdem empfehlen würde, diese auch zu lesen, da sie auch nicht von schlechten Eltern sind.

Ich hoffe, dass Eva Lirot weitere Fälle für Jim Devcon und seine Kollegen ersinnt und bin jetzt schon gespannt auf ihr nächstes Werk. Eine Autorin, die man sich definitiv merken muss und von der ich gerne auch einmal ein seitenstärkeres Buch lesen würde.

Fazit: "Eiskalte Ekstase" ist ein spannungsgeladener Thriller, in dem Eva Lirot kein Blatt vor den Mund nimmt, bis ins kleinste Detail die drastischen Mordszenen schildert und einen intelligenten Killer ersonnen hat, der dem Leser nicht nur einmal eine Gänsehaut beschert.

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