Rezension: Sarah Pinborough - Die Farben der Finsternis

10.1.12

Titel: Die Farben der Finsternis
Autorin: Sarah Pinborough
Reihe: The Dog-Faced Gods # 2
Genre: Krimi/Thriller (Mystery)
Verlag: Otherworld (September 2011)
ISBN: 978-3-8000-9546-9
Klappenbroschur, 496 Seiten
Preis: 16,95 €
eBook: ePub für 14,99 €
Bezugsquelle: Otherworld
andere Titel dieser Reihe: Die Bürde des Blutes

Cass Jones hat wieder alle Hände voll zu tun: Eine Selbstmordwelle unter Studenten gibt der Polizei Rätsel auf. Die Toten hinterlassen nur einen einzigen Satz: Chaos im Dunkel ein Satz, den sich niemand in ihrem Umfeld erklären kann. Cass erkennt bald eine Verbindung zum schattenhaften Netzwerk um den geheimnisvollen Castor Bright. Doch es zeigt Zerfallserscheinungen: unterschiedliche Parteien haben sich gebildet, die sich feindlich gegenüberstehen. Als Terroranschläge London erschüttern ist klar: Die Welt gerät langsam aber sicher aus den Fugen und ist zum Schlachtfeld unberechenbarer Mächte geworden. Und Cass spielt in deren undurchsichtigen Plänen offenbar eine immer wichtigere Rolle...
Zur Autorin:
Sarah Pinborough wurde 1972 in Buckinghamshire geboren und lebt heute nur ein paar Meilen von ihrem Geburtsort entfernt, nachdem sie in ihrer Kindheit die Welt bereist hat (ihr Vater war Diplomat). Mit acht Jahren packte sie ihren Koffer und verließ den Mittleren Osten, um dann zehn Jahre in einem Internat zu verbringen. Die Erinnerungen an diese Zeit geben ihr viel Material für ihre Mysterythriller und Horrorgeschichten.

Rezension:
Cass Jones ist wieder zurück und hat immer noch an dem Tod seines Bruders Christian zu knabbern, vor allem seit er weiß, dass sein Neffe nicht, wie er meinte, auch tot ist, sondern entführt und auch zu allem Überfluss noch bei der Geburt wissentlich von Der Bank vertauscht wurde. Doch hat er auch noch andere Sorgen: In mehreren Großstädten auf der Welt werden verheerende Bombenattentate durchgeführt und in diesem Szenario muss sich Cass einer vermeintlichen Selbstmordserie von Studenten widmen, die alle den geheimnisvollen Satz "Chaos im Dunkeln" hinterlassen.

Auch wird Cass wiederum in die Machenschaften Der Bank hineingezogen, deren Kopf Castor Bright mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Einige hohe Mitarbeiter sind schwer krank, spalten sich vom Netzwerk ab und wenden sich gegen Castor Bright. Cass lässt sich auf einen folgenschweren Handel mit Castor ein, um herauszufinden, wo sein Neffe ist. Doch diese Information lässt sich Castor nicht für umsonst entlocken...

Sarah Pinborough entführt den Leser im zweiten Band ihrer Reihe um Cass Jones wiederum in eine arg zerrüttete Welt. Diesmal legt sie das Augenmerk vor allem auf das mysteriöse Netzwerk um Die Bank und gewährt zahlreiche Einblicke in die Schaltzentrale dieses mächtigen Geheimkonzerns. Neue Charaktere, die neben Castor Bright eine höhere Stellung im Netzwerk innehaben, werden vorgestellt, doch bleibt immer noch Einiges im Dunkeln, sodass die Spannung nicht verlorengeht.

Ich kann nur empfehlen, unbedingt den ersten Band "Die Bürde des Blutes" zu lesen, bevor man sich dem vorliegenden Band widmet, da sonst schwer in die Handlung hineinzukommen ist. Es gibt zwar wiederholt eingestreute Rückblicke, doch reichen diese nicht aus, um die gesamten Zusammenhänge zu verstehen. Gut gefallen haben mir zwei neue Charaktere: Einmal Cass' neuer Assistent Toby Armstrong, der sehr neugierig ist und Cass bei der Ermittlung um die toten Studenten in allem unterstützt und besonders der geheimnisvolle obdachlose Geigenspieler, der immer wieder in Cass' Umfeld auftaucht und ihn mit mysteriösen Botschaften schier zur Weißglut bringt.

Ich kann "Die Farben der Finsternis" oder besser gesagt, beide bisher erschienenen Bände, nur weiterempfehlen. Fans eines Mixes aus Thriller und einer guten Portion Mystery, die sich nicht davor scheuen, zahlreiche Puzzlestücke zu einem Großen und Ganzen zusammenzusetzen, werden hier voll auf ihre Kosten kommen, denn Mitdenken ist hier auch gefragt. Der dritte und abschließende Band um Cass Jones ist bereits in Planung und ich bin sehr gespannt, wie die Autorin die Geschichte und einzelnen Handlungsstränge enden lassen wird.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover reiht sich nahtlos zu seinem Vorgänger ein, es wurde z.B. die gleiche Hintergrundtextur benutzt. Auch die Schriftart des Buchtitels ist die Gleiche, diesmal aber in Schwarz statt Rot. Statt der Fliegen zieren zwei Rasierklingen und mehrere blutrote Schnitte das Cover.

Fazit: Sarah Pinborough ist mit "Die Farben der Finsternis" eine gelungene Fortsetzung von "Die Bürde des Blutes" geglückt, die spannend bis zur letzten Seite bleibt und die Neugier auf den abschließenden Band und die komplette Auflösung der mysteriösen Geheimnisse um Castor Bright und Cass Jones noch größer macht.

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