Rezension: Deborah Harkness - Die Seelen der Nacht

26.1.12

Titel: Die Seelen der Nacht
Autorin: Deborah Harkness
Reihe: All Souls Trilogy #1
Genre: Fantasy
Verlag: Blanvalet (26.09.2011)
ISBN: 978-3-7645-0391-8
Gebunden, 800 Seiten
Preis: 19,99 €
Bezugsquelle: Blanvalet
Leseprobe, Deutsche Website zum Buch/zur Autorin

Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fließt, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken - wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir - und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben...
Zur Autorin:
Deborah Harkness ist Professorin für Europäische Geschichte und Wissenschaftsgeschichte an der University of Southern California in Los Angeles. Für ihre wissenschaftlichen Arbeiten erhielt sie mehrfach Stipendien und Auszeichnungen. Außerdem schreibt sie ein preisgekröntes Wein-Blog: goodwineunder20.blogspot.com. Die Seelen der Nacht ist Deborah Harkness' erster Roman. Weitere Bücher der Autorin sind bei Blanvalet bereits in Vorbereitung.

Rezension:
Die Historikerin Diana Bishop recherchiert in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford für ein kommendes Projekt. Dazu leiht sie auch das Manuskript "Ashmole 782" aus, das sofort einige Vampire, Dämonen und Hexen auf den Plan ruft. Denn "Ashmole 782" dürfte gar nicht geöffnet werden können, da es mit einem Zauberbann belegt ist und eigentlich als verschollen gilt. Doch Diana ist nunmal nicht nur Historikerin, sondern stammt auch einem uralten Hexengeschlecht ab, nur verweigert sie sich der Magie und Zauberei seit Kindheitsbeinen an.

Nachdem sie "Ashmole 782" nach ihren Recherchen wieder zurückgibt, heften sich die daran interessierten Wesen an sie, und Diana macht die Bekanntschaft von Matthew Clairmont, einem Vampir, der ebenfalls sehr an dem geheimnisvollen Manuskript interessiert ist. Diana verliebt sich in ihn, doch ist Matthew auch an ihr selbst interessiert oder zählt für ihn nur der Zugang zum Manuskript, das für Vampire, Hexen und Dämonen gleichermaßen interessant zu sein scheint?

Deborah Harkness' Debütroman "Die Seelen der Nacht" eignet sich perfekt für die momentan sehr langen und trüben Wintertage. Ein richtiger Wohlfühlschmöker mit einer anständigen Portion Spannung ist der Autorin hiermit gelungen. Der Leser wird von Anfang an mit vielen Informationen gefüttert, die zum Teil auch in wissenschaftliche Details ausufern, die die Autorin aber sehr verständlich zu erklären weiß.

Diana, die Hauptfigur, wird als sehr moderne Hexe dargestellt, die sich von niemandem bevormunden lässt, schon gar nicht von ihrem Gegenpart Matthew, der als 1500 Jahre alter Vampir doch manchmal recht angestaubte Ansichten über das Zusammenleben von Mann und Frau zutage trägt. Somit ergibt sich hier nicht nur eine zarte Liebesgeschichte, die allerdings in keiner Situation zu schmalzig gerät, sondern auch ab und an recht humorvolle Reibereien der beiden, die die Geschichte auflockern.

Der Schreibstil von Deborah Harkness ist sehr bildhaft und detailliert, aber nie zu ausufernd. Man fühlt sich regelrecht in die Geschichte hineinversetzt und die Charaktere und ihr Handeln werden nachvollziehbar dargestellt. Hexen, Dämonen und Vampire agieren wie "normale" Menschen und werden nicht direkt als Wesen anderer Art abgestempelt, was mir sehr gut gefallen hat.

Das Ende bleibt recht offen, da "Die Seelen der Nacht" der Auftaktband einer Trilogie ist. Der zweite Teil, der im Original "Shadow of Night" heißen wird, wird am 10. Juli 2012 erscheinen, ein deutscher Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Diana und Matthew weitergehen wird, denn "Die Seelen der Nacht" konnte mich definitiv in seinen Bann ziehen, und man sollte sich von seinem Umfang von 800 Seiten nicht abschrecken lassen!

Zur Gestaltung des Buchs: Das im Grundton schwarz gehaltene Cover zeigt mehrere rosafarbene Knospen und Blüten, die in Spotlackoptik hervorgehoben wurden.

Fazit: "Die Seelen der Nacht" kann durch seine sehr gut durchdachte und auch spannende Geschichte punkten. Trotz seiner 800 Seiten bleibt die Geschichte durchweg interessant, was vor allem den gesamten Charakteren zu verdanken ist, die durchweg zu begeistern wissen.

1 Kommentare

  1. Das wurde eines meiner Lieblingsbücher, kann kaum die Fortsetzung abwarten.

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