Rezension: Thomas Thiemeyer - Das verbotene Eden. David und Juna

28.10.11

Titel: Das verbotene Eden. David und Juna
Autor: Thomas Thiemeyer
Reihe: Das verbotene Eden # 1
Genre: Jugendbuch (ab 14 Jahren)
Verlag: PAN (22.08.2011)
ISBN: 978-3-426-28360-8
Gebunden, 464 Seiten
Preis: 16,99 €
eBook: ePub für 14,99 €
Bezugsquelle: PAN
Leseprobe

Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den "dunklen Jahren" leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen. Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer...
Zum Autor:
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern - Medusa, Reptilia, Magma, Nebra und zuletzt Korona - entdeckte er mit den Chroniken der Weltensucher höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit Das verbotene Eden. David und Juna beginnt ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt.

Rezension:
Die Welt um das Jahr 2080: Ein Virus, der vor 65 Jahren um sich gegriffen hatte, tötete jedwede Zuneigung zwischen Männern und Frauen und somit ist ein Kampf der Geschlechter entbrannt. Männer und Frauen leben getrennt voneinander und die Männer scheinen sich dem wackligen Frieden, der zwischen beiden herrscht, entgegenstellen zu wollen, denn sie greifen ein Frauendorf an und machen auch vor Mord nicht halt.

In diesen Wirren lernen sich Juna und David kennen und später auch lieben. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn beide wären somit automatisch dem Tode geweiht...

Thomas Thiemeyer springt nun neben seinem erfolgreichen Jugendbuch-Zyklus "Chroniken der Weltensucher" auf den momentan sehr angesagten Dystopie-Zug auf und das recht ungewöhnlich. Denn die Dystopien, die ich bisher gelesen hatte, waren so ziemlich nach dem gleichen Muster gestrickt: Mädchen trifft Junge, sie verlieben sich und lehnen sich eventuell gegen das verhasste System auf.

Bei "Das verbotene Eden. David und Juna" ist es anders. Obwohl die Geschichte um 2080 spielt, hat man nicht das Gefühl, einen Zukunftsroman zu lesen, sondern man sieht sich als Leser eher in einem historischen Roman wieder. Denn David ist ein Mönch, der im Kloster lebt und sich mit der Restaurierung von alten Schriften beschäftigt, da das Wissen des Buchdrucks fast gänzlich verlorenging.

Juna hingegen ist eine Kriegerin und Tochter der Hohepriesterin Arkana. Die Frauen beten im Gegensatz zu den Männern, die ihren Glauben ähnlich dem Christentum praktizieren, mehrere Göttinnen an. In den Kampfszenen, die nicht zu wenig vorkommen, geht es recht heftig zu und hier nimmt Thomas Thiemeyer auch kein Blatt vor den Mund. Daher mögen diese nicht für zu junge Leser geeignet sein, doch ich fand sie recht passend geschildert, zumal man ja um die ausgeprägten Hassgefühle zwischen Mann und Frau weiß.

Ich empfinde "Das verbotene Eden. David und Juna" als eine wirkliche Bereicherung im Dystopie-Genre. Da bisher die Vielzahl dieser Bücher von englischsprachigen Autoren stammen und ich anhand von Klappentexten und Leseeindrücken vermehrt das Gefühl bekomme, dass sich die meisten ähneln, konnte mich dieses Buch durch die Tiefe seiner Charaktere und dem interessanten Grundthema insgesamt beeindrucken.

Eine Fortsetzung ist bereits geplant, die sich u.a. mit Junas Freundin Gwen beschäftigen wird, die schon im vorliegenden Band eine kleine Plattform bekommt und ich bin gespannt, welche Geschichte sie zu erzählen hat. Ein Erscheinungstermin steht allerdings noch nicht fest.

Zur Gestaltung des Buchs: Das in Grün gehaltene Cover zeigt den Mönch David und die Kriegerin Juna. Im Hintergrund ist eine Karte der Alten Stadt angedeutet, die am Anfang und Ende des Buches jeweils doppelseitig komplett abgedruckt ist und vom Autor selbst gestaltet wurde.

Fazit: "Das verbotene Eden. David und Juna" ist für mich eine wirkliche Bereicherung im Dystopie-Genre. Durch sein ungewöhnliches Grundthema und den interessanten Charakteren konnte es mich rundum überzeugen und ich erwarte gespannt die Fortsetzung.

3 Kommentare

  1. Schön, dass es dir auch gefallen hat! :) Ich freue mich auch schon rieeeeesig auf die Fortsetzung!

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  2. Hallo :-)
    Ich würde mich freuen, wenn du an der Abstimmung zu meiner Umfrage teilnehmen würdest...
    Du findest sie auf meinen Blog, oben links in der Ecke...
    Liebe Grüße Angela

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  3. @Pia: Ich auch, ich auch :) Bisher konnte mich jedes Buch von Thomas Thiemeyer begeistern und das will was heißen ;)

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