Rezension: Kirsten John - Ariadne. Zeitreisende soll man nicht aufhalten

14.9.11

Titel: Ariadne. Zeitreisende soll man nicht aufhalten
Autorin: Kirsten John
Genre: Jugendbuch (ab 11 Jahren)
Verlag: Arena (Juli 2011)
ISBN: 978-3-401-06676-9
Gebunden, 320 Seiten
Preis: 14,99 €
Bezugsquelle: Arena

Ariadne kann es nicht fassen: Vor ihren Augen wird ihr Großonkel buchstäblich vom Erdboden verschluckt! Sie ahnt, dass sein Verschwinden mit seinen Zeitsprüngen zusammenhängen muss. Und dass sie die Einzige ist, die ihn jetzt noch retten kann. Dafür braucht sie allerdings die Hilfe von Moritz, der zwar echt süß ist - als Zeitreisender aber leider nicht gerade talentiert. Und sie haben es mit mächtigen Gegnern zu tun...
Zur Autorin:
Kirsten John denkt sich Geschichten aus, seit sie zehn Jahre alt ist. Eine Zeit lang schrieb sie nach der Schule, dann während des Studiums, schließlich neben ihrer Arbeit als Redakteurin bei einem Stadtmagazin. Irgendwann konzentrierte sie sich ganz und gar darauf - und veröffentlicht seitdem Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Von ihrem Schreibtisch aus hat sie einen wunderbaren Blick über Hannover, wo sie, ihre Familie und ihr Hund leben.

Rezension:
Die Familie der 13-jährigen Ariadne Wallenstein ist alles andere als normal: So ziemlich jede Person hat eine besondere Fähigkeit, die sie untereinander als "das Hexending" bezeichnen. Ihre kleine Schwester Aella kann sich in Luft auflösen, ihre zweite Schwester Alex kann Gegenstände ankokeln und sogar zum Brennen bringen, wenn sie richtig wütend wird und Ariadne trägt die Fähigkeit des Zeitreisens in sich, was allerdings noch nicht so recht klappen will. Meist macht sie einen ungewollten Zeitsprung, wenn sie sich heftig erschreckt, wie z.B. vor Spinnen und landet dann im hauseigenen Vorratskeller.

Als ihr geliebter Großonkel Pluvius, der auch ein Zeitreisender ist, jedoch von einem Unbekannten in einen Zeitriss gezogen wird, beschließt Ariadne ihn zu retten. Zusammen mit Moritz, einem Jungen, der neu in der Stadt ist und der bei der Suche nach Pluvius eine entscheidende Rolle zu spielen scheint und einer jüngeren Ausgabe ihres Großonkels, den sie bei einem Sprung in die späten 60er Jahre kennenlernt, stürzt sich Ariadne in ein Abenteuer, das sie in solchen Ausmaßen niemals erwartet hätte...

Kirsten John hat mit "Ariadne. Zeitreisende soll man nicht aufhalten" eine sehr humorvolle und spritzige Geschichte erdacht. Allein der Erzählstil, der sehr locker und witzig daherkommt, konnte mich von Beginn an für Ariadne und ihr Abenteuer einnehmen. Ariadne ist ein 13-jähriges Mädchen, das sehr authentisch wirkt. Sie ist auf eine gesunde Art sehr neugierig, kommt aber nicht altklug daher, sondern versucht auf ihre Weise, mit ihrer etwas merkwürdigen Familie und deren Geschichte zurechtzukommen.

Auch die Nebenfiguren, allen voran Großonkel Pluvius, wissen zu überzeugen. Sehr unterhaltsam ist vor allem der Abschnitt, als Ariadne ihn in den späten 60er Jahren trifft und er so gar nichts mit modernen Ausdrücken und Gegenständen wie z.B. einem Handy anzufangen weiß. Diese und andere Episoden sorgen für einige Lacher. Das Thema "Zeitreise" wurde bereits in Kerstin Giers "Edelstein-Trilogie" erfolgreich aufs Papier gebracht, jedoch kann ich hierzu keinerlei Vergleiche ziehen, da ich diese noch nicht gelesen habe. Ich nehme aber an, dass "Ariadne" ein guter Einstieg in diese Thematik für jüngere Leser ist, da zwar ein klein wenig Romantik durchscheint, diese aber nicht großartig ausgeführt wird.

Das Buch ist mit seinen 320 Seiten, den recht kurzen Kapiteln und dank seiner tollen Charaktere und einigen Wendungen schnell zu lesen. Ich fühlte mich mit "Ariadne. Zeitreisende soll man nicht aufhalten" gut unterhalten und würde mich definitiv über eine Fortsetzung freuen, da das Ende zwar relativ abgeschlossen ist, aber dennoch genug Stoff für weitere Abenteuer bietet.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt ein violettfarbenes Kästchen mit diversen Verzierungen und einem Schlüsselloch. Der Schlüssel dazu wurde ebenso abgebildet und beides spielt eine tragende Rolle im Buch.

Fazit: "Ariadne. Zeitreisende soll man nicht aufhalten" ist ein witziges, spritziges und auch spannendes Jugendbuch mit einer überaus sympathischen Hauptfigur und interessanten Nebencharakteren. Fortsetzung erwünscht!

1 Kommentare

  1. Du hast mir den Mund ja ganz schön wässrig gemacht...Mal sehen es wandert demnächste evt. auf den Wunschzettel :)

    AntwortenLöschen

Beliebte Beiträge