Rezension: Jason Lethcoe - Song

5.7.11

Titel: Song
Autor: Jason Lethcoe
Reihe: Der mysteriöse Mr. Spines # 3
Genre: Kinder-/Jugendbuch (ab 10 Jahren)
Verlag: arsEdition (08. Juni 2011)
ISBN: 978-3-7607-6379-8
Gebunden, 208 Seiten
Preis: 12,95 €
Bezugsquelle: arsEdition
andere Titel dieser Reihe: Wings, Flight

Edwards Schicksal scheint besiegelt, als der Schakal seine gefährlichsten Krieger entsendet, um ihn zu jagen. Doch Edward muss eine Prophezeiung erfüllen und ist bereit, jeden Preis dafür zu bezahlen. Wird er mit der Hilfe seiner Gefährten und des mysteriösen Mr. Spines die letzte große Schlacht gewinnen können?
Zum Autor:
Bevor Jason Lethcoe die Schriftstellerei zu seinem Beruf machte, arbeitete er 22 Jahre lang als Zeichner und Autor für verschiedene Hollywoodstudios, darunter Walt Disney, Dreamworks und Warner Bros. Jason Lethcoe hat seither zahlreiche Kinder- und Jugendbücher verfasst und lebt heute mit seiner Frau Nancy und seinen drei Kindern in Thousand Oaks, Kalifornien.

Rezension:
Edward muss sich im Abschlussband dieser Trilogie nun seinem ärgsten Feind, dem Schakal, stellen. Auf seinem Weg zu der Behausung des Feindes muss er sich zahlreichen Feinden entgegenstellen und seine Kräfte als Wächter prägen sich immer mehr aus. Doch findet er auch tatkräftige Unterstützung seiner neugewonnenen Freunde wie Tabitha und Bridget, in die er sich zu verlieben beginnt. Wird Edward den Schakal besiegen und seine Mutter, die Blaue Lady, finden können, die vom Schakal festgehalten wird? Und ist er wirklich der Brückenbauer, der laut einer Prophezeiung die Nachwelt retten wird?

Leider bin ich vom Ende der Trilogie um Edward etwas enttäuscht worden. Zuviele Dinge werden zu leicht gelöst, was ich von den beiden Vorgängerbänden so nicht unbedingt gewöhnt war. Trotzdem ist Jason Lethcoe mit "Song" ein guter Abschlussband gelungen, denn man darf nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine Kinderbuchreihe handelt.

Was mir gut gefallen hat, war, dass Whiplash Scruggs, die rechte und sehr bösartige Hand des Schakals, einen größeren Auftritt hatte, in der er wieder einmal seine berüchtigte Schere zum Durchtrennen von Flügeln schwingt. Ihn empfand ich definitiv als den eigentlichen Bösewicht der Reihe, dagegen wirkte der Schakal wie ein Anfänger im Böse-Sein.

Mehr versprochen hatte ich mir auch von dem Auftritt von Edwards Eltern. Beide wurden quasi nur am Rande erwähnt und da es bereits in "Flight" (dem zweiten Band) eine recht vielversprechende Rückblende in Melchiors Leben gab, von der ich davon ausging, dass sie in "Song" noch etwas vertieft werden würde, wurde ich davon doch enttäuscht.

Sehr interessant fand ich den Anhang des Buches, in dem man "Beezlenuts Anleitung für das Nachleben" findet: Eine Art Reiseführer durch die verschiedenen sieben Welten. Diese strotzen so vor tollen Einfällen, dass ich mich fragte, warum davon im Buch direkt leider so gar nichts erwähnt wurde, denn das hätte die Geschichte definitiv noch interessanter und abwechslungsreicher gestaltet.

Somit ist "Song" zwar ein netter Abschluss der Reihe um Edward Macleod, aber für mich zugleich auch der schwächste Teil. Trotzdem möchte ich die Reihe durchaus weiterempfehlen, denn für die angesprochene Zielgruppe ab 10 Jahren bietet sie durchaus tolle Unterhaltung, jede Menge Abenteuer und Spannung mit ungewöhnlichen Charakteren.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist, wie bereits die beiden Vorgängerbände, wunderschön mit einer Illustration von Scott Altmann gestaltet. Darauf sieht man Edward mit seinen ausgebreiteten Flügeln und einer Harfe in der Hand, die zwar im Buch nicht vorkommt, aber den Buchtitel "Song" unterstreicht und somit einen bestimmten Gesang, der wichtig in der Geschichte ist. Umzingelt wird er von Gefallenen und auch Bridget ist zu sehen. Die vorwiegende Farbe ist ein Rot in verschiedenen Tönen und der Schriftzug des Buchtitels ist in schimmrigem Silber gehalten. Die Schriftart, die ich sehr hübsch finde, wiederholt sich in den Kapitelüberschriften. Am Ende des Buches erwartet den Leser ein Anhang mit der schon erwähnten "Beezlenuts Anleitung für das Nachleben" und ein Glossar mit erläuternden Worten zu den vorkommenden Personen, Schauplätzen und Ereignissen im Buch.

Fazit: Ein leider zu glattes Ende für eine tolle Kinderbuch-Trilogie - "Song" wurde relativ einfach gelöst, behält aber den zauberhaften Erzählstil bei. Für Kinder ab 10 Jahren absolut empfehlenswert!

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