Rezension: Pittacus Lore - Ich bin Nummer Vier

4.5.11

Titel: Ich bin Nummer Vier
Autor: Pittacus Lore
Reihe: Lorien Legacies # 1
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: Aufbau-Verlag (Februar 2011)
ISBN: 978-3-351-04128-1
Broschiert, 352 Seiten
Preis: 14,95 €
Website zum Buch/Film, Leseprobe

Neun außerirdische Teenager und ihre Wächter fliehen auf die Erde, nachdem ihr Heimatplanet Lorien zerstört wurde. John ist einer von ihnen - immer auf der Flucht vor dem schrecklichen Feind, dessen einzige Mission es ist, ihn zu vernichten. Mit ständig wechselnder Identität zieht John von Ort zu Ort, immer der Neue ohne Verbindungen zu seiner Vergangenheit. Doch als er in Paradise, Ohio, ankommt, stellen unerwartete Ereignisse sein Leben auf den Kopf: die erste große Liebe, mächtige neue Fähigkeiten und eine Verbindung zu denen, die sein unfassbares Schicksal teilen.
Zum Autor:
Pittacus Lore ist der Anführer des Planeten Lorien. Die letzten zwölf Jahre hat er auf der Erde verbracht, um den Krieg vorzubereiten, der über das weitere Schicksal jeglicher Existenz entscheiden wird. Sein aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt.
Pittacus Lore ist das Pseudonym der beiden Autoren James Frey und Jobie Hughes, die gemeinsam das Buch "I Am Number Four" schrieben, welches 2010 in den USA veröffentlicht wurde. Ein Jahr später veröffentlichte DreamWorks Pictures den gleichnamigen Film.
James Frey wurde am 12. September 1969 in Clebeland, Ohio, USA geboren. Mit seinen beiden autobiographisch geprägten Romane "A Million Little Pieces" und "My Friend Leonard" gelang ihm gleich zweimal ein Bestseller. Ersteres wurde in den USA kontrovers diskutiert, da es vorgeblich autobiographisch ist, Aussagen von Angehörigen und Zeugen zufolge, aber nicht wahr sein kann.
Jobie Hughes wurde am 9. Juli 1980 in Renton, Washington, USA geboren, wuchs in Spencer, Ohio auf und lebt mittlerweile in New York. Er studierte Kreatives Schreiben an der Ohio University und an der Columbia University.

Rezension:
Der 15-jährige John Smith oder auch Nummer Vier kommt vom fernen Planeten Lorien, der von der Rasse der Mogadori zerstört wurde. Zusammen mit seinem Cêpan Henri, einer Art Wächter und Lehrer, ist John vor zehn Jahren von seinem Planeten zusammen mit acht weiteren Kindern geflohen, die die Erben von Lorien sind und alle eine gewisse übernatürliche Gabe in sich tragen.

Doch die Mogadori sind auch auf der Erde weiterhin hinter den Erben her, um die Rückkehr und den Wiederaufbau des Planeten Lorien mit aller Macht zu verhindern. Die Erben können allerdings nur nach numerischer Reihenfolge getötet werden. Nachdem John und Henri erfahren haben, dass bereits Nummer Drei getötet wurde, suchen sie neue Zuflucht in einem kleinen Ort in Ohio. Dort lernt John am ersten Schultag Sarah kennen, in die er sich verliebt, und Sam, der bald ein guter Freund wird. Doch das unvermeidliche Aufeinandertreffen mit den Mogadori steht schon kurz bevor...

John, einer der Erben Loriens, ist ein Charakter, bei dem ich etwas Zeit brauchte, um mit ihm warm zu werden. Anfangs ist er recht schwer greifbar, doch als er sein erstes Erbe (oder seine erste Gabe) offenbart bekommt, über das ich nichts näheres verraten möchte, wird er sympathischer und man kann gut nachvollziehen, wie er lernen muss, damit umzugehen. Auch seine ständige Furcht vor Entdeckung durch die Mogadori wird anschaulich geschildert.

Sympathische Nebencharaktere findet man in Henri, Johns Cêpan, Sam, seinem neuen Schulfreund, der sich sehr für außerirdische Lebensformen interessiert, ohne anfangs zu wissen, was sich eigentlich hinter John selbst verbirgt und Johns zugelaufenem Hund Bernie Kosar, für den er sogar sein Leben riskieren wird. Sarah, in die John sich verliebt, war mir eine gänzlich zu blasse Figur. Als John ihr seine wahre Herkunft offenbart, tut sie so, als wäre ein außerirdischer Freund etwas völlig Normales und hinterfragt absolut nichts. Es kam mir so vor, als ob die Autoren einfach eine Liebesgeschichte miteinbauen wollten, die nicht näher durchdacht wurde und mehr als "Füller" herhalten sollte.

Johns Geschichte wird aus seiner Sicht in Gegenwartsform erzählt, was die Handlung, vor allem als es zum unausweichlichen Kampf gegen die Mogadori kommt, sehr spannend macht und man sich als Leser hautnah am Geschehen beteiligt fühlt. Da es sich um eine auf sechs Bände angelegte Reihe handelt, bleiben einige Fragen offen. Im August 2011 wird im Englischen der zweite Band der Reihe, "The Power of Six", erscheinen, der sich dann allerdings mit Erbe Nummer Sieben beschäftigen wird, denn scheinbar soll jeder Band von einem anderen Erben handeln. Seit März 2011 läuft auch bereits der gleichnamige Film zum ersten Teil in den deutschen Kinos. "Ich bin Nummer Vier" ist ein spannender Serienauftakt, der einen guten Schuss Science-Fiction-Anteil in das Jugendbuch-Genre einbringt, der auch für männliche jugendliche Leser aufgrund seiner spannend erzählten Kampfszenen interessant sein dürfte.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist im Grundton dunkel gehalten. In der Mitte ist eine Art Feuerball oder Planet in Gelb- und Orangetönen abgebildet.

Fazit: "Ich bin Nummer Vier" besticht durch sympathische Außerirdische, die sich kaum von der menschlichen Rasse unterscheiden. Der Mix aus Spannung und Science-Fiction-Anteilen bietet gute Unterhaltung und macht neugierig auf den Folgeband.

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