Rezension: Heather Brewer - Vladimir Tod hat Blut geleckt

16.5.11

Titel: Vladimir Tod hat Blut geleckt
Autorin: Heather Brewer
Reihe: The Chronicles of Vladimir Tod # 1
Genre: Jugendbuch (ab 12 Jahren)
Verlag: Loewe (März 2011)
ISBN: 978-3-7855-7027-2
Broschiert, 208 Seiten
Preis: 7,95 €
Leseprobe

Vladimir Tod hat das bissige Etwas!
Wenn er sich aufregt, fährt er die Zähne aus.
Wenn er nicht schlafen kann, macht er sich einen Becher Blut warm.
Wenn er nicht zur Schule kommt, dann weil ihm Untote an die Gurgel wollen...
Klingt schräg?
Willkommen im Leben von Vladimir Tod, Halbvampir!
Zur Autorin:
Heather Brewer war wie Vladimir ein eher ungewöhnlicher Teenager. Sie trug mit Vorliebe Schwarz, tanzte unter dem Vollmond und verschlang jedes Buch, das ihr zu nahe kam. Zugegeben, sie hat sich seither wenig verändert. Heutzutage trifft man Heather häufig an ihrem Schreibtisch an, wo sie in ihrem coolen Schlafanzug (schwarz mit Häschen drauf) neue Geschichten verfasst. Noch immer tanzt sie unterm Vollmond und verschlingt jedes Buch in Reichweite. Heather glaubt nicht an Happy Ends - es sei denn, es fließt Blut. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Missouri, USA.

Rezension:
Vladimir Tod geht auf die Junior High School und lebt oberflächlich das normale Leben eines Teenagers - wäre da nicht der Fakt, dass er ein Halbvampir ist. Seine Eltern sind bei einem Brand vor drei Jahren ums Leben gekommen. Seitdem lebt er bei seiner "Tante" Nelly. Sie und sein bester Freund Henry sind die einzigen, die über seine wahre Herkunft Bescheid wissen.

Eines Tages verschwindet Vlads Englischlehrer Mr. Craig spurlos. Ein Vertretungslehrer, Mr. Otis, spring für ihn ein. Dieser erscheint Vlad von Anfang an mysteriös und unheimlich. Vlad macht sich daran, näheres über das Verschwinden von Mr. Craig herauszufinden und kommt damit auch dem Grund, warum seine Eltern sterben mussten und der wahren Identität von Mr. Otis näher, als ihm lieb sein kann...

Vlad, der Protagonist des Romans, ist ein sympathischer Charakter, mit dem man automatisch mitfiebert, wenn er z.B. in der Schule versucht, seine wahre Identität geheimzuhalten und zu verschleiern. Leider hat Heather Brewer nicht darauf verzichtet, typische Klischees miteinzubauen: die Aversion gegen Sonnenlicht und Knoblauch sind nur ein Teil davon. Der anfängliche Bösewicht Mr. Otis und die anderen Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Tante Nelly zum Beispiel wird in ihrem Handeln und Denken unwahrscheinlich naiv dargestellt, dass man nur den Kopf schütteln möchte.

Auch die Gesamthandlung lässt zu wünschen übrig. Anfangs wirkt die Geschichte recht langweilig und man könnte meinen, die Autorin hebt sich alles Spannende für den Schluss auf, in dem dann die geballte Ladung abgefeuert wird. Viele Ereignisse, wie zum Beispiel als Vlad das Tagebuch seines Vaters findet, wirken konstruiert, weil es der Handlung gerade nützt. Es bleibt natürlich zu bedenken, dass die Reihe um Vladimir Tod sich an Leser/innen ab 12 Jahren richtet, die mit der Geschichte sicher besser bedient werden.

"Vladimir Tod hat Blut geleckt" wird aus der neutralen Sicht in Vergangenheitsform erzählt. Die Sprache und der Schreibstil sind flüssig, leicht und schnell zu lesen. Die Kapitel selbst sind recht kurz gehalten, sie beginnen jeweils mit weißem Text auf schwarzem Grund, eine nette Idee wie ich finde. Insgesamt sind bereits 5 Bände um Vladimir Tod im englischsprachigen Original erschienen. Wann der nächste Band in Deutschland veröffentlicht wird, steht noch nicht fest.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover kommt in moderner Gestalt daher. Man sieht Vlad in schwarz-weiß gehalten, auf seiner Brust prangt ein knallroter Vampir-Smiley.

Fazit: "Vladimir Tod hat Blut geleckt" wird Kindern und Jugendlichen mit Sicherheit gefallen. Mir selbst war die Geschichte zu simpel gestrickt, mit Klischees, die nichts Neues bieten und recht schwachen Charakteren.

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