Rezension: Anke Höhl-Kayser - Ronar. Zwei Welten

19.5.11

Titel: Ronar. Zwei Welten
Autorin: Anke Höhl-Kayser
Reihe: Ronar # 2
Genre: Jugendbuch/Fantasy
Verlag: Books on Demand (Oktober 2010)
ISBN: 978-3-8423-2629-3
Broschiert, 320 Seiten
Preis: 18,80 €
Leseprobe
andere Titel dieser Reihe: Ronar

Ronars Abenteuer geht weiter! Ein Jahr ist vergangen, seitdem Ronar seinen Vater, den Schwarzen König Elaran, besiegt und die Elthenkrone für Athanian zurückerobert hat. Doch dann wird Ronars Welt von einem unvorhergesehenen Ereignis aus den Angeln gehoben: Eine mysteriöse Krankheit sucht Athanian heim. Ronar steht ihm mit seinen magischen Kräften zur Seite. Ihre einzige Hoffnung ist Ronars Vater: Nur er kann Athanians Leben retten.
Unterdessen wird der Elthenpalast von einem fürchterlichen Feind angegriffen, gegen den sich Athanians Sohn Avenor als neugewählter Herrscher trotz seiner Selbstzweifel und seines Zwists mit seinem Bruder Satya behaupten muss. Ronars und Athanians Reise führt die beiden Freunde durch Zeit und Raum. Wird der Schwarze König ihnen helfen?
Zur Autorin:
Anke Höhl-Kayser, Jahrgang 1962, lebt mit ihrer Familie und ihrem Berner Sennenhund in Wuppertal. Die Literaturwissenschaftlerin schreibt Jugendbücher und Lyrik.

Rezension:
Zur Handlung möchte ich nicht mehr verraten, da die Kurzbeschreibung schon recht viel davon preisgibt. Ronar lebt inzwischen ein Jahr bei den Elthen und wieder hat er schwierige Aufgaben vor sich, die ihn noch mehr reifen lassen. Auch in "Ronar - Zwei Welten" versteht es die Autorin Anke Höhl-Kayser den Leser in eine Welt mitzunehmen, die so detailliert beschrieben wird, dass man quasi zusammen mit Ronar diese erforscht und hautnah in dem Abenteuer dabei ist.

Wurde im ersten Band "Ronar" noch vermittelt, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden, wird in "Ronar - Zwei Welten" nun geschildert, wie sehr man an neuen unbekannten Aufgaben wachsen kann und wie man diese löst, wenn man sich traut, sie in Angriff zu nehmen und sich nicht in Zweifel an sich selbst verliert.

Ronar ist vom Charakter her der gleiche geblieben. Er ist nun ein Jahr älter geworden und hat sich weiterentwickelt, ist aber immer noch der sympathische Junge, mit dem man mitfiebert. Von seinem Vater Elaran hätte ich mir etwas mehr versprochen, bleibt er doch in diesem Band gegenüber der Vorgängergeschichte recht blass. Um die einzelnen Charaktere besser verstehen und kennenlernen zu können, möchte ich empfehlen, zuerst "Ronar", den ersten Band der Reihe, zu lesen, da diese nicht erneut eingeführt werden und somit das Verständnis fehlen könnte.

Der Schreib- und Sprachstil von Anke Höhl-Kayser ist wie bereits in "Ronar" flüssig und leicht zu verstehen. Die Geschichte selbst ist in 4 Teile gesplittet, "Alte Wunden", "Der Sturm", "Mond" und "Erfüllte Träume", wobei die einzelnen Kapitel recht kurz gehalten sind, was ich sehr begrüße. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Einflechtung von Science-Fiction-Elementen, sprich die Reise zum Mond. Dieser Ausflug war meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig, ist aber natürlich Geschmackssache.

Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem schwarz gehaltenen Cover ist ein schwarzer, fliegender Vogel über einem angedeuteten Wald zu erkennen. Gestaltet wurde das Umschlagbild erneut von Noëlle-Magali Wörheide, das stimmig zum ersten Teil passt.

Fazit: Mit "Ronar - Zwei Welten" schafft Anke Höhl-Kayser erneut einen Fantasyroman für Jung und Alt, der bestimmte Werte ohne erhobenen Zeigefinger vermittelt und spannend zugleich ist.

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