Rezension: Spencer Quinn - Bernie & Chet

11.4.11

Titel: Bernie & Chet
Autor: Spencer Quinn
Reihe: A Chet and Bernie Mystery # 1
Genre: Krimi/Hundekrimi
Verlag: Penhaligon (Januar 2011)
ISBN: 978-3-7645-3070-9
Gebunden, 352 Seiten
Preis: 19,99 €
Website zum Buch, Leseprobe

Ein unwiderstehlicher Schnüffler auf vier Pfoten...
Bernie Little und sein Partner Chet sind die besten Privatdetektive der Stadt. Und das liegt vor allem an Chet, der immerhin beinahe mal ein Polizeihund geworden wäre. Zugegebenermaßen hat Chet all die typischen Schwächen eines Hundes: So verfügt er über einen unbezähmbaren Spieltrieb und ein äußerst lückenhaftes Erinnerungsvermögen. Doch das macht der smarte Vierbeiner mehr als wett mit seinem Jagdinstinkt und seiner untrüglichen Spürnase. Vor allem jedoch hat Chet ein großes, mutiges Herz, das ganz und gar für sein liebenswertes Herrchen Bernie schlägt - und für die hübsche Menschenfrau Suzie Sanchez, die nach Chets Ansicht das perfekte Weibchen für Bernie wäre. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Treiben der Menschen?
Zum Autor:
Spencer Quinn ist bereits mit seinem hinreißenden Hundekrimidebüt Bernie und Chet der Sprung in die vordersten Ränge der New-York-Times-Bestsellerliste gelungen. Und auch der zweite spannende Fall für den charmanten Detektiv auf vier Pfoten und sein treues Herrchen fand sich dort wieder. Spencer Quinn lebt mit seinem Hund Audrey in Cape Cod.

Rezension:
Bernie Little ist ein etwas abgehalfterter Privatdetektiv, der sich zusammen mit seinem Hund Chet mehr schlecht als recht mit Aufträgen über Wasser hält. Doch dann erscheint eines Tages die aufgelöste Cynthia Chambliss, die ihre Tochter Madison vermisst und Bernie mit einem großzügigen Vorschuss lockt, diesen Fall anzunehmen. Doch Madison spaziert am gleichen Abend noch mir nichts dir nichts durch die Tür, sie behauptet, im Kino gewesen zu sein. Doch Bernie merkt schnell, dass das nicht stimmen kann. Dann ist Madison wirklich verschwunden und Bernie und Chet machen sich auf die Suche nach ihr und diese hat es in sich...

Richtig spannend ist der Fall um die verschwundene Madison nicht, aber ich denke, genau das sollte bezweckt werden, denn der wirkliche Held dieser Geschichte ist definitiv Chet. Chet erzählt aus der Ich-Perspektive und damit ist Spencer Quinn eine tolle Idee gelungen. Denn Chet ist ein sehr sympathischer Charakter, manchmal etwas tollpatschig, aber dann auch wieder recht scharfsinnig und seine Kommentare bringen den Leser sehr oft zum Schmunzeln.

Was sein Herrchen Bernie angeht, ist dieser der Gegenpart zum strahlenden Helden Chet. Geschieden, immer etwas in Geldnot, etwas heruntergekommen, versucht er sich mit Beschattungsaufträgen über Wasser zu halten. Auch die Nebencharaktere bleiben gegenüber Chet farblos, doch ist dies nachvollziehbar, da Chet ja aus seiner Perspektive erzählt und da zählen nunmal andere Dinge als beispielsweise das Aussehen.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, passend zu Chets Gedanken- und Gefühlswelt. Dieser Roman lebt eindeutig von Chets recht lustigen Ansichten und Lebensweisheiten und am Ende des Buches wird es doch noch einmal spannend und eine Fortsetzung wird leicht angedeutet. Ich fühlte mich bei der Lektüre von "Bernie & Chet" jedenfalls sehr gut unterhalten und würde mich freuen, wenn diese Serie auch bei uns fortgesetzt wird. Im Original sind bereits 3 Fälle des Ermittlerduos erschienen, "Dog on It" (dt. "Bernie & Chet"), "Thereby Hangs a Tail" und "To Fetch a Thief". Band 4 erscheint im Original im September 2011 mit dem Titel "The Dog who knew too much".

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt eine Silhouette von Chet, im Hintergrund die Skyline einer Stadt und eine große Sonne. Die Schriftart des Buchtitels finde ich sehr gelungen, sie erinnert mich in irgendeiner Form an Kriminalfilme der 50er. Die gleiche Schriftart wird auch für die Kapitelüberschriften benutzt.

Fazit: "Bernie & Chet" bietet solide Unterhaltung, bei der der Kriminalfall selbst zwar im Hintergrund steht, der aber durch seinen tierischen Protagonisten vollkommen punkten kann.

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