Rezension: Markus Heitz - Judastöchter

26.1.11

Titel: Judastöchter
Autor: Markus Heitz
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Verlagsgruppe Droemer/Knaur (Dezember 2010)
ISBN:
978-3-426-65230-5
Broschiert, 608 Seiten
Preis: 14,99 €
Leseprobe

Andere Titel dieser Reihe:
Judassohn (Judas # 2)

Kurzbeschreibung:
Die Vampirin Sia ist das letzte der todbringenden Judaskinder - und zu allem bereit, um zu verhindern, dass der Fluch an Emma und Elena, ihre einzigen Nachfahren, weitergegeben wird. Als die beiden entführt werden, beginnt für Sia daher ein mörderischer Wettlauf mit der Zeit: Denn gelingt es ihr nicht, die unschuldige Frau und ihr Kind zu retten, könnten sie zu Töchtern des Judas werden. Und dann muss Sia die beiden töten...

Zum Autor:
Seit Markus Heitz mehrfach mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet wurde, gilt er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt mit seiner Familie in Zweibrücken.

"Elena?" Gott, das ist sie! Sias Herz machte mehrere schnelle Schläge hintereinander, die Freude ließ einen heißeisigen Guss an ihrem Rückgrat hinabgleiten, und eine nie erlebte Rührung breitete sich in ihr aus. Sie ist es! Sie zitterte, der Mund öffnete sich, aber ihre Stimme versagte. Gleichzeitig verstand sie die Welt nicht mehr. (Seite 431)

Rezension:
"Judastöchter" ist der dritte und somit abschließende Band der Trilogie um die Kinder des Judas. Theresia Sarkowitz, genannt Sia, die der Leser bereits aus den vorangegangenen Bänden kennt, ist auch hier wieder die Protagonistin. Ihre Nachfahrin Emma liegt nach den Ereignissen in "Judassohn" im Koma. Ihre Tochter Elena wacht an ihrem Bett, doch sie verfolgt mit ihren sieben Jahren bereits einen ihrer Meinung nach ausgebufften Plan: Sie will sich selbst töten, um auch eine Judastochter und somit unsterblich und unverwundbar zu werden wie ihre Tante Sia.

Doch dann kommt alles anders: Beide, Emma und auch Elena, werden entführt. Die Entführer fordern von Sia im Gegenzug zu beider Leben, dass sie mehrere Gestaltwandler in Irland töten soll. Doch damit geht ein Krieg um die Vorherrschaft in Irland einher. Sia bekommt Unterstützung in der Gestalt von Eric von Kastell, einem Werwolfjäger, und seiner Halbschwester Justine, die ihr helfend zur Seite stehen.

Wird Sia ihre Nachkommen retten können und wer genau verbirgt sich hinter der mysteriösen Gruppe der Sídhe, die Emma und Elena entführt haben?

Durch die Ereignisse in "Judassohn" und ihrem sofortigen Anknüpfen beginnt "Judastöchter" gleich rasant und schnell. Man muss nicht zwingend die beiden ersten Bände gelesen haben, doch ist es ratsamer, um schneller und problemloser in die Handlung hineinzufinden.

Auch in "Judastöchter" sind wieder sehr viele Personen ins Geschehen involviert, es existieren mehrere Handlungsstränge, die aber, wie ich bereits gewohnt bin, von Markus Heitz am Ende wieder in ein stimmiges Ganzes zusammen führen. Der Roman verfügt über zahlreiche actiongeladene Szenen, die manches Mal recht brutal und grausam geschildert sind.

Wurden in "Judassohn" noch geschichtliche Begebenheiten eingestreut, erfährt man in "Judastöchter" mehr über die irische Kultur und Mythologie. Desweiteren haben mir die Szenen mit Emma sehr gut gefallen, die eigentlich im Koma liegt und doch auch zu Wort kommt und den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben lässt, nur unterbrochen durch Geräusche der angeschlossenen technischen Geräte, die sie am Leben erhalten.

"Judastöchter" ist ein gelungen runder Abschluss der Trilogie um die Judaskinder, der keine Fragen offenlässt. Wer sich nicht allzu sehr an blutigen Szenen stört, dem möchte ich die gesamte Trilogie wärmstens ans Herz legen.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover passt sich wunderbar an die beiden Vorgängerbände an, die obligatorische Maske mit Fangzähnen ist dieses Mal in Rot gehalten und, wie Autorenname und Buchtitel, in Spotlackoptik hervorgehoben. Am Anfang des Buches ist eine hilfreiche "Dramatis Personae" abgedruckt und der Leser wird über besondere Vampirarten und Begriffe aufgeklärt.

Fazit: "Judastöchter" bringt Spannung und Action mit nicht sehr zahmen Vampiren und Gestaltwandlern - ein gelungener Abschluss der "Kinder des Judas"-Trilogie.

Wertung: 5 von 5 Punkten

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2 Kommentare

  1. Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen! Tolle Rezension und liebe Grüße :-)

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  2. dankeschön und dir auch viele Grüße zurück :)

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