Rezension: Christa Kuczinski - Roseend. Wölfin des Lichts

11.1.11

Titel: Roseend. Wölfin des Lichts
Reihe: Roseend # 1
Autorin: Christa Kuczinski
Genre: Urban Fantasy
Verlag: Tordenfjord Verlag (Januar 2010)
ISBN:
978-3-939948-32-2
Broschiert, 162 Seiten
Preis: 10,95 €
Website zum Buch
Leseprobe
(vielen Dank für die Bereitstellung an Christa Kuczinski)

Kurzbeschreibung:
Die junge Sara ist seit Jahren auf der Flucht. In dem kleinen, abgelegenen Ort Roseend findet sie endlich ein neues Zuhause. Und die netten, zuvorkommenden Einwohner scheinen auch irgendwie anders zu sein - genau so anders wie sie selbst.
Sara verliebt sich in Jack, der offenbar eine Vormachtstellung im Ort hat. Doch ganz so einfach, wie sie es sich erhofft, ist die Beziehung nicht, denn der Vollmond verändert nicht nur die Dortbewohner und Jack, er verändert auch Sara, und es zeigt sich, dass sie doch nicht so ist wie die anderen.
Werden Sara und Jack den Kampf um ihre Liebe gewinnen können - oder wird Saras Vergangenheit und ihr Geheimnis um ihre Andersartigkeit alles zerstören?

Zur Autorin:
Christa Kuczinski, geboren 1971, verbrachte ihre Kindheit an der Mosel. Seit über zehn Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen im Hunsrück. 2009 begann sie, durch das Projekt eines Verlages, dem sie einige ihrer modernen Märchen zur Verfügung stellte, ernsthaft mit der Schreiberei. "Roseend. Wölfin des Lichts" ist ihr erster Roman.

Dass sie Jack etwas Grundlegendes verheimlichte, schien in diesem Moment keine Bedeutung zu haben, wieder einmal schob sie diesen Gedanken weit von sich. Sollte ihre Beziehung mit Jack weitergehen, blieb immer noch Zeit genug, es ihm zu sagen. Irgenwann wenn sie sich dazu bereit fühlte. Aber darin täuschte sie sich gründlich, wie sich in den nächsten Wochen zeigen sollte. (Seite 63)

Rezension:
Sara, eine Werwölfin, zieht in das kleine Dorf Roseend, in dem Werwölfe, die in Ruhe und gewaltfrei leben wollen, einen Rückzugsort für sich gefunden haben. Der Führer dieses Werwolfrudels ist Jack, in den sich Sara alsbald verliebt. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken in Roseend auf: Sara wird von Simon, ihrem ehemaligen Liebhaber, verfolgt, der sie unbedingt zurückerobern will und ihm scheint jedes Mittel recht zu sein.

Und auch in Roseend selbst scheint es Werwölfe zu geben, die eifersüchtig auf Saras immer tiefer gehende Beziehung zu Jack sind. Außerdem birgt Sara ein Geheimnis, das sie von den anderen Werwölfen auszugrenzen droht und das sie keinesfalls preisgeben möchte...

"Roseend. Wölfin des Lichts" ist der erste Band einer Werwolf-Saga rund um die Protagonistin Sara. Die Autorin gibt interessante Einblicke in das Verhalten der Werwölfe innerhalb eines Rudels, der Rangordnung und "Etikette". Die Werwölfe werden hier nicht als bösartige Bestien dargestellt, sondern mehr als menschliche Wesen, die Gewalt verabscheuen und einfach nur ihr normales Leben leben möchten.

Doch leider blieben mir die einzelnen Charaktere, vor allem Sara und Jack, etwas zu blass gezeichnet, ich konnte keinen richtigen Bezug zu ihnen aufbauen. Man erfährt zwar einige wichtige Dinge aus Saras Vorleben und begreift, warum sie zurückhaltend gegenüber anderen Personen ist, doch hätte ich mir ihre Vorgeschichte und Gedankengänge gerne etwas ausführlicher gewünscht.

Die Geschichte hastet nur so durch die recht kurz gehaltenen 20 Kapitel. Das kann natürlich an der geringen Seitenzahl von 162 Seiten liegen und ich hoffe, dass sich das im nächsten Band ändern wird und auch noch näher auf die einzelnen Figuren eingegangen wird. Christa Kuczinski liefert mit ihrem Debütroman eine nette Geschichte für zwischendurch und ich bin sehr gespannt, ob sie sich mit dem nächsten Band der Saga, "Roseend. Schattenklang", noch steigern kann.

Alles in allem ein netter Werwolf-Roman, den man lesen kann aber nicht muss. Positiv zu erwähnen ist, dass "Wölfin des Lichts" keinen Cliffhanger hat und somit auch als abgeschlossen betrachtet und eigenständig gelesen werden kann.

Etwas, was mich doch sehr gestört hat, aber nichts mit der Geschichte an sich zu tun hat, waren die doch gehäuften Rechtschreibfehler: Aus einem Zaun wurde wiederholend ein Zaum und dem Wort drangsalieren ein dranglasieren. Da hätte sich das Lektorat wirklich mehr Mühe geben können.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist in verschiedenen Brauntönen gehalten, auf dem mehrere Bäume und ein großer leuchtender Mond im Hintergrund abgebildet sind.

Fazit: Ein netter kurzweiliger Roman für zwischendurch, der noch ausbaufähig ist.

Wertung: 3 von 5 Punkten

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