Rezension: Bernd Perplies - Magierdämmerung. Für die Krone

23.9.10

Titel: Magierdämmerung. Für die Krone
Reihe: Magierdämmerung #1
Autor: Bernd Perplies
Genre: Fantasy
Verlag: Egmont Lyx (September 2010)
ISBN:
9783802582646
Broschiert, 448 Seiten
Preis: 12,95 €
Leseprobe

(vielen Dank für die Bereitstellung an den Egmont Lyx-Verlag)

Kurzbeschreibung:
London 1897. Jonathan Kentham führt ein ganz gewöhnliches Leben als Reporter des Strand Magazine - bis er eines Nachts einen alten Mann sterbend in einer Gasse vorfindet. Dieser entpuppt sich als Albert Dunholm, der Erste Lordmagier von London, und sein Tod stellt Jonathans Leben völlig auf den Kopf. Unfreiwillig wird er in eine Welt der Magie hineingezogen - eine Welt hinter den Fassaden des viktorianischen London, in der Fabelwesen, Geister und Menschen mit übersinnlichen Kräften existieren. Gemeinsam mit Dunholms Kutscher Randolph Brown und dem exzentrischen, dandyhaften Magier Jupiter Holmes versucht Jonathan herauszufinden, was hinter dem Mord an Dunholm wirklich steckt.
Zur gleichen Zeit begibt sich die junge Hexe Kendra McKellen mit ihrem Großvater Giles auf eine Reise aus den Highlands nach London. Giles will dort mit Dunholm, seinem alten Freund, über seltsame Veränderungen in der Magie beraten - Veränderungen, die Anlass zu großer Sorge geben.
Sie alle müssen feststellen, dass eine Verschwörung von furchtbaren Ausmaßen im Gange ist. Eine Gruppe von Magiern hat in den Ruinen des untergegangenen Atlantis ein uraltes Siegel geöffnet, um ein neues Zeitalter der Magie einzuläuten. Doch stattdessen droht das Chaos über die Welt hereinzubrechen...

Zum Autor:
Bernd Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren und studierte Filmwissenschaft und Germanistik in Mainz. Heute arbeitet er am Deutschen Filminstitut in Frankfurt/Main als Redakteur von filmportal.de und ist darüber hinaus als Übersetzer tätig. Mit der furiosen "Tarean"-Trilogie gab er sein viel beachtetes Debüt.

Die Verbindung zur Magie brach ab, und es wurde dunkel. Das ist das Ende, durchfuhr es Kendra. Überall war nur noch Wasser - Wasser, das ihr die Kraft aus den Gliedern sog, Wasser, das ihre Lungen füllte, Wasser, das ihr das Bewusstsein zu rauben drohte. (Seite 110)

Rezension:
Bernd Perplies' Auftakt zur neuen Trilogie "Magierdämmerung" besticht durch einen flüssigen Schreibstil, der zwar oft sehr ausgeschmückt, aber nie anstrengend zu lesen ist. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven in der dritten Person erzählt. Die Spannung baut sich von Kapitel zu Kapitel auf, sodass man immer neugieriger wird, wie es wohl weitergehen mag. Dies liegt auch an den zahlreichen geheimnisvollen Ereignissen, Personen und einzelnen Intrigen, die den Leser in Atem halten. Der Schauplatz des viktorianischen London ist sehr passend gewählt und stimmungsvoll in Szene gesetzt.

Sehr gut gefallen haben mir die anschaulich dargestellten Personen des Romans: Jonathan Kentham, ein Zeitungsredakteur, der zufällig in die Welt der Magier hineingezogen wird. Kendra McKellen, ein junges Mädchen, das die Magie quasi schon in die Wiege gelegt bekommen hat und nun lernen muss, damit umzugehen. Und vor allem der exzentrische Magier Jupiter Holmes, von dem angenommen wird, dass er das Vorbild zum literarischen Sherlock Holmes darstellt.

Am Ende laufen die einzelnen Handlungsstränge sehr stimmig zusammen. Es bleibt zwar sehr offen gehalten, aber ich möchte vermuten, wer dieses Buch gelesen hat, wird sicherlich auch gerne die Wartezeit auf den 2. Band "Magierdämmerung. Gegen die Zeit", der im Februar 2011 erscheinen soll, in Kauf nehmen, um zu erfahren, wie es mit Jonathan und seinen Magierverbündeten weitergehen wird.

Zur Gestaltung des Buchs: Auf dem Cover der Klappenbroschur ist die "Nautilus", die auch eine Rolle im Buch spielt, abgebildet. Der Autorenname und Buchtitel werden durch Spotlackoptik hervorgehoben. Im Inneren erwartet den Leser am Anfang eine Karte von Europa aus dem Jahr 1897, am Ende des Buches eine Straßenkarte von London des gleichen Jahres. Außerdem wurde eine "Dramatis Personae", ein Namensverzeichnis der wichtigsten Personen, beigefügt.

Fazit: Bernd Perplies gelingt ein spannender und auch unterhaltsamer Auftakt zu einer neuen Trilogie angesiedelt im London des Jahres 1897, bei dem man sich einfach nur auf die Fortsetzung freuen darf und kann. Für mich ein absolutes Lese-Muss!

Wertung: 5 von 5 Punkten

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