Rezension: David Lozano Garbala - Puerta Oscura. Totenreise

3.8.10

Titel: Puerta Oscura. Totenreise
Originaltitel: La Puerta Oscura - El Viajero
Autor: David Lozano Garbala
Reihe: Puerta Oscura #1
Genre: Jugendbuch (ab 12)
Verlag: Loewe (Juni 2010)
ISBN:
9783785568637
Gebunden, 607 Seiten
Preis: 19,95 €

(vielen Dank für die Bereitstellung an den Loewe-Verlag)

Kurzbeschreibung:
Eigentlich ist Pascal nur wegen Michelle zu der Gothic-Party in die Pariser Wohnung der Familie Marceaux gekommen. Doch bei der Suche nach passenden Klamotten für seine Kostümierung findet er in einer alten Truhe die Puerta Oscura, den geheimen Zugang zum Reich der Toten. Nur alle 100 Jahre, in der Nacht zu Allerheiligen, wird die Pforte geöffnet und gestattet einem einzelnen Wanderer den Eintritt in die Unterwelt.
Aber das Gleichgewicht zwischen dem Totenreich und unserer Welt ist fragil. Wann immer ein Lebender in das Totenreich geht, gelangt ein Wesen aus der Unterwelt in die Wirklichkeit. Pascal hat einen Vampir befreit, der nun Michelle entführt und sie in den tiefsten Winkeln der Hölle verstecken lässt. Zögernd und nur mit einem magischen Medaillon bewaffnet, begibt sich Pascal erneut in das Reich der Toten. Er hat nur sieben Tage Zeit. Und die vergehen schnell - in der Ewigkeit!

Zum Autor:
David Lozano Garbala wurde 1974 in Zaragoza geboren. Schon als Jugendlicher liebte er Fantasy- und Horrorfilme und er fing schon früh an, selbst zu schreiben. Er studierte Jura und arbeitete als Anwalt in seiner Heimatstadt, aber er hörte nie auf, Geschichten zu erzählen. Seit dem Erscheinen von "Puerta Oscura" in Spanien ist David Lozano Garbala dort zu einer Ikone der Jugendliteratur geworden.

Doch die Aufgaben, die seiner harrten - und er zweifelte nicht daran, dass weitere auf ihn warteten -, sie würden viel von ihm verlangen. Nein, nicht nur viel. Alles würde er geben müssen. (Seiten 122/123)

Rezension:
"Totenreise" ist der 1. Band der auf eine (soweit ich richtig informiert bin) Trilogie angelegten "Puerta Oscura"-Reihe. Auch wenn hier wieder einmal das Thema Vampire angesprochen wird, das ja schon sehr reichlich behandelt wurde und wird, liegt das Hauptaugenmerk doch auf dem Reich der Toten, in dem gut die Hälfte des Buches spielt.

Sehr gut gelungen sind die einzelnen Perspektivwechsel, die inmitten eines spannungsreichen Moments zum nächsten Schauplatz umschwenken. Vor allem der Schauplatz des Kronosfelsens im Totenreich ist sehr interessant geschildert, da der Wanderer Pascal dort verschiedene Zeitepochen wie z.B. die Inquisition meistern und dort den Ausgang zur nächsten Epoche suchen muss.

Von dem dargestellten Vampir war ich sehr begeistert, denn es handelt sich hier nicht um einen geschönten Vertreter à la Twilight, sondern dieser Vampir bedient das Althergebrachte: Kein Spiegelbild, lichtempfindlich und mit Silber und Weihwasser zu verletzen.

Da es sich hier um den 1. Band der Serie handelt, endet das Buch sehr offen, was mich etwas unbefriedigt zurückgelassen hat. Es ist zu hoffen, dass der 2. Band rasch übersetzt wird, da einige Fragen unbeantwortet bleiben. Ich bin und bleibe gespannt.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist in schwarz-weiß gehalten mit verschiedentlich dargestellten Skeletten. Autor und Titel sind geprägt und ein Lesebändchen in Schwarz rundet die Gestaltung ab.

Fazit: Spannend, abenteuerlich und gruselig - "Totenreise" beschert Lesern dieses Genres angenehme Gänsehautstunden.

Wertung: 4 von 5 Punkten

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2 Kommentare

  1. Bekam beim lesen wirklich öfters Gänsehaut und mir lief ein Schauer über den Rücken.

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  2. Ja, das war so richtig nach meinem Geschmack :) Nur mit dem Ende konnte ich mich nicht so ganz anfreunden, aber ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung :)

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