Rezension: Michelle Zink - Die Prophezeiung der Schwestern

20.5.10

Titel: Die Prophezeiung der Schwestern
Originaltitel: Prophecy of the Sisters
Reihe: Guardian of the Gate #1
Autorin: Michelle Zink
Genre: Jugendbuch
Verlag: cbj (August 2009)
ISBN:
9783570137215
Gebunden, 416 Seiten
Preis: 17,95 €

Autorenwebsite
(vielen Dank an den cbj-Verlag)

Kurzbeschreibung:
Nach dem mysteriösen Tod ihres Vaters ereignet sich im Leben der siebzehnjährigen Zwillingsschwestern Lia und Alice Unerklärliches.
Dinge geschehen, die den Zusammenhalt der Schwestern mehr und mehr zerstören: Auf Lias Handgelenk zeigt sich ein geheimnisvolles Zeichen, eine Schlange, die sich um ein "C" windet. In ihren Träumen fühlt Lia sich von seltsamen Stimmen gerufen - und bedroht.
Zugleich verschließt Alice sich ihr gegenüber immer mehr; wiederholt ertappt Lia ihre Schwester des Nachts bei geheimnisvollen Ritualen und dabei, wie sie die Räume durchstöbert - auf der Suche wonach?
Als Lias Freund James in der Bibliothek ein altes Buch findet, in dem von einer rätselhaften "Prophezeiung der Schwestern" die Rede ist, ahnt Lia: Sie hat einen ersten Hinweis zur Lösung der Rätsel gefunden...

Zur Autorin:
Michelle Zink ist im Süden Kaliforniens aufgewachsen und lebt mit ihrer Familie in New York. Schon immer hat es sie fasziniert, alte Legenden und Erzählungen zu hinterfragen und weiterzuspinnen. Bisweilen entstanden daraus ganz eigene, neue Stoffe - so auch die "Prophezeiung der Schwestern".

Unser Wettrennen, die Prophezeiung so zu erfüllen, wie jede von uns es sich wünscht, wird gefährlich sein, vielleicht sogar tödlich. Und doch kann ich nichts weiter tun, als vorwärts zu gehen, es sei denn, ich will mein Leben in Dunkelheit und Schrecken verbringen. Ich habe keine andere Wahl. (Seite 235)

Rezension:
"Die Prophezeiung der Schwestern" ist der Auftaktband zur "Guardian of the Gate"-Trilogie. Michelle Zink entführt den Leser in das Jahr 1890. Gleich zu Beginn wird die düstere Atmosphäre, in der sich der Roman bewegt, greifbar, denn man wird sofort mit der Beerdigung des Vaters von Lia, Alice und ihrem Bruder Henry konfrontiert.

Lia ist die eigentliche Protagonistin des Romans, sie erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Leider läßt diese Erzählweise ihre Schwester Alice relativ blass aussehen und der Leser erfährt keinerlei Gedankengänge aus ihrer Sicht, was sehr interessant gewesen wäre.

Zwar wird die düstere, angespannte Atmosphäre über den ganzen Roman hin gehalten, doch hätte ich mir an manch passender Stelle etwas gruseligere Momente gewünscht. Trotzdem ist Michelle Zink mit diesem Auftaktband ein atmosphärisch dichter und auch glaubhafter Einstieg in die Geschichte der Schwestern Lia und Alice gelungen.

Das Ende wird weitgehend offengehalten, aber der interessierte Leser darf sich bereits auf die Fortsetzung "Die Prophezeiung der Schwestern - Liebe und Verrat" freuen, die im August beim cbj-Verlag erscheinen wird und die ich gerne lesen möchte. Da auf jeden Fall noch eine Steigerung möglich ist, vergebe ich eine etwas niedrigere Punktzahl.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist eine kleine Augenweide, die sich sehr gut im Regal macht. Die Schrift und die Blumenranken sind in silbern geprägt und erhaben. Sehr gelungen!

Fazit: Auch ohne wirklich gruselige Momente ein atmosphärisch gelungener Auftaktband, der zu unterhalten weiß.

Wertung: 3 von 5 Punkten

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1 Kommentare

  1. Das Buch hatte ich mir letztes Jahr gekauft, fand den Schreibstil ziemlich langweilig.

    Dann an eine Kollegin verschenkt.

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