Rezension: Lea Korte - Die Maurin

28.4.10

Titel: Die Maurin
Autorin: Lea Korte
Reihe: Die Maurin #1
Genre: Historischer Roman
Verlag: Droemer/Knaur (Februar 2010)
ISBN: 9783426502303
Broschiert, 663 Seiten
Preis: 9,95 €

Autorenwebsite
(vielen Dank an Lea Korte und den Droemer/Knaur-Verlag)

Kurzbeschreibung:
Andalusien im 15. Jahrhundert: Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe - Kämpfe, die auch das Leben der jungen Zahra nicht unberührt lassen. Als Hofdame und enge Vertraute Aischas, der Hauptfrau des Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel aus Intrigen und rücksichtslosen Machtkämpfen. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Kastilier Gonzalo - eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt...

Zur Autorin:
Lea Korte, geboren 1963, wanderte nach Abschluss ihres Studiums nach Spanien aus, wo sie zuerst in Katalonien und später im Baskenland und in Valencia als Übersetzerin und Autorin lebte. Zusammen mit ihrem französischen Ehemann und ihren beiden Kindern lebt sie heute in Südspanien.

In Zahras Kopf klangen die Worte des Santons wider: "Dann wisse, dass dich noch großes Leid erwartet, mein Kind! Unser ganzes Volk wird schwer geprüft werden, aber deine Familie wird es besonders hart treffen, und du wirst am meisten von allen zu leiden haben!" (Seite 354)

Rezension:
Im ausgehenden 15. Jahrhundert herrscht in Andalusien Krieg zwischen Mauren und Christen. Eingebettet in diese historischen Ereignisse wird die Geschichte von Zahra as-Sulami und ihrer adligen maurischen Familie, die gern gesehene Gäste am Hofe von Hassan, Emir von Granada, sind.

Da Zahra sehr viel Zeit bei Aischa, der Hauptfrau des Emirs, als Hofdame verbringt, erfährt sie hautnah, wie verhärtet die Fronten zwischen den beiden Parteien sind. Auch ihre Familie wird dadurch in zwei Lager gespalten. Sie lernt den Kastilier Gonzalo kennen, der immer wieder ihren Weg kreuzt, später auch seinen Bruder Jaime und beide Männer üben eine starke Anziehungskraft auf Zahra aus, auch wenn sie weiß, daß sie mit keinem der beiden jemals zusammen sein darf.

In leicht verständlicher und bildhafter Sprache gelingt Lea Korte ein lebendiges Sittenbild dieser Zeit. Zahra war mir sehr sympathisch, da sie für die Zeit, in der sie lebt, sehr moderne Ansichten hat und sich von niemandem vorschreiben lassen will, was sie zu tun und zu lassen hat.

Auch die Nebenfiguren wie Zahras Familie, Gonzalo und die maurische Herrscherdynastie werden sehr anschaulich dargestellt und die historischen Ereignisse fundiert widergegeben.

Sehr gelungen finde ich, daß die Sprache des Romans nicht in einem gestelzten, alten Stil daherkommt, sondern recht modern ist und heutigen Ansprüchen gerecht wird, was das Eintauchen in die Geschichte sehr vereinfacht.

Zur Gestaltung des Buchs: Für ein Taschenbuch ist das Cover sehr ansprechend gestaltet. Der Titel glänzt in Goldprägung und die vorwiegende Farbe, ein dunkles Violett, gefällt mir sehr gut. Abgerundet wird der Roman durch Personenverzeichnis, Zeittafel, diversen Stammbäumen und einem Glossar.

Fazit: Spanische Geschichte in sehr anschaulicher Form zum Leben erweckt. Unbedingte Empfehlung an alle begeisterten Leser von historischen Romanen, die Wert auf fundierte Recherchen legen.

Wertung: 5 von 5 Punkten

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