Rezension: Gesa Schwartz - Grim: Das Siegel des Feuers

10.4.10

Titel: Grim: Das Siegel des Feuers
Autorin: Gesa Schwartz
Genre: Fantasy
Verlag: Egmont Lyx (März 2010)
ISBN: 9783802583032
Gebunden, 688 Seiten
Preis: 19,95 €

Autorenwebsite: http://www.gesa-schwartz.de
(vielen Dank an den Egmont Lyx-Verlag)

Kurzbeschreibung:
Paris: Über dem Treiben der Metropole thronen die steinernen Figuren der Kathedrale von Nôtre Dame. Niemand unter den Menschen ahnt, dass sie im Schutz der Nacht erwachen, wenn kein sterbliches Auge sie sieht. Denn die Gargoyles fürchten und verachten die Menschen, und es ist ehernes Gesetz, dass die Sterblichen niemals von ihrer Existenz erfahren dürfen.
Der Gargoyle Grim hat sein Leben der Wahrung dieses Gesetzes gewidmet. Eines Nachts beobachtet er seine alte Mentorin Moira dabei, wie sie sich mit einem jungen Mann namens Jakob trifft und ihm ein rätselhaftes Pergament übergibt. Wütend will Grim Moira zur Rede stellen, findet jedoch nur noch ihre versteinerte Leiche vor.
Jakobs Schwester Mia ahnt nichts von den phantastischen Wesen um sie herum, bis der Bruder ihr offenbart, dass sie - wie er selbst - über besondere Fähigkeiten verfügt: Sie ist eine Hartidin, eine Seherin des Möglichen.
Als Jakob Mia die verborgene Welt der Gargoyles zeigt, geraten die beiden in große Gefahr. Nur mit Grims Hilfe entkommen sie ihren Verfolgern. Doch ehe Mia mehr über ihre Gabe erfahren kann, verschwindet Jakob. Die junge Frau muss sich mit Grim zusammentun, um hinter das Geheimnis des Pergaments zu kommen. Keiner der beiden ahnt, dass sie sich damit auf eine gefährliche Reise begeben - denn sie sind einem Rätsel auf der Spur, das nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sondern das Schicksal der ganzen Welt...

Zur Autorin:
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Ihr besonderes Interesse galt seit jeher dem Genre der Phantastik. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg.

"Er sah nur Jakob. Und der Junge schaute ihn an. Wie ein Blitz schoss der Ausdruck in seinen Augen in Grim hinein, er traf ihn mit einer Wucht, die ihm den Atem raubte. Trauer lag darin und Furcht und eine unnennbare Sehnsucht nach etwas, für das es keine Worte gab, und dann noch etwas, das Grim erst erkannte, als es zu spät war." (Seite 201)

Rezension:
Gesa Schwartz ist mit "Grim" ein sehr schönes Fantasydebüt gelungen. Ich hegte anfangs gewisse Zweifel, ob das Buch bei einer beachtlichen Dicke von 688 Seiten nicht zu langatmig werden könnte. Doch diese legten sich je weiter ich las.

Die Hauptprotagonisten Grim und Mia wachsen dem Leser schnell ans Herz. Grim ist eine eher zwiegespaltene Figur mit einer harten Schale und einem weichen Kern, der die Menschen nicht sonderlich gerne mag, aber sie trotz allem auch beschützen will.

Mia wirkt vom Charakter her nicht wie eine 17jährige, sie kommt weitaus erwachsener rüber, was ich aber nicht als störend empfand, sondern gut in die Gesamthandlung passt.

Auch die Nebenfiguren, hier vor allem Remis, der Moorkobold, sind liebenswert gezeichnet. Die Sprache des Buches ist leicht verständlich und daher auch gut für jugendliche Leser geeignet. Einziger Minuspunkt war, daß mir zu oft die Floskel "Es liefen ihr/ihm Schauer über den Rücken" verwendet wurde. Dies hätte man vermeiden können, aber trotzdem empfinde ich "Grim" als einen sehr vielschichtigen Roman, in dem sich Fantasy, Mythologie, Dramatik, Witz und auch ein klein wenig Romantik vereinen.

Zur Gestaltung des Buchs: Ein wirklich schön gestaltetes Cover mit Grim im Vorder- und Paris mit seinem Eiffelturm im Hintergrund. Der Titel ist in einem passenden Braunton in Spotlackoptik hervorgehoben.

Fazit: Für alle Fantasyleser zu empfehlen, die Vampiren überdrüssig sind und nichts gegen einen gut dosierten Schuss Witz haben.

Wertung: 4 von 5 Punkten

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