Rezension: Alan Bradley - Flavia de Luce: Mord im Gurkenbeet

21.4.10

Titel: Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Reihe: Flavia de Luce #1
Autor: Alan Bradley
Genre: Krimi
Verlag: Penhaligon (September 2009)
ISBN: 9783764530273
Gebunden, 384 Seiten
Preis: 19,95 €

Website zum Buch: http://www.flaviadeluce.com

Kurzbeschreibung:
Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht eine Leiche im Garten entdeckt - ausgerechnet im Gurkenbeet! Jeder hält ihren Vater für den Mörder, denn Colonel de Luce hat sich noch tags zuvor mit dem Verblichenen gestritten. Nur ein einziger Mensch glaubt felsenfest an die Unschuld des Colonels - seine naseweise Tochter Flavia.
Schließlich ist der Ermordete vergiftet worden, und ganz im Gegensatz zu Flavia, die eine begnadete Giftmischerin ist, hat ihr Vater nie Interesse an der Chemie des Todes gezeigt. Also fragt Flavia in vermeintlich kindlicher Unschuld sämtlichen Zeugen Löcher in den Bauch. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur - bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist...

Zum Autor:
Alan Bradley wurde 1938 geboren und ist in Cobourg in der kanadischen Provinz Ontario aufgewachsen. Nach einer Karriere als Elektrotechniker, die schließlich in der Position des Direktors für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan in Saskatoon gipfelte, hat Alan Bradley sich 1994 aus dem aktiven Berufsleben zurückgezogen, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. "Mord im Gurkenbeet" ist sein erster Roman und der in England, USA und Kanada bereits viel umjubelte Auftakt zur Serie um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce. Alan Bradley lebt zusammen mit seiner Frau auf Malta.

"Horace Bonepenny", platzte ich heraus. "Wer ist Horace Bonepenny?" Dogger bekam auf einmal Zuckungen wie ein Frosch im Versuchslabor, dessen Rückenmark mit einer galvanischen Batterie verbunden ist. (Seite 150)

Rezension:
England 1950: Flavia de Luce, die 11jährige Protagonistin, lebt zusammen mit ihrem Vater Colonel de Luce und ihren beiden Schwestern Ophelia und Daphne auf dem Familiensitz Buckshaw im kleinen Ort Bishop's Lacey. Eines Tages findet die Haushälterin Mrs Mullet eine tote Schnepfe vor der Haustür, an ihrem Schnabel ist eine Briefmarke aufgespießt. Kurze Zeit später entdeckt Flavia im hauseigenen Gurkenbeet eine Leiche.

Nun ist die Detektivin in ihr geweckt: Flavia möchte auf eigene Faust herausfinden, wer der Tote ist, denn dieser hatte sich am Vorabend noch heftig mit dem Colonel gestritten. Die 11jährige glaubt an die Unschuld ihres Vaters und ermittelt in alle Richtungen, um diese zu beweisen...

Alan Bradley ist mit "Mord im Gurkenbeet" ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Auftakt zur "Flavia de Luce"-Reihe gelungen. Flavia ist ein außergewöhnliches Mädchen, denn sie ist ausgesprochen fasziniert von der Chemie und hat ein eigenes Labor, in dem sie gerne Gifte mischt. Sie ist pfiffig, naseweis und altklug, ihr Charakter ist sehr liebenswert. Das Buch strotzt nur so vor skurrilen Figuren und schwarzem Humor (vor allem dann, wenn Flavia sich mit ihren beiden Schwestern in die Haare bekommt). Es hat Spaß gemacht, gemeinsam mit ihr das Rätsel um den Toten im Gurkenbeet zu lösen, auch wenn manche Szenen etwas ausschweifend erzählt werden.

Glücklicherweise erscheint demnächst der Nachfolgeband der Reihe, die auf 6 Bände angelegt ist, und zwar im September mit dem Titel "Flavia de Luce: Mord ist kein Kinderspiel" (Originaltitel "The Weed that strings the Hangman's bag") und ich freue mich bereits schon jetzt, wieder mit Flavia zusammen auf Ermittlungstouren gehen zu dürfen.

Zur Gestaltung des Buchs: Der Schutzumschlag ist sehr liebevoll gestaltet. Wir sehen Flavia mit ihren charakteristischen Zöpfen vor einem großen Ohrensessel stehen, der von einer Art Schnörkelranke umrahmt ist. Sehr gut gewählt ist die Titelschrift, die zur Abbildung von Flavia passt. Auf der Rückseite ist auch die tote Schnepfe mit der auf dem Schnabel aufgespießten Briefmarke zu sehen.

Fazit: Ein wirklich gelungener Serienauftakt mit einer pfiffigen Detektivin, so stelle ich mir Miss Marple als Jugendliche vor.

Wertung: 4 von 5 Punkten

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2 Kommentare

  1. Das Buch würde mir gewiß auch liegen.

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  2. Ich kann dir nur zustimmen: manchmal wurde etwas ausschweifend eine bestimmte Szene beschrieben, aber im Großen und Ganzen ist das Buch super :) Mal etwas Neues und ich freue mich schon auf die nächsten Bände!

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