Rezension: Brom - Der Kinderdieb

19.3.10

Titel: Der Kinderdieb
Originaltitel: The Child Thief
Autor: Brom
Genre: Fantasy
Verlag: Pan-Verlag (Februar 2010)
ISBN: 9783426283295
Gebunden, 655 Seiten
Preis: 16,95 €
Autorenwebsite: http://www.bromart.com
(vielen Dank an den Pan-Verlag)

Kurzbeschreibung:
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr…

Zum Autor:
Brom, Jahrgang 1965, wurde in Albany im amerikanischen Bundesstaat Georgia geboren. Da sein Vater Pilot bei der U.S. Army war, verbrachte Brom einen Teil seiner Jugend im Ausland, unter anderem in Japan und Deutschland; aus dieser Zeit rührt auch seine Angewohnheit her, seinen Vornamen nicht zu benutzen. Bereits mit 21 arbeitete Brom als Illustrator für Firmen wie Coca-Cola und IBM. Später begann er, sich auf die visuelle Umsetzung von Spielen wie Dungeons & Dragons, Magic: The Gathering und World of Warcraft zu spezialisieren, und arbeitete für zahlreiche Verlage und Computerspielhersteller. Brom lebt heute mit seiner Familie in Seattle.

„Hätte das Mädchen nur mit den anderen Jungen und Mädchen reden können, jenen etwa, die dem goldäugigen Jungen bereits gefolgt waren, dann hätte es gewusst, dass man immer noch etwas zu verlieren hat.“ (Seite 11)
Rezension:
Brom erzählt die Geschichte von Peter Pan ganz neu. Sie hat nichts von der Erzählung, die man z. B. aus der Disney-Verfilmung kennt, gemein. Peter ist in diesem Roman nicht der sympathische Junge, der nicht erwachsen werden will und andere Kinder einlädt, ihm in sein Reich zu folgen, sondern ein sehr zwiespältiger Jugendlicher, der alles dafür tut, seine Ziele durchzusetzen. Die Kinder sind für ihn Mittel zum Zweck, er lässt sie für sich kämpfen und sterben.

Das Reich des Peter Pan liegt in Avalon (das mit dem „zuckersüßen“ Nimmerland überhaupt nichts gemein hat) und es fließen sehr viele Gestalten der mystischen und keltischen Sagen in den Roman mit ein, wie z.B. Morgan Le Fay, die hier als Modron, die Dame vom See eine tragende Rolle spielt.

Auf gar keinen Fall möchte ich das Buch für Kinder weiterempfehlen! Es baut eine zunehmende Brutalität auf, die sehr detailreich geschildert wird, was fast an eine Art Splatter-Horror erinnert. Daher würde ich ein Lesealter ab 16 Jahren empfehlen. Erwachsene erwartet eine wirklich sehr gelungene Neuerzählung: Bisweilen sehr dunkel, brutal und düster aber auch fantasiereich und spannend.

Zur Gestaltung des Buches: Ein absoluter Hingucker ist bereits der fantastisch gestaltete Schutzumschlag mit Peter Pan als Titelfigur und umherfliegenden Pixies mit einem grob im Hintergrund angedeuteten New York. Hervorheben möchte ich die sehr schönen Farb- und Schwarz/Weißillustrationen in der Mitte des Buches und jeweils zu Kapitelbeginn, die von Brom selbst gestaltet wurden.

Fazit: Absolute Leseempfehlung an alle, die einmal einen anderen Peter Pan kennenlernen wollen und gerne Fantasy lesen.

Wertung: 5 von 5 Punkten

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1 Kommentare

  1. Hallo Kerstin.

    Leider finde ich hier nichts, wo ich Dir eine MAil schreiben kann.
    Ich habe mal eine Frage, und hoffe, Du kannst mir da weiter helfen.

    Kannst Du mir vielleicht erklären, was ich wo im HTML ändern muss, damit ich auch ein 3 spalten Layout hin bekomme?

    Vielen Dank schon mal und noch ein schönes Wochenende.

    LG
    Iris

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