Rezension: Oliver Plaschka - Die Magier von Montparnasse

22.3.10

Titel: Die Magier von Montparnasse
Autor: Oliver Plaschka
Genre: Fantasy
Verlag: Klett-Cotta (März 2010)
ISBN: 9783608938746
Gebunden, 427 Seiten
Preis: 21,90 €
Autorenwebsite: http://www.rainlights.de
(vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag)

Kurzbeschreibung:
Justine, die junge Kellnerin, der bärbeißige Wirt Alphonse und der glücklose Schriftsteller Gaspard - keiner von ihnen weiß, warum sich plötzlich ein seltsames Dämmerlicht über Paris legt. Die geheime Société, die über alle Magie wacht, ist alarmiert und hat bereits ihre Vertreter entsandt, um den abtrünnigen Zauberkünstler Ravi und seine bezaubernde Assistentin Blanche zu bestrafen. Im "Jardin", dem kleinen Hotel am Boulevard Raspail, treffen sie schließlich aufeinander, um zu klären, was unerklärlich scheint. Der Kampf zwischen Wirklichkeit und Traum hält nicht nur Gaspard und Justine in Atem, sondern droht die gesamte Stadt zu verschlingen: Paris steht still, keine Glocke schlägt die Zeit. Das Pendel im Chor von Saint-Martin-des-Champs schwingt aus, und niemand weiß, ob sich die Welt noch dreht...

Zum Autor:
Oliver Plaschka, geboren 1975, studierte Anglistik und Ethnologie an der Universität Heidelberg und ist Mitverfasser des Narnia-Rollenspiels. Sein Roman "Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew" wurde 2008 als bestes deutschsprachiges Romandebüt mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet. Oliver Plaschka lebt in Speyer.

"Ich dachte an Justine und den Jungen, mit dem sie sich angefreundet hatte, und der nun aus ihrem Leben gelöscht war bis zu dem Moment, da er zur Mittagszeit aufs Neue das Jardin passieren würde, und ich empfand Trauer für die Menschen in dieser unwirklichen Welt, die gefangen waren, ohne dass sie es wussten." (Seite 164)
Rezension:
Leider konnte mich dieser Roman überhaupt nicht begeistern. Mehr schlecht als recht quälte ich mich regelrecht durch das Buch.

Positiv zu erwähnen sind allerdings die wechselnden Perspektiven der Hauptprotagonisten und die flüssige Sprache. Die Gesamthandlung allerdings ließ mich doch recht ratlos zurück, Spannung suchte man hier vergebens.

Ich erwartete eine schöne fantasiereiche Geschichte im Paris der 20er Jahre mit einem Hauch von Magie, doch das ganze Buch zieht sich je weiter man liest immer mehr in die Länge und verliert sich in ungeklärten Rätseln. Es blieben Fragen offen, auf die bis zum Schluß keine Antwort geliefert wird. Wirklich schade, denn die Geschichte an sich hatte Potential.

Zur Gestaltung des Buches: Hier möchte ich ein Lob aussprechen. Die Covergestaltung ist wunderbar und passend. Zwei Übersichtskarten im Buch helfen dem Leser, sich in der Welt rund um Montparnasse zurechtzufinden und es wurde ein Lesezeichen, das passend zum Buchumschlag gestaltet wurde, beigefügt.

Fazit: Schöne Gestaltung, aber Langeweile ohne Ende zu einem recht hohen Preis.

Wertung: 2 von 5 Punkten

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