Rezension: F.E. Higgins - Das Gift der Schmetterlinge

27.2.10

Titel: Das Gift der Schmetterlinge
Originaltitel: The Eyeball Collector
Autorin: F.E. Higgins
Genre: Kinder- und Jugendbuch
Verlag: Oetinger (Februar 2010)
ISBN: 9783789137181
Gebunden, 286 Seiten
Preis: 16,95 €
Autorenwebsite: http://www.fehiggins.com
(
vielen Dank an den Oetinger-Verlag)

Kurzbeschreibung:
Hector schwört Rache. Sein Vater ist von dem hinterlistigen Betrüger Gulliver Truepin in den Ruin getrieben worden und vor Gram gestorben. Und das wird Truepin büßen müssen. Unter einem Vorwand schleicht Hector sich auf dem schaurigen Schloss der eiskalten Lady Mandible ein, wo Truepin – inzwischen in der Maske des vornehmen Baron Bovrik – ein luxuriöses Leben führt. Die Lady bereitet gerade das jährliche Mittwinterfest vor, und Hector bekommt den Auftrag, für eine besonders spektakuläre Festüberraschung große, bunte Schmetterlinge zu züchten. Trotz der haarsträubenden Dinge, deren Zeuge er auf dem Schloss wird, harrt Hector aus. Denn die Rache an Bovrik muss gelingen – giftige Schmetterlinge sollen ihm zum Verderben werden. Doch das aufwändig geplante Fest endet gänzlich unerwartet…

Zur Autorin:
F.E. Higgins, in London geboren, lebt als freie Autorin in England. 2007 legte sie mit dem Roman „Das Schwarze Buch der Geheimnisse“ ein grandioses Debüt vor. Sie wurde damit für den renommierten Waterstone’s Children’s Book Prize nominiert und die Sunday Times feierte sie als „beeindruckendstes neues Autorentalent der letzten Jahre“. Mit ihren atmosphärisch dichten und präzise recherchierten Erzählungen aus dem England des ausgehenden 19. Jahrhunderts in der Tradition eines Edgar Allen Poe oder Charles Dickens setzt sich ihr Erfolg nun fort. Der Zauber wirkt!

„Du Ungeheuer!, dachte Hector, und sein Widerwille gegen diesen falschen Baron steigerte sich noch einmal – er hatte nicht geahnt, dass so viel unerbittlicher Hass in ihm steckte. Sein Herz war wie ausgepresst und trotzdem ließ er sich nichts anmerken.“ (Seite 213)

Rezension:
Hector Fitzbaudly lebt zusammen mit seinem Vater im Nordteil der Stadt Urbs Umida ein wohlsituiertes Leben. Eines Tages aber überschlagen sich die Ereignisse: Hectors Vater wird von dem halbseidenen Gulliver Truepin erpresst, denn er war in nicht legale Geschäfte verwickelt. Um dies nicht öffentlich zu machen, geht Augustus Fitzbaudly auf die Forderungen Truepins’ ein. Doch dieser hält sich nicht an die vereinbarte Abmachung, sondern informiert die örtliche Zeitung davon, die sofort einen Artikel über Fitzbaudlys illegale Machenschaften druckt. Hectors Vater ist so außer sich, dass er einem Herzanfall erliegt und seinen Sohn allein zurücklässt. Dieser schwört Rache an Gulliver Truepin…

F.E. Higgins ist mit dem vorliegenden Buch ein äußerst unterhaltsames Kinder- und Jugendbuch gelungen. Es ist abenteuerlich, spannend, mystisch und auch lustig zugleich. Die Kapitel sind sehr übersichtlich gehalten und werden sehr schön aufgelockert durch eingeflochtene Briefe, die Hector an seine Freundin Polly schreibt, und Zeitungsartikel aus dem „Nordstadt-Journal“.

Hector ist ein sehr sympathischer Hauptprotagonist, mit dem der Leser mitfiebern kann. Die Handlung selbst ist für den erwachsenen Leser leicht vorhersehbar, aber schließlich handelt es sich hierbei um einen Kinder- und Jugendroman, der sich meiner Meinung für Kinder ab 10 Jahren eignet. Die Stadt Urbs Umida erinnert ein wenig an eine kindergerechte Version von Ankh-Morpork aus Terry Pratchetts „Scheibenwelt“-Romanen.

Ferner zu erwähnen ist, dass es bereits zwei Vorgeschichten zu „Das Gift der Schmetterlinge“ gibt, die auch im Großraum der Stadt Urbs Umida angesiedelt sind: „Das schwarze Buch der Geheimnisse“ und „Silbertod“. Da die Geschichten aber jeweils in sich abgeschlossen sind, muss man diese nicht vorher gelesen haben (es kommen aber wohl Randfiguren vor, die in den anderen Büchern als Hauptpersonen agierten).

Zur Gestaltung des Buches: Sehr schön gestaltet ist der Schutzumschlag, der Name der Autorin und der Titel des Buches sind erhaben und der blaue Schmetterlinge in Spotlack-Optik gedruckt. Auch die Buchklappe selbst wurde ähnlich gestaltet, sodaß der Roman auch ohne Schutzumschlag sehr edel aussieht.

Fazit: Ich fühlte mich von Hectors Geschichte sehr gut unterhalten und werde bei Gelegenheit die anderen beiden Bände lesen.

Wertung: 4 von 5 Punkten

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