Sonntag, 28. August 2016

Neu bei iKiosk: GEO Epoche Nr. 80

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Seit einiger Zeit bin ich begeisterte Nutzerin von iKiosk, einer App für Tageszeitungen und Zeitschriften. Hier möchte ich einige Magazine vorstellen, die ich monatlich sehr gerne lese. Heute die neue GEO Epoche Nr. 80 (erschienen im August 2016).

In dieser Ausgabe zu finden:

S. 06: Prolog: Tod im Dschungel
Aus Furcht vor dem Kommunismus verstricken sich die USA in einen blutigen Konflikt in Südostasien

S. 24: 1946-1954: Der Krieg vor dem Krieg
Frankreich herrscht in Indochina über ein riesiges Kolonialreich. Doch 1946 kommt es zum Kampf

S. 34: 1954-1963: Land der Verzweiflung
Washington stützt Südvietnams korrupte Herrscher - selbst als die das Land in den Bürgerkrieg treiben

S. 46: 1963-1965: Das Imperium macht mobil
Als das Regime in Saigon taumelt, treten die USA offen in den Krieg ein

S. 54: Nordvietnam: Im Schatten der Bomber
Der kommunistische Norden interveniert im Süden - und wird von US-Luftattacken heimgesucht

S. 64: Kriegsalltag: In der grünen Hölle
Gewalt, Angst und Langeweile: Kämpfer beider Seiten erinnern sich an das Leben unter Feuer

S. 76: 1968: Ein Sieg als Niederlage
Eine überraschende Offensive der Kommunisten wird zum Anfang vom Ende der Auseinandersetzung

S. 92: 1968: Die gespaltene Nation
Immer größer werden die Zweifel der Amerikaner am Krieg - und immer gewaltsamer die Proteste

S. 100: My Lai: Entfesselte Gewalt
Beide Seiten führen einen äußerst brutalen Kampf. Wiederholt kommt es zu Massakern

S. 104: Dorfleben: Zwischen den Fronten
In Thuy Phuong hoffen viele auf einen Sieg des Vietcong. Doch dann kommen die Amerikaner

S. 116: 1969-1973: Leben in der Blase
Kinos, Supermärkte, Bordelle: US-Basen wirken wie amerikanische Städte inmitten der Verwüstung

S. 126: 1975: Der Fall von Saigon
Als die Südkapitale in die Hände des Nordens fällt, erleidet Washington eine weitere Demütigung

S. 142: Kambodscha: Der rote Wahn
Der Aufbau eines kommunistischen Staates führt zu einem der größten Verbrechen aller Zeiten

Wenn ihr neugierig auf die Zeitschriften-App iKiosk geworden seid, gibt es weitere Informationen mit einem ausführlichen Katalog aller Titel hier: *KLICK*

Samstag, 27. August 2016

Neu bei iKiosk: P.M. History 09/2016

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Seit einiger Zeit bin ich begeisterte Nutzerin von iKiosk, einer App für Tageszeitungen und Zeitschriften. Hier möchte ich einige Magazine vorstellen, die ich monatlich sehr gerne lese. Heute die neue P.M. History 09/2016 (erschienen im August 2016).

In dieser Ausgabe zu finden:

S. 06: Arena
Magischer Ort: Dubrovnik - Aus der Mode: Helmtaucher - Über das deutsche Stonehenge - Wahrer Kern: das Trojanische Pferd - Macht der Natur: Untergang der Armada im Sturm - Plakativ: Fotoapparate

S. 14: Bartholomäusnacht
Warum die Hugenotten 1572 zu Tausenden den Tod finden - und wie einer jungen Mutter die Flucht gelingt

S. 22: Meisterwerk: Große Welle vor Kanagawa
Holzschnittkunst von Hokusai aus dem 18. Jahrhundert

Titelthema: Olympia 1936
S. 26: Boykott or not?
Ohne jüdische Athleten droht Deutschland die Ächtung der USA

S. 44: Terror von nebenan
Bei Berlin wird das KZ Sachsenhausen gebaut - im Olympiajahr

S. 46: Jesse Owens und Luz Long
Eine Sportler-Freundschaft, die es nicht geben dürfte

S. 54: Doping bei den Sommerspielen?
Wie kommt die Medaillenflut der Deutschen zustande?

S. 56: Gretel Bergmann
Die tragische Geschichte der besten deutschen Hochspringerin

S. 64: Das Leben nach dem Triumph
Deutsche Olympiasieger und ihr weiteres Schicksal

S. 70: "Iss nicht so viel"
Briefwechsel der Brecht-Frauen: Therese Giehse und Helene Weigel

S. 72: Die Herrscherin von Palmyra
Ist sie die Superfrau der Antike? Zenobia kämpft gegen Rom

S. 82: Zeitmaschine: Marion Gräfin Dönhoff
1952 von Jordanien in den Irak: Im Taxi durch die Wüste

S. 84: Wiener Prater
Die Magie des 250 Jahre alten Vergnügungsparks

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Freitag, 19. August 2016

Hilary Mantel - Jeder Tag ist Muttertag

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Titel: Jeder Tag ist Muttertag
Originaltitel: Every Day Is Mother's Day
Autorin: Hilary Mantel
Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence
Reihe: Muriel Axon #1
Genre: Roman, Zeitgenössisches
Verlag: Dumont (20.04.2016)
ISBN: 978-3-8321-8903-7 (eBook, 256 Seiten)
ASIN: B0195P6X4W (Kindle Edition)
Preis: 18,99 €
Papierformat: Gebundene Ausgabe für 22,99 €
Bezugsquelle: Kauf
Bonus: Leseprobe
Längst haben es die Nachbarn aufgegeben, mit Evelyn und Muriel Axon Kontakt zu pflegen. Das ist Evelyn, die früher gelegentlich als Medium arbeitete und sich von Geistern verfolgt fühlt, nur recht. Zusammen mit ihrer Tochter verbarrikadiert sie sich in ihrem Haus, das mehr und mehr verfällt. Mit den Sozialarbeitern, die ihre geistig behinderte Tochter fördern wollen, wird sie schnell fertig. Aber wie soll sie mit Muriels Schwangerschaft und dem Kind, wenn es denn mal da ist, umgehen?
Isabel Field ist die neueste Sozialarbeiterin, die den Widerstand der Axon-Damen brechen will. Sie ist ähnlich verbissen und starrköpfig wie Evelyn. Und hat ebenso viele Probleme: einen sexuell sehr aktiven Vater, der seine Eroberungen in den Waschsalons der Kleinstadt macht, und einen schwärmerischen, aber angstgetriebenen Liebhaber, Colin Sydney, der Abendklassen besucht, um seiner dominanten Frau zu entkommen.
Wäre da noch Muriel. Sie scheint ganz offensichtlich ein eigenes Leben zu haben, von dem weder ihre Mutter noch die Sozialarbeiter etwas ahnen. Und man fragt sich, ob Muriel wirklich so behindert ist, wie alle glauben. *Quelle*
Zur Autorin:
Hilary Mantel wurde 1952 in Glossop, England, geboren. Nach dem Jura-Studium in London war sie als Sozialarbeiterin tätig. Sie lebte in Botswana und in Saudi-Arabien. Für den Roman Wölfe (Dumont 2010) wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit Falken, dem zweiten Band der Tudor-Trilogie, gewann Hilary Mantel 2012 den Booker erneut. Bei Dumont erschienen zuletzt der Roman Brüder (2012), der Erzählungsband Die Ermordung Margaret Thatchers (2014) und ihre Autobiographie Von Geist und Geistern (2015).

Meinung:
Evelyn Axon, ein ehemaliges Medium, und ihre 33-jährige Tochter Muriel leben völlig isoliert und ohne jegliche soziale Kontakte in ihrem langsam zerfallenden Haus. Muriel wird vom Sozialamt betreut, denn sie ist nach deren Aussage und der Ansicht ihrer Mutter geistig zurückgeblieben. Doch die Betreuung gestaltet sich als schwierig, da Mutter Evelyn die Betreuer so gut wie nie ins Haus lässt.

Erst Isabel Field, neu für diesen Fall zuständig, versucht, an Mutter und Tochter heranzukommen. Doch auch sie hat es nicht leicht im Leben, denn sie ist eine Affäre mit dem verheirateten Colin eingegangen, die ihr schon bald nicht mehr behagt, da er seine Frau Sylvia auf keinen Fall verlassen will. Zu guter Letzt stellt sich heraus, dass Muriel schwanger ist. Wie werden die beiden zurückgezogen lebenden Frauen damit umgehen?

Jeder Tag ist Muttertag ist der Debütroman Hilary Mantels, der bereits im Jahr 1985 im Original erschien.

Sie beschreibt auf eine bitterböse Art und Weise die Geschichte der Axons, Mutter Evelyn und Tochter Muriel, im Jahr 1973. Der Vater ist seit geraumer Zeit verstorben, Evelyn verdingte sich als Medium, was sie aber aufgegeben hat. Seitdem quälen sie nicht näher genannte Geister in ihrem eigenen Haus, die sie ärgern, sie stolpern lassen und ihr an manchen Tagen den Zutritt zu bestimmten Zimmern anhand von geschriebenen Zetteln verbieten.

Muriel, die 33-jährige Tochter, wird von ihrer Mutter als zurückgeblieben betitelt und wenig geliebt. Sie ist ihr eher eine Last, was sie sie immer wieder durch ihre Aussagen spüren lässt. Das Sozialamt lässt sich nur sporadisch blicken und wenn, wird diejenige Mitarbeiterin meist schon an der Eingangstür von Evelyn abgekanzelt, und es wird sich auch nicht weiters um das Mutter-Tochter-Gespann, das zusehends verwahrlost, gekümmert.

Erst Isabel Field, die deren Fall neu übernimmt, möchte den Axons näherkommen, doch auch sie beißt auf Granit. Auch ihr Privatleben wird von Hilary Mantel näher beleuchtet, in dem sie eine Affäre mit dem verheirateten Colin unterhält, der ein ausgemachter Pantoffelheld ist. Seine Frau Sylvia hat in der Familie das Sagen und seine drei Kinder tanzen ihm nur auf der Nase herum, was in mancher Situation schon fast erschreckend wirkt.

Hilary Mantel zeichnet hier ein entlarvendes und oft schon in groteske Züge abschweifendes Bild aller Beteiligten. Keiner der Charaktere wird beim Lesen sympathisch, denn jeder hat seltsame Züge an sich, die schwer nachzuvollziehen sind. Vor allem Muriel ist ein sehr unzuverlässiger Charakter, denn bis zum Ende hin wird nicht klar, inwiefern sie wirklich behindert ist oder ob sie einfach nur ein wahnsinniges Talent zur Schauspielerei besitzt, was sich ab und an durchaus abzeichnet.

Hier bin ich jedenfalls sehr auf die Fortsetzung gespannt, die im August 2016 unter dem Titel Im Vollbesitz des eigenen Wahns erschienen ist und die hoffentlich noch ein paar offene Fragen, die sich für mich ergeben haben, beantworten wird.

Fazit:
Ein Roman, der von seiner bitterbösen Boshaftigkeit und seinem sehr schwarzen Humor lebt. Hilary Mantels Debüt seziert das Leben seiner Protagonisten bis ins Detail und konnte mich sehr gut unterhalten. Lesetipp!

Wertung: ★★★★★